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04. März 2020 Markus 4 Marriott Bonvoy Tutorial, Meilen & Punkte einlösen, Sweetspots

Update März 2020: Marriott Punkte einlösen – Die Sweetspots

Neue Sweetspots aufgrund der Kategorieänderungen ab 04.03.2020! Wer gesammelte Marriott Punkte sinnvoll einlösen und dabei einen hohen Gegenwert pro Punkt erzielen möchte, sollte mit den Sweetspots des Programms vertraut sein. In diesem Artikel stellen wir euch praktische Beispiel vor und zeigen euch zudem, welchen Sonderfall ihr bei der Einlösung eurer Marriott Punkte für Gratisnächte in einigen der exklusivsten Luxushotels unbedingt beachten solltet…

Update März 2020: Am 04.03.2020 treten die Marriott Bonvoy Kategorieänderungen 2020 in Kraft, über die wir zuvor bereits berichtet haben. Dass Marriott Bonvoy die Kategorien der am Marriott Bonvoy Programm teilnehmenden Hotels anpasst, ist nichts Ungewöhnliches. Üblicherweise werden zum Anfang jeden Jahres Änderungen bekanntgegeben, welche dann im März in Kraft treten. Ungewöhnlich ist allerdings die große Anzahl an Hotels, die sich dieses Mal im Preis ändern: schlappe 2.185 Hotels sind betroffen. Leider hat es auch die meisten unserer bisherigen Marriott Bonvoy Sweetspots in Kategorie 1 getroffen, wie das Courtyard Bridgeport Clarksburg, AC Hotel La Rioja, Courtyard Chicago Elgin oder Fairfield Inn & Suites Atmore. Diese wurden nämlich in die Kategorie 2 hochgestuft, sodass die benötigte Punktezahl auf 12.500 steigt und der Gegenwert für einen Punkt dadurch um einiges sinkt. Deshalb haben wir die Sweetspots nun für euch entsprechend aktualisiert.

Nachdem wir uns in einem vorherigen Artikel alle Möglichkeiten angesehen haben, wie man Marriott Bonvoy Punkte einlösen kann, machen wir uns nun an die Umsetzung des Gelernten. Wir rufen uns noch einmal ins Gedächtnis: Eine Nacht in der niedrigsten Hotelkategorie 1 kann man für 7.500 Marriott Punkten buchen, die höchste Kategorie 8 erfordert 85.000 Punkte pro Nacht im Standardzimmer (leicht höhere/niedrigere Preise gelten in der Haupt- bzw. Nebensaison). Im Schnitt liegt der Wert eines Marriott Punktes, den ihr bei der Einlösung für Hotelübernachtungen erwarten könnt, bei etwa 0,7 EUR-Cent pro Punkt. Allerdings gibt es sowohl nach unten als auch nach oben klare Ausreißer. Erzielt ihr einen höheren Gegenwert bei der Einlösung, handelt es sich definitiv um eine gute Einlösemöglichkeit. Wie auch bei anderen Hotelprogramen, wie zum Beispiel Hilton Honors oder World of Hyatt, empfehlen sich besonders Luxushotels an klassischen Urlaubszielen für die Punkteinlösung. Doch auch abseits dieser wartet das Marriott Programm mit einigen Sweetspots auf. Je nach Saison und Auslastung können die Hotelpreise natürlich schwanken, wodurch sich der Gegenwert ändert. Die unten aufgeführten Gegenwerte sind daher nicht garantiert, sondern sollten als Indikator gesehen werden.

Marriott Punkte einlösen in Kategorie 1 Hotels

Wie auch bei anderen Hotelprogrammen, sind es bei Marriott Bonvoy insbesondere Hotels am oberen und unteren Ende der Punktepreis-Skala, die einen hohen Gegenwert bei der Einlösung von Marriott Punkten bieten können. In unserer stichprobenartigen Analyse boten ein nicht zu vernachlässigender Teil der untersuchten Hotels aus der Marriott Kategorie 1 einen Gegenwert von über 1,0 Cent pro Punkt. Viele davon sind in den USA zu finden. Dennoch sind die von uns identifizierten Top 5 Sweetspots aus Kategorie 1 recht breit über die Welt gestreut – nur Europa sucht man vergebens:

  1. Four Points by Sheraton Riyadh Khaldia – 7.500 Punkte –  138 EUR – 1,84 Cent/Punkt
  2. Delta Hotels Shanghai Baoshan – 7.500 Punkte –  109 EUR – 1,45 Cent/Punkt
  3. Four Points by Sheraton Bakersfield – 7.500 Punkte –  108 EUR – 1,44 Cent/Punkt
  4. Protea Zebula Lodge – 7.500 Punkte –  103 EUR – 1,37 Cent/Punkt
  5. ITC Kakatiya, a Luxury Collection Hotel, Hyderabad – 7.500 Punkte – 102 EUR – 1,36 Cent/Punkt

Auf Platz 1 in unserem Gesamtvergleich liegt neuerdings das Four Points by Sheraton Riyadh Khaldia in Saudi Arabien, mit dem sich ein weit überdurchschnittlicher Gegenwert von 1,84 Cent pro Punkt erzielen lässt. Eine Übernachtung hier erfordert dank Abstufung aus Kategorie 2 in Kategorie 1 jetzt nur noch 7.500 Punkte, kostet bei regulärer Buchung (z.B. an einem Wochenende im November 2020) aber etwa 138 Euro. Der Gegenwert, den ihr damit erzielt, ist mehr als doppelt so hoch wie der beste Kaufpreis von Marriott Punkten (ca. 0,8 EUR-Cent) während der letzten Rabattaktion.

Four Points Riyadh
Blick aus dem Four Points by Sheraton Riyadh auf die Altstadt © Marriott

Auch in den USA findet sich ein Hotel aus Kategorie 1, in dem sich ein Gegenwert erzielen lässt, der über 1,0 Cent pro Punkt liegt: Das Four Points by Sheraton Bakersfield eignet sich prima für Geschäftsreisende in Kalifornien. Hier stehen 7.500 benötigte Marriott Punkte einem regulären Preis von knapp 110 Euro gegenüber, was einen sehr attraktiven Wert von 1,44 Cent pro Punkt ergibt.

Four Points Bakersfield
Buchbar für nur 7.500 Punkte © Marriott

Marriott Kategorie 1 Hotels mögen nicht die spannendste oder attraktivste Einlösemöglichkeit sein, bieten aber potenziell ganzjährig einen hohen Gegenwert bei der Einlösung. Natürlich haben wir nur einen Teil der insgesamt fast 400 Kategorie 1 Hotels weltweit untersucht. Ihr solltet daher grundsätzlich auch andere Hotels aus dieser Kategorie berücksichtigen. Eine Übersicht verschafft ihr euch schnell und einfach mit der Marriott Hotelsuche.

Marriott Punkte einlösen in Kategorie 7 und 8 Hotels

Doch auch Marriott Bonvoy Mitglieder, die ihre Punkte vorzugsweise für Luxushotels einlösen, werden nicht enttäuscht. Es sind natürlich besonders die exklusiven Marken von Marriott, wie zum Beispiel Le Méridien, Ritz-Carlton oder St. Regis, die bei Punktesammlern beliebt sind. Auch, wenn der Gegenwert in unserem Versuch im Schnitt nicht ganz so hoch ist, wie in Kategorie 1, ist die absolute Ersparnis hier am höchsten. Die meisten dieser luxuriösen Marken fallen in die Marriott Kategorien 7 und 8 und erfordern damit laut Award Chart 60.000 bzw. 85.000 Punkte pro Nacht im Standardzimmer in der regulären Saison. Die folgenden vier Sweetspots sind von den Kategorieänderungen im Jahr 2020 nicht betroffen und bleiben uns daher glücklicherweise erhalten:

  1. The Ritz-Carlton Tokyo – 85.000 Punkte – 1.298 EUR – 1,53 Cent/Punkt
  2. St. Regis Bora Bora – 85.000 Punkte – 1.298 EUR – 1,18 Cent/Punkt (durch fällige Zuzahlung)
  3. The Ritz-Carlton Ras Al Khaimah Al Wadi Desert – 60.000 Punkte – 675 EUR –  1,13 Cent/Punkt
  4. Le Méridien Bora Bora – 60.000 Punkte – 739 EUR – 0,8 Cent/Punkt (durch fällige Zuzahlung)

Mit 85.000 Punkten oder knapp 1.300 Euro liegt das Ritz-Carlton Tokyo aus Kategorie 8 auf dem ersten Platz der höchsten Kategorien. Der Gegenwert von 1,53 Cent/Punkt ist mehr als doppelt so hoch wie der von uns ermittelte Durchschnittswert von 0,7 Cent. Geht man davon aus, dass ihr die Punkte zum Bestpreis von 0,80 Cent pro Punkt gekauft habt, kostet euch eine Nacht effektiv “nur” 680 Euro. Das macht eine beeindruckende absolute Ersparnis von etwa 600 Euro bzw. fast 50%! Einschränkend sei gesagt, dass das Hotel in der Nebenreisezeit auch ab ca. 700 Euro pro Nacht buchbar ist. Doch selbst mit diesem Preis ergibt sich noch ein überdurchschnittlicher Gegenwert pro Punkt.

Ritz-Carlton Tokyo Marriott Punkte einlösen
The Ritz-Carlton Tokyo © Ritz Carlton

Auf das St. Regis auf Platz 2 gehe ich im nächsten Abschnitt separat ein, da es sich um einen Sonderfall handelt. Daher schauen wir uns zunächst den Sweetspot auf Platz 3 an: Das Ritz-Carlton Ras Al Khaimah Al Wadi Desert. In diesem Resort inmitten der Wüste der VAE durfte ich selbst sogar schon im Rahmen einer Veranstaltung Gast sein und ich kann euch sagen der Blick in die Weiten der Wüste, vor allem zum Sonnenuntergang, ist der Wahnsinn. Zum abgefragten Termin liegt der Normalpreis bei 675 Euro pro Nacht. Dem stehen 60.000 erforderliche Marriott Punkte gegenüber, was einem Gegenwert von 1,13 Cent pro Punkt entspricht. Je nach Reisezeitraum kann der Preis auch bei über 1.000 Euro liegen, was den Gegenwert auf grandiose 1,66 Cent pro Punkt steigen lässt.

Marriott Punkte einösen Ras Al Khaimah
The Ritz-Carlton Ras Al Khaimah Al Wadi Desert © Marriott

Sonderfall bei einigen Luxus-Resorts: Upgrade durch Zuzahlung

Bei den beiden Resorts auf Bora Bora auf Platz 2 und 4 stoßen wir auf eine Besonderheit: Zusätzlich zur erforderlichen Punktezahl wird bei diesen Hotels eine Zuzahlung fällig. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass diese exklusiven Hotels über gar keine Standardzimmer verfügen. Damit wird quasi automatisch eine Upgrade-Zuzahlung in bar fällig. Im Le Méridien Bora Bora beträgt die Zuzahlung zum abgefragten Datum 251 Euro pro Nacht, im St. Regis Bora Bora 293 Euro pro Nacht. Auf der Website sieht das so aus:

Le Méridien Bora Bora Upgrade Zuzahlung

Betrachten wir zunächst nur die benötigte Punktzahl – 85.000 beim St. Regis bzw. 60.000 beim Le Méridien – ergibt sich bei beiden Luxushotels ein überdurchschnittlicher Gegenwert von 1,53 bzw. 1,23 Cent pro Punkt. Unter Berücksichtigung der Zuzahlung, die unausweichlich in bar zu leisten ist, sinkt der Gegenwerte natürlich. Ziehen wir die Zuzahlung vom Standardpreis ab und stellen den verbleibenden Betrag den benötigten Punkten gegenüber fällt der Gegenwert beim St. Regis auf 1,18 Cent pro Punkt ab. Damit erzielt ihr aber immer noch einen deutlich über dem Durchschnitt liegenden Gegenwert. Beim Le Méridien ist dies nicht der Fall. Der Gegenwert unter Berücksichtigung der Cash-Zuzahlung liegt mit 0,8 Cent nur noch im Durchschnitt.

St. Regis Bora Bora
Einen überdurchschnittlichen Gegenwert für eure Marriott Punkte erreicht ihr trotz Cash-Zuzahlung im luxuriösen St. Regis Bora Bora © Marriott

Marriott Punkte einlösen – Fazit

Auch bei Marriott Bonvoy gilt: Hotels mit einem sehr hohen Gegenwert pro Punkt finden sich am ehesten in den Hotelkategorien 1 und 8. All denjenigen, die so effektiv wie möglich Marriott Punkte einlösen möchten, sei eine Buchung eines Hotels innerhalb dieser Kategorien nahegelegt. Prüfen solltet ihr definitiv, ob bei eurem gewählten Hotel eine zusätzliche Cash-Zahlung gefordert wird, da dies den tatsächlichen Gegenwert potenziell senkt. Der durchschnittliche Gegenwert in den Kategorien 2 und 7 lag in unserem Test leicht über 0,7 Cent pro Punkt und damit genau im Gesamtdurchschnitt. Auch hier kann es sich aber auszahlen nach Ausreißern Ausschau zu halten. In den verbleibenden Kategorien 3 bis 6 lagen die Gegenwerte dagegen unter dem Durchschnitt. Ob Budget-Hotel aus der niedrigsten Kategorie oder Luxusresort aus den höchsten Kategorien – in jedem Fall gilt: Vergleicht immer Punkte- und Cashpreis, denn Hotelpreise sind, ähnlich wie Flugpreise, ständig in Bewegung.

Kennt ihr noch andere Sweetspots, bei denen man einen guten Gegenwert für Marriott Punkte erhält? Hinterlasst einen Kommentar!

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