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25. Oktober 2026 Markus 6 News

Lufthansa Group benennt Green Fare in Impact Fare um

Die Lufthansa Group benennt ihren bisherigen Green Fare in Impact Fare um. Am Tarif selbst ändert sich nichts: Passagiere können weiterhin den Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe und Klimaschutzprojekte unterstützen und erhalten dafür zusätzliche Meilen und Statuspunkte. Mit der Umbenennung reagiert der Konzern auch auf neue regulatorische Anforderungen an die Umweltkommunikation. Seit der Einführung im Frühjahr 2023 haben mehr als fünf Millionen Passagiere den Tarif gebucht.

Aus Green Fare wird Impact Fare

Die Lufthansa Group hat am 23. Oktober 2026 in einer Pressemitteilung angekündigt, den bisherigen Green Fare künftig unter dem Namen Impact Fare anzubieten. Mit der Umbenennung reagiert der Konzern unter anderem auf neue regulatorische Anforderungen an die Umweltkommunikation. Der neue Name soll stärker verdeutlichen, dass Passagiere mit ihrer Buchung zusätzliche Maßnahmen für eine emissionsärmere Luftfahrt unterstützen.

Am grundsätzlichen Konzept des Tarifs ändert sich nichts. Mit der Buchung eines Impact Fare unterstützen Passagiere den zusätzlichen Einsatz von Sustainable Aviation Fuel (SAF), also nachhaltigen Flugkraftstoffen, im Streckennetz der Lufthansa Group. Darüber hinaus fließt ein Teil des Beitrags in ausgewählte Klimaschutzprojekte außerhalb der Wertschöpfungskette des Konzerns. Diese sollen je nach Projekt CO₂-Emissionen vermeiden oder CO₂ aus der Atmosphäre entfernen.

Gleichzeitig meldet die Lufthansa Group einen weiteren Anstieg der Buchungszahlen. Seit Einführung des Green Fare im Frühjahr 2023 haben sich mittlerweile mehr als fünf Millionen Passagiere für den Tarif entschieden. Im März 2026 hatte der Konzern noch von mehr als vier Millionen Passagieren berichtet.

Impact Fare: SAF-Beitrag, Meilenbonus und Umbuchungen

Der Impact Fare ist eine direkt buchbare Tarifoption innerhalb der jeweiligen Reiseklasse. Der Beitrag zum zusätzlichen SAF-Einsatz und zu ausgewählten Klimaschutzprojekten ist bereits im Ticketpreis enthalten. Verfügbar ist der Tarif auf nahezu allen Flügen von Lufthansa, Austrian Airlines, Brussels Airlines, SWISS, Edelweiss, Discover Airlines, Air Dolomiti, Lufthansa City und ITA Airways. Ausgenommen sind unter anderem Buchungen von und nach Japan.

Der Impact Fare beinhaltet einen Beitrag zur Reduzierung zukünftiger CO₂-Emissionen. Dieser setzt sich aus dem zusätzlichen Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe und der Unterstützung ausgewählter Klimaschutzprojekte zusammen. Die Aufteilung unterscheidet sich je nach Flugstrecke:

  • Europaflüge: 20 Prozent über den zusätzlichen Einsatz von SAF und 80 Prozent über Klimaschutzprojekte
  • Interkontinentale Flüge: 10 Prozent über den zusätzlichen Einsatz von SAF und 90 Prozent über Klimaschutzprojekte

Die Prozentangaben beziehen sich jeweils auf die geschätzten flugbezogenen CO₂-Emissionen. Für jede Impact Fare Buchung bringt die Lufthansa Group nach eigenen Angaben innerhalb von sechs Monaten nach Abflug eine entsprechende zusätzliche SAF-Menge in den Flugbetrieb ein. Dabei wird nicht zwangsläufig der individuell gebuchte Flug mit SAF betankt. Stattdessen erfolgt der zusätzliche Einsatz im gesamten Streckennetz der Lufthansa Group.

Auch die Unterstützung der Klimaschutzprojekte bedeutet nicht, dass die Emissionen des gebuchten Fluges unmittelbar vermieden werden. Vielmehr sollen die Projekte außerhalb der Luftfahrt CO₂-Emissionen vermeiden oder CO₂ aus der Atmosphäre entfernen. Mehr Informationen findet ihr hier auf der Miles & More Webseite.

Lufthansa Buchung Business Class Frankfurt Berlin Impact Fare

Als Buchungsanreiz gewährt die Lufthansa Group ihren Kunden weiterhin zusätzliche Meilen, Points, Qualifying Points und HON Circle Points bei Miles & More. Auf Flügen innerhalb Europas sowie zwischen Europa und Nordafrika liegt der Bonus bei 20 Prozent, auf interkontinentalen Flügen bei 10 Prozent. HON Circle Points werden dabei nur für entsprechende Flüge in der Business Class und First Class vergeben.

Zudem können Impact Fares flexiblere Umbuchungsmöglichkeiten beinhalten. Ob eine Umbuchung gebührenfrei möglich ist, hängt allerdings von der gebuchten Tarifklasse und dem Reiseziel ab. Insbesondere auf Europaflügen gelten unterschiedliche Bedingungen. Die konkreten Tarifregeln werden während der Buchung angezeigt.

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Entwicklung des Green Fare

Im August 2022 teilte die Lufthansa Group mit, dass man auf Flügen mit Start in Skandinavien den sogenannten Green Fare teste. Ein halbes Jahr später, im Februar 2023, informierte der Konzern über die flächendeckende Einführung des Tarifs auf Kurz- und Mittelstrecken. Seit dem 4. Dezember 2024 wurde der Tarif zudem auf fast allen interkontinentalen Langstrecken der Lufthansa Group Airlines angeboten.

Seit Ende Januar 2026 war der Green Fare zudem erstmals auch für Gruppenbuchungen mit mehr als neun Personen auf Langstreckenflügen in allen Reiseklassen verfügbar. Damit erweiterte die Airline-Gruppe den Einsatzbereich des Tarifs insbesondere für größere Reisegruppen und Veranstalter.

Parallel dazu baute die Lufthansa Group ihr Angebot weiter aus: Zur Sommersaison 2026 wurde mit “TO Green” ein neuer Tarif speziell für Reiseveranstalter eingeführt. Dieser orientierte sich am bestehenden Green Fare, war jedoch gezielt auf die Anforderungen von Pauschalreise-Anbietern zugeschnitten.

Lufthansa Group Impact Fare – Fazit

Für Passagiere ändert sich mit der Umbenennung von Green Fare in Impact Fare wenig. Ob sich der Tarif lohnt, hängt vor allem vom Aufpreis gegenüber anderen Tarifen und dem Wert der zusätzlichen Meilen und Statuspunkte ab. Trotz steigender Nachfrage nutzten 2025 weiterhin nur gut fünf Prozent der Fluggäste der Lufthansa Group entsprechende nachhaltigere Tarif- oder Zusatzangebote.

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