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29. Oktober 2021 Mark 0 News

Vereinigtes Königreich plant Anpassung der Air Passenger Duty (APD)

Die britische Regierung plant eine Anpassung der Air Passenger Duty (APD) zum 01.04.2023. Wie bei der Vorstellung des neuen Budgets bekannt wurde, soll die Abgabe für Flüge innerhalb der Vereinigten Königreichs halbiert werden. Zudem soll neben den bisherigen zwei Preisbändern ein neues Ultra-Longhaul Preisband eingeführt werden, welches zukünftig mit der höchsten Abgabe belastet wird.

Wie hoch ist die Air Passenger Duty (APD)?

Die Air Passenger Duty (APD) ist eine Abgabe, die für alle Flugpassagiere mit Abflug im Vereinigten Königreich erhoben wird. Sie gilt nicht für ankommende Flüge und auch nicht für Passagiere, die nur im Vereinigten Königreich umsteigen und dabei weniger als 24 Stunden vor Ort sind. Die Höhe der APD hängt von der Reiseklasse und der Länge des Fluges ab. Sie gilt als eine der höchsten Luftverkehrsteuern und beträgt aktuell zwischen 13 und 180 GBP pro Flug. Die nächste Anpassung wird im April 2022 und damit ein Jahr vor den gestern angekündigten Anpassungen, stattfinden.

APD ab 01.04.2021

  • Band A (0 – 2.000 Meilen): 13 GBP in der niedrigsten Reiseklasse / 26 GBP in allen anderen Reiseklassen
  • Band B (2.000+ Meilen): 82 GBP in der niedrigsten Reiseklasse / 180 GBP in allen anderen Reiseklassen

APD ab 01.04.2022

  • Band A (0 – 2.000 Meilen): 13 GBP in der niedrigsten Reiseklasse / 26 GBP in allen anderen Reiseklassen
  • Band B (2.000+ Meilen): 84 GBP in der niedrigsten Reiseklasse / 185 GBP in allen anderen Reiseklassen

APD ab 01.04.2023

  • UK Domestic: 6,50 GBP in der niedrigsten Reiseklasse / 13 GBP in allen anderen Reiseklassen
  • Band A (0 – 2.000 Meilen): 13 GBP in der niedrigsten Reiseklasse / 26 GBP in allen anderen Reiseklassen
  • Band B (2.000 – 5.500 Meilen): 87 GBP in der niedrigsten Reiseklasse / 191 GBP in allen anderen Reiseklassen
  • Band C (5.500+ Meilen): 91 GBP in der niedrigsten Reiseklasse / 200 GBP in allen anderen Reiseklassen

Bemessungsgrundlange für die Preisbänder ist die Entfernung zwischen London und der Hauptstadt des jeweiligen Landes. So fallen beispielsweise alle europäischen Staaten und einige Staaten in Nordafrika in Preisband A, während der Rest der Welt in Preisband B (oder ab 2023 Preisband C) fällt.

Um 50% reduzierte APD für Inlandsstrecken ab 2023

Ziel der Air Passenger Duty Reform ist eine Stärkung des Luftverkehrs innerhalb des Vereinigten Königreichs. Zum 01.04.2023 wird daher ein neues Air Passenger Duty Preisband für UK Domestic Flüge eingeführt. Diese gilt für alle Flüge zwischen England, Schottland, Wales und Nordirland. Im Vergleich zum bisherigen Band A gilt eine um 50% reduzierte APD. Das heißt auf einem Flug von bspw. London nach Manchester fallen 6,50 GBP pro Richtung an. Laut Schatzkanzler Rishi Sunak, welcher die Änderung in seiner Rede zum Autumn Budget and Spending Review 2021 kommentierte, führe dies zu einer Halbierung der Abgabe für 9 Millionen Passagiere.

“Right now, people pay more for return flights within and between the four nations of the United Kingdom than they do when flying home from abroad. We used to have a return-leg exemption for domestic flights but were required to remove it in 2001. But today I can announce that flights between airports in England, Scotland, Wales and Northern Ireland will from April 2023, be subject to a new lower rate of Air Passenger Duty. This will help cut the cost of living, with 9 million passengers seeing their duty cut by half. It will bring people together across the UK. And because they tend to have a greater proportion of domestic passengers it is a boost to regional airports like Aberdeen, Belfast, Inverness and Southampton.” [Chancellor of the Exchequer Rishi Sunak]

Die Höhe der APD für Band B steigt dagegen leicht. Im Einklang mit dem Retail Price Index ist eine der Inflationsrate angepasste Erhöhung um 3 GBP (niedrigste Reiseklasse) bzw. 5 GBP (alle anderen Reiseklassen) geplant. Ein Economy Flug von London nach beispielsweise New York wird ab dem 01.04.2023 mit 87 GBP, statt heute 82 GBP, belastet.

Drei statt zwei Distanzbänder ab 2023

Die zweite größere Anpassung der APD betrifft Langstreckenflüge. Gab es bisher zwei Preisbänder für Flüge mit einer Länger von mehr oder weniger als 2.000 Meilen, wird es ab dem 01.04.2023 ein neues Ultra-Longhaul Preisband für Flüge mit einer Entfernung von 5.500 Meilen oder mehr geben. Betroffen sind damit unter Anderem Flüge nach Mexiko, Argentinien, Chile, Südafrika, Australien, aber auch Japan und große Teile Südostasiens. Die APD für dieses Preisband beträgt 91 GBP in der niedrigsten Reiseklasse und 200 GBP in allen anderen Reiseklassen. Ziel des neuen Bandes sei die Reduktion von CO2 Emissionen.

“We’re also making changes to reduce carbon emissions from aviation. Most emissions come from international rather than domestic aviation. So I’m introducing, from April 2023, a new ultra long haul band in Air Passenger Duty covering flights of over 5,500 miles, with an economy rate of £91. Less than 5% of passengers will pay more; but those who fly furthest will pay the most.” [Chancellor of the Exchequer Rishi Sunak]

APD macht Prämientickets ab dem Vereinigten Königreich unattraktiv

Die APD gilt bereits als die teuerste Luftverkehrsteuer auf der Welt und wird von den Fluggesellschaften automatisch als Teil der sogenannten „Tax Box“ in den Ticketpreis mit eingerechnet. Zusammen mit einem eventuell von der Airline erhobenen Treibstoffzuschlag und anderen Abgaben, wird die APD in der Regel auch an die Nutzer von Vielfliegerprogrammen weitergereicht. Prämientickets in der Business oder First Class, deren Abflugort im Vereinigten Königreich liegt, weisen daher fast immer mehrere hundert GBP an Zuzahlungen auf.

Wenn ihr mehr zu diesem Thema erfahren möchtet und lernen wollt, wie man die Zusammensetzung der Steuern und Gebühren mit der ITA Matrix nachvollziehen kann, werft einen Blick auf die folgenden Beiträge:

Vereinigtes Königreich plant Anpassung der Air Passenger Duty (APD) – Fazit

Die Air Passenger Duty zieht viel Kritik auf sich – und das nicht nur aufgrund ihrer Höhe. So wird die Erhebung zwar gerne mit dem Ziel der Reduktion von CO2 Ausstößen und Umweltschutz begründet, doch ist die Verwendung der eingenommenen Mittel nicht auf entsprechende Ausgaben eingegrenzt. Auch die Reduktion der APD für Inlandsflüge erscheint unter diesem Gesichtspunkt ironisch, sind es doch gerade Kurzstreckenflüge, die am ehesten durch andere umweltfreundlichere Verkehrsmittel ersetzt werden können.

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