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17. Juni 2019 Sebastian 0 Lounge Review

Review: ANA Suite Lounge Tokyo Haneda Gate 110

Die ANA Suite Lounge Tokyo Haneda Gate 110 gehört zu den exklusivsten Lounges von All Nippon Airways. Zugang erhalten nur ANA bzw. Star Alliance First Class Gäste, sowie ANA Mileage Club Mitglieder mit dem höchsten Status. Ich gehörte zur ersten Gruppe, ein spontan gebuchter Lufthansa First Class Flug von Tokyo Haneda nach Frankfurt verschaffte mir Zugang zur Lounge. Ich war gespannt was die Lounge zu bieten hat, denn im Vergleich zu anderen Star Alliance First Class Lounges, hört man von den ANA Suite Lounges recht wenig…

ANA Suite Lounge Tokyo Haneda – Lage und Zugang

Die Suite Lounges sind die exklusivsten Lounges der All Nippon Airways. Zugang erhalten ANA und Star Alliance First Class Passagiere, sowie ANA Mileage Club Diamond und ANA Million Miler Statusinhaber. Die Suite Lounges findet man dabei nicht nur am Flughafen Haneda, auch Passagiere am etwas kleineren Narita Airport finden eine solche Lounge vor. Mit der Auslieferung der A380 Schildkröte (Mit der ANA A380 Schildkröte nach Hawaii) an All Nippon Airways wurde außerdem die erste ANA Suite Lounge außerhalb Japans eröffnet. Die drei neuen A380, welche ausschließlich auf der Route Tokyo – Honolulu eingesetzt werden bzw. werden sollen, verfügen über eine First Class Kabine an Bord, sodass ANA sich entschieden hat First Class Passagieren auch in Honolulu den Komfort der ANA Suite Lounge anzubieten.

Nach dem Check-In am Lufthansa Schalter begleitete mich eine Mitarbeiterin zur Sicherheitskontrolle und zeigte mir den Weg zum Fast Track. Sie erklärte mir zudem, dass sich der Eingang zur ANA Suite Lounge Tokyo Haneda Lounge gegenüber von Gate 110 befinden würde. Eine zweite ANA Suite Lounge mit etwas eingeschränkteren Öffnungszeiten gibt es in Nähe von Gate 114. Nachdem ich die Passkontrolle hinter mir gelassen hatte ging ich nach rechts und konnte Gate 110 und das Hinweisschild zu den Lounges schon von Weitem sehen. Eine Rolltreppe oder Fahrstuhl bringt die Gäste nach oben zur ANA Suite Lounge. Direkt neben der Suite Lounge befindet sich die ANA Lounge für Business Class Gäste.

Die ANA Suite Lounge Tokyo Haneda in Nähe von Gate 110 hat täglich von 05:00 – 02:00 Uhr geöffnet. Der Zugang zur Lounge wird Passagieren unter den folgenden Voraussetzungen gestattet:

  • First Class Star Alliance Bordkarte eines abfliegenden Fluges desselben Tages (+Gast der ein Ticket mit einem Star Alliance Carrier am selben Tag hat)
  • ANA Diamond Status Inhaber mit Star Alliance Bordkarte eines abfliegenden Fluges desselben Tages (+Gast der ein Ticket mit einem Star Alliance Carrier am selben Tag hat)
  • ANA Million Miler Status Inhaber (ab 2 Mio. Lifetime Miles) mit Star Alliance Bordkarte eines abfliegenden Fluges desselben Tages (+Gast der ein Ticket mit einem Star Alliance Carrier am selben Tag hat)

Im Detail bekommt ihr die Voraussetzungen zum Loungezugang auch auf der sehr gut gemachten Airport Lounge Access Website von ANA aufgeführt.

ana suite lounge tokyo haneda gate 110 eingangsbereich

ANA Suite Lounge Tokyo Haneda – Ausstattung

Beim Betreten der Lounge begrüßten mich zwei japanische Damen mit einem freundlich “Konnichiwa”. Sie erklärten mir kurz den Aufbau der Lounge und überreichten mir eine Lounge Map zur besseren Orientierung. Ich kann mich an keinen anderen Loungebesuch erinnern, bei welchem ich schon einmal eine solche Karte erhalten habe. Für den ersten Besuch eine sehr hilfreiche Idee.

ana suite lounge tokyo haneda lounge gate 100 lounge map

Wie ihr seht hat die Lounge eine sehr langgestreckte Form. Jeweils am Ende befinden sich mit dem Dining h Bereich und der Noodle Bar die beiden Restaurants bzw. Buffets der Lounge. Im Bereich dazwischen finden sich zahlreiche Sitzplätze, Umkleiden, Duschen, WCs, Arbeitsbereiche, ein Raucherzimmer, sowie ein Concierge und Zeitschriftenstand.

Da ich mich erst einmal frisch machen wollte, waren die Duschen mein erster Stop. Im Austausch für einen Zugangsschlüssel für eine der Duschen musste ich mein Flugticket am Empfang hinterlegen. Die Duschkabinen waren angenehm geräumig. Innerhalb der Duschkabine konnte ich meinen Koffer auf einen Kofferständer ablegen und hatte dennoch genug Platz, um mich umzuziehen. Die Amenities waren jedoch etwas dürftig und sowohl das Duschgel als auch das Shampoo waren in der Dusche leider leer. Bei der Rückgabe der Zugangskarte wies ich darauf hin und die beiden Damen entschuldigten sich vielmals. Für mich war es nicht weiter tragisch, da ich eigenes Shampoo und Duschgel dabeihatte.

Erfrischt machte ich mich in Richtung des “Dining h” Bereichs auf, der sich vom Eingang gesehen im linken Bereich der Lounge befindet. Am Concierge Bereich wartete eine Mitarbeiterin auf die ankommenden Gäste und begrüßte diese mit einer leichten Verbeugung. Vor dem “Dining h” Bereich finden sich zahlreiche bequeme Sessel mit optimalem Blick auf das Rollfeld, sowie kleine Suiten für ein wenig Privatsphäre. Ich bin ja ein Fan davon mir das Treiben auf dem Vorfeld anzugucken und entschied mich daher erst einmal für einen Platz an der Fensterfront.

ana suite lounge tokyo haneda gate 110 sessel fensterfront

Die mittig platzierten Suiten sahen ebenfalls sehr bequem aus. Als Gast hat man hier einen eigenen Sessel mit Fußablage, Kopfhörer und einen eigenen TV – optimal wenn man seine Ruhe haben möchte. Seid ihr dagegen zu zweit oder in einer größeren Gruppe unterwegs, bieten sich die Sitzecke neben dem Raucherbereich oder die Tische im “Dining h” Bereich an.

ana suite lounge tokyo haneda gate 110 kabine

Sollten diese Plätze bereits belegt sein gibt es im rechten Teil der Lounge (in Richtung Noodle Bar) noch zahlreiche weitere Sitzmöglichkeiten für Paare oder Gruppen, die zum Entspannen, Arbeiten, oder Essen einladen. Leider bietet sich in diesem Teil der Lounge kein Blick nach draußen.

ana suite lounge tokyo haneda gate 110 sitzbereich

Zwischen den beiden Bereich der Lounge befinden sich individuelle Arbeitsplätze und Räume zum Telefonieren. Beide Räume lassen sich mit einer Tür schließen, sodass Privatsphäre garantiert ist. In der Mitte der Lounge befindet sich außerdem noch ein Service Bereich, der während meiner Abwesenheit die ganze Zeit besetzt war. Direkt neben dem Service Desk sind alle Statuskarten des Million Miler Programms von ANA ausgestellt. Auch Zeitschriften stehen hier zur Verfügung.

ana suite lounge tokyo haneda gate 110 ana million miler

Insgesamt machte die Lounge einen etwas überdimensionierten Eindruck auf mich. Die zahlreichen Sitzecken und Sessel bieten zahlreichen Passagieren Platz, sodass die Lounge während meines Besuchs nicht mal ansatzweise einen ausgelasteten Eindruck machte. Kurz vor meinem Abflug konnte man die Gäste in der Lounge sogar an zwei Händen abzählen. Ich würde jederzeit den linken Teil der Lounge bevorzugen, denn dieser wirkt mit der großen Fensterfront und Blick auf das Rollfeld einladender als der rechte Bereich der Lounge.

ANA Suite Lounge Tokyo Haneda – Essen und Getränke

Beim Essensangebot können Gäste zwischen dem “Dining h” Bereich im linken Bereich der Lounge und der Noodle Bar im rechten Bereich der Lounge wählen. Zwischen 19:30 – 00:30 Uhr wird der Dining h Bereich zum Restaurant. Die Tische sind gedeckt und Gästen wird eine Drei-Gänge-Menü mit Vorspeise, Hauptspeise und Nachtisch angeboten. Die Speisen sind noch ein wenig hochwertiger, unter anderem wird den Gästen Wagyu Beef serviert. Wer sich ein Bild von dem Menü machen möchte, der kann das auf der Webseite der ANA Suite Lounge tun.

Schön wäre es, wenn die Speisen auch zur Mittagszeit angeboten werden würden, denn die Flüge mit Ziel Europa verlassen Tokio in der Regel vor dem Abend. Allerdings gibt es auch tagsüber eine Speisekarte, von welcher warme Speisen aus der Küche geordert werden können.

Darüber hinaus gibt es natürlich ein Buffet an welchem man sich jederzeit bedienen kann. Als ich die Lounge betrat war das Buffet im “Dining h” Bereich an der einen oder anderen Stelle relativ leer gegrast, was mich angesichts der wenigen Gäste in der Lounge etwas überrascht hat. An kalten Speisen gab es Sushi, eine Salatbar, Frühlingsrollen, Kuchen und noch einiges mehr. Insgesamt hätte die Auswahl für eine First Class Lounge aber ein wenig umfangreicher sein können. Bei den hochprozentigen Getränken stand neben Whisky, Gin, Vodka und Wein auch Sake zur Auswahl.

Am Ende entschied ich mich für das Gratin von der Karte, obwohl mir von der Dame an der Noodle Bar der Burger empfohlen wurde. Das Gratin war verdammt heiß und definitiv frisch zubereitet. Geschmacklich war es ganz gut.

Getränke wurden in der ANA Suite Lounge am Platz serviert. Schon beim Betreten des linken Bereiches der Lounge kam eine Mitarbeiterin auf mich zu und begleitete mich zum Platz. Ich erhielt eine Getränkekarte und wurde nach meinem Getränkewunsch gefragt. Zum Start sollte es ein Champagner und ein Orangen-Saft sein. Mit den Getränken brachte man mir noch ein heißes Tuch.

ana suite lounge tokyo haneda gate 110 champagner und heißes tuch

Ich habe mich recht lang in der Lounge aufgehalten, so dass mir nach einiger Zeit erneut ein Tuch gebracht wurde. Insgesamt waren die Damen, die in der Lounge gearbeitet haben, sehr freundlich, aufmerksam und zuvorkommend. Bei der Auswahl der Speisen bin ich dagegen ein bisschen zwiegespalten. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass man mit der Getränkekarte am Anfang auch eine Karte für die warmen Gerichte ausgehändigt hätte. Am Buffet fällt die Speisekarte nicht sofort ins Auge.

ANA Suite Lounge Tokyo Haneda – Fazit

Die ANA Suite Lounge Tokyo Haneda hat mir insgesamt gut gefallen, aber für eine First Class Lounge nicht vollständig überzeugt. Der Service und die Freundlichkeit des Personals waren sehr gut, aber anderes ist man aus Japan nicht gewohnt. Die Zeit ließ sich mit Blick auf das Rollfeld gut überbrücken, doch einen bleibenden Eindruck konnte die Lounge auf mich nicht hinterlassen, dafür wirkte sie mit den dunklen Farben ein wenig zu schlicht. Insgesamt würde ich die ANA Suite Lounge eher als sehr gute Business Class Lounge bezeichnen. Wenn ich die ANA Suite Lounge mit der Business Class Lounge “The Pier” von Cathay Pacific vergleiche, dann hat mir “The Pier” besser gefallen.

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