Die Lufthansa Group und Air India vertiefen ihre Zusammenarbeit mit einem Joint Business Agreement. Eine entsprechende Absichtserklärung haben Carsten Spohr, CEO der Lufthansa Group, sowie Campbell Wilson, CEO von Air India, unterzeichnet. Die beiden Fluggesellschaften wollen die Wachstumschancen nutzen, die im Rahmen des kürzlich abgeschlossenen Freihandelsvertrages zwischen Indien und der Europäischen Union entstehen.
Optimierung der Flugpläne und der Kundenerlebnisses
Wie die Lufthansa Group in einer Pressemeldung erklärte, baut das mögliche Joint Business Agreement auf dem bestehenden Codeshare-Abkommen zwischen den Fluggesellschaften, das seit 2004 besteht, und auf der gemeinsamen Mitgliedschaft in der Star Alliance auf.
Derzeit bieten die verschiedenen Airlines der Lufthansa Group und Air India Codeshare-Flüge auf 146 Strecken in 22 Länder an. Das gemeinsame Netz umfasst 15 indische und 27 europäische Ziele. Zukünftig wollen die Lufthansa Group und Air India ihre Flugpläne und Streckennetze besser aufeinander abstimmen, um ihren Kunden kürzere und bequemere Umstiege anzubieten. Außerdem wollen die Partner ihre Vertriebs- und Marketingaktivitäten für Flüge zwischen ihren Heimatmärkten bündeln und im Bereich der Vielfliegerprogramme enger zusammenarbeiten. Aber auch die Abläufe an den Flughäfen sollen für einen besseren Kundenkomfort optimiert werden.

Lufthansa Group will Potenzial in Indien nutzen
Für die Lufthansa Group ist Indien nach den USA der zweitwichtigste Langstreckenmarkt geworden, und der indische Luftverkehrsmarkt wird weiter wachsen. Die meisten Verbindungen nach Indien bietet Lufthansa ihren Kunden ab ihrem Drehkreuz in Frankfurt. Von dort fliegt der Kranich nach Delhi, Mumbai, Chennai, Bangalore und Hyderabad. Von München fliegt Lufthansa nach Delhi, Mumbai und Bangalore. SWISS bedient ab Zürich Delhi und Mumbai und ITA Airways verbindet Rom mit Delhi. Air India fliegt ab Delhi nach Frankfurt, Zürich, Wien und Mailand sowie ab Mumbai nach Frankfurt. Sollte das Joint Business Agreement abgeschlossen werden, könnten weitere Flüge oder neue Routen hinzukommen. Denn der zweite Schritt der Vereinbarung sieht vor, die restlichen Länder der EU und den indischen Subkontinent einzubeziehen.
Das könnte dich auch interessieren:
