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05. Mai 2020 Mark 0 News

Marriott verkauft Punkte im Wert von 920 Mio. USD an Amex und Chase

Der Verkauf von Meilen und Punkten an Banken und Finanzdienstleister in großer Zahl kann eine schnelle Liquiditätsspritze für Vielflieger- und Hotelprogramme in Krisenzeiten sein. Nachdem Konkurrent Hilton bereits im April eine solche Transaktion abgewickelt hatte und Hilton Punkte im Wert von 1 Milliarde US-Dollar an American Express verkaufte, gibt Marriott nun einen ähnlichen Deal bekannt. Die Hotelgruppe verkauft Punkte im Wert von 920 Millionen USD an American Express und JPMorgan Chase.

Den Verkauf der Punkte gab Marriott heute auf ihrer Webseite bekannt. Die erlösten 920 Millionen USD setzen sich aus zwei Transaktionen zusammen. American Express erwirbt Punkte im Wert von 350 Mio. USD, während JPMorgan Chase Punkte im Wert von 570 Mio. USD abnimmt.

“Marriott International, Inc. (“Marriott” or “the company”) today announced it has signed amendments to its existing co-brand credit card agreements with JPMorgan Chase & Co. (“Chase”) and American Express. These amendments will provide the company with $920 million of cash, further enhancing its liquidity, with $570 million coming from Chase and $350 million coming from American Express.”

Im gleichen Zuge gab die Hotelkette bekannt, dass die Verträge für die entsprechenden Co-Branding Kreditkarten verlängert wurden.

Auch bei dieser Transaktion ist unbekannt in welcher Anzahl American Express und JPMorgan Punkte erworben haben, ein ungefährer Wert lässt sich jedoch ableiten. An Programmteilnehmer verkauft Marriott Bonvoy regelmäßig Punkte zum Preis von ca. 0,8 bis 0,9 USD-Cent pro Punkt. Es ist davon auszugehen, dass sich die beiden Finanzdienstleister einen deutlich besseren Preis gesichert haben. Geht man von einem Einstandskurs von 0,5 Cent aus verfügt American Express nun über mindestens 70.000.000.000 zusätzliche Marriott Bonvoy Punkte. Für JPMorgan Chase ergibt sich entsprechend eine Zahl von 114.000.000.000 zusätzlichen Marriott Bonvoy Punkten.

Was passiert mit den Punkten?

Dass Banken und Finanzdienstleister Meilen und Punkte kaufen ist nichts Ungewöhnliches. Die Unternehmen erwerben diese um beispielsweise Kreditkarten mit einem Willkommensbonus in Form von Meilen oder Punkten ausstellen zu kennen. Ebenso müssen die für Kreditkartenumsätze vergebenen Punkte zuvor eingekauft werden. Während die Transaktion als solches nicht Ungewöhnliches ist, spielt der Zeitpunkt in diesem Fall durchaus eine Rolle. American Express und JPMorgan Chase verhelfen Marriott mit diesem vorgezogenen Kauf zu zusätzlicher Liquidität. Im Gegenzug dürfte Amex und JPMorgan jedoch einen Sonder-Rabatt ausgehandelt und die Punkte günstiger als sonst üblich erhalten haben.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die beiden Finanzdienstleister diesen Rabatt in indirekter Weise an den Endkunden weitergeben. So können Kreditkarteninhaber oder Neukunden in den nächsten Monaten und Jahren auf höhere Willkommensboni für Kreditkarten, höhere Sammelraten oder mehr Punkte für sonstige Aktionen hoffen.

Marriott verkauft Punkte im Wert von 920 Mio. USD an Amex und Chase – Fazit

Nach Hilton sichert sich nun auch Marriott eine zusätzliche Finanzspritze von aus dem Finanzsektor, die dem Unternehmen helfen könnte die Krise zu überstehen. Gleichzeitig dürften durch den vorgezogenen Kauf zukünftige Einnahmen aus Punkteverkäufen in noch größerem Umfang ausfallen, da sich Amex und Chase angesichts der aktuellen Situation einen ordentlichen Rabatt ausgehandelt haben dürfte. Für Punktesammler wiederum steigt die Wahrscheinlichkeit auf attraktive Punkteaktionen mit dem Auslaufen der Krise.

Wie ihr unseren Marriott Bonvoy Sweetspots entnehmen könnt, ließen sich mit 184 Mrd. Marriott Punkten  erworben wurden ca. 24,5 Mio. Nächte in einem Kategorie 1 Hotel (7.500 Punkte pro Nacht) buchen. Selbst in den teuersten Hotels der Gruppe, wie dem St. Regis Bora Bora, wären bei einem Punktepreis von 85.000 Punkten pro Nacht noch ca. 2,2 Mio. Übernachtungen möglich.

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