Der Miles & More Meilenvorschuss ist eine Überziehungsmöglichkeit für Statuskunden. Als Miles & More Senator könnt ihr euer Meilenkonto vorübergehend ins Minus führen und Prämienflüge trotzdem buchen, obwohl noch nicht alle Meilen auf dem Konto sind. In diesem Artikel erläutern wir die Regeln und die wichtigsten Fallstricke.
Was ist der Meilenvorschuss bei Miles & More?
Der Miles & More Meilenvorschuss gilt nur für die beiden höchsten Statuslevel im Miles & More Statusprogramm. Inhaber des Senator Status können das Meilenkonto zeitweilig um bis zu 50.000 Meilen überziehen. HON Circle Member erhalten einen höheren Rahmen von bis zu 100.000 Meilen. Gerade bei einer kurzfristigen Prämienflugbuchung fehlen manchmal nur ein paar Meilen. In solchen Fällen kann der Meilenvorschuss helfen, weil ihr den Flug trotzdem buchen könnt und das Meilenkonto vorübergehend ins Minus rutscht.
Lohnt sich der Miles & More Senator Status? Meine Erfahrung nach 10 Jahren
Wenn man den Wert einer Miles & More Meile mit 1 bis 2 Cent ansetzt, entspricht ein Meilen-Überziehungsrahmen von 50.000 Meilen einem Gegenwert von etwa 500 bis 1.000 Euro – im Endeffekt ein zinsfreier “Meilenkredit”, den Miles & More ihren Senatoren einräumt.
So funktioniert der Meilenvorschuss
In der Praxis erfolgt der Meilenvorschuss weniger spektakulär, als es klingt: Ihr bucht eine Flugprämie oder löst Miles & More Meilen ein, obwohl euch ein Teil der Meilen fehlt. Solange ihr innerhalb des erlaubten Rahmens bleibt, wird die Einlösung trotzdem durchgeführt – und euer Kontostand ist danach entsprechend negativ. Entscheidend ist schlicht, dass die Überziehung innerhalb des Limits bleibt. Miles & More erlaubt euch daher, euer Meilenkonto wie ein Konto mit Dispo zu nutzen – bis zur Obergrenze von 50.000 Meilen. Alles, was darüber hinausgeht, funktioniert nicht mehr. Es geht also nicht darum, wie viele Meilen euch noch fehlen, sondern wie weit euer Kontostand nach der Einlösung ins Minus rutscht.
Beispiel: Euer Meilenkonto steht bereits bei -15.964 Meilen. In diesem Fall könnt ihr noch bis -50.000 Meilen gehen. Rechnerisch habt ihr also noch 34.036 Meilen “Spielraum” im Rahmen des Meilenvorschusses (50.000 – 15.964 Meilen).

Wichtig: Der Meilenvorschuss ist kein geschenkter Bonus, sondern einfach euer zulässiger negativer Kontostand. Wenn ihr später wieder Meilen sammelt, füllt ihr zuerst dieses Minus auf.
Was passiert, wenn ihr zum Statusende noch im Minus seid?
Miles & More nennt in den öffentlich auffindbaren Hilfe- und Vorteilsseiten (Link) zum Meilenvorschuss schon seit längerer Zeit lediglich diese eine Regel:
“Bitte beachten Sie, dass der Meilenvorschuss vor Ablauf der Statusgültigkeit ausgeglichen werden muss.”
Was passiert aber, wenn der Senator Status endet und das Konto weiterhin im Minus ist? Die früher sichtbare Formulierung, wonach Miles & More bei nicht ausgeglichenem Meilenvorschuss die genutzten Meilen in Rechnung stellen kann – mit einem genannten Richtwert von 2,4 Cent pro negativer Meile – würde bei 50.000 negativen Meilen rechnerisch rund 1.200 Euro entsprechen.
Auf Nachfrage bei der Senator Hotline wurde uns allerdings bestätigt, dass ein negativer Kontostand nicht mehr automatisch in Rechnung gestellt wird. Das Miles & More Konto bleibt in diesem Fall schlicht im Minus bestehen. Mit dem Verlust des Senator Status endet jedoch auch die Möglichkeit, das Konto weiter zu überziehen. Solange sich das Konto im negativen Bereich befindet, sind Prämienbuchungen in der Praxis daher nicht möglich – erst wenn ihr durch neue Meilengutschriften oder den Kauf von Miles & More Meilen wieder im Plus seid, könnt ihr erneut Prämienflüge buchen.
Hinweis: Diese Information basiert auf einer Hotline-Auskunft und ist nicht als Regel öffentlich dokumentiert.
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Miles & More Meilenvorschuss – Fazit
Der Meilenvorschuss ist eine Überziehungsmöglichkeit für Miles & More Senatoren und HON Circle Member, die euch kurzfristig mehr Flexibilität beim Einlösen verschafft. Sinnvoll ist das vor allem dann, wenn euch für eine konkrete Einlösung nur wenige Meilen fehlen und ihr sehr sicher seid, dass ihr den negativen Kontostand wieder ausgleichen könnt – zum Beispiel durch bevorstehende Flüge, Kreditkartenumsätze oder geplante Partnergutschriften. So könnt ihr vermeiden, eine Buchung nur deshalb zu verpassen, weil euer Kontostand gerade knapp nicht reicht.
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