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08. September 2020 Markus 1 News

Muss sich Lufthansa noch weiter verkleinern?

Lufthansa feilt an einer Gesamtstrategie für die kommenden Jahre, so berichtet es zumindest das Handelsblatt. Seit Wochen ist bekannt, dass der Konzern um 100 Flugzeuge und ungefähr 22.000 Vollzeitstellen schrumpfen wird. Möglicherweise werden diese Einschnitte aber nicht ausreichen, weil sich die Schlüsselmärkte der Lufthansa nicht so schnell erholen wie gedacht. Die Lufthansa Group könnte sich daher noch weiter verkleinern, auch wenn grundsätzlich alle noch bestehenden Airline-Marken und Drehkreuze bestehen bleiben sollen.

Langstrecken und Geschäftsreiseverkehr erholen sich kaum

Lufthansa hatte gehofft, die Folgen der Corona-Pandemie schneller überwinden zu können. Doch bis Ende 2020 wird die Lufthansa Group wohl nur 40 Prozent ihrer eigentlichen Kapazität anbieten. Mehr gibt die aktuelle Nachfrage einfach nicht her. Geplant waren aber ursprünglich 60 Prozent des Vorkrisenangebots. Deshalb wird die Flotte vielleicht um mehr als die bisher kommunizierten 100 Flugzeuge verkleinert. Auch das Kabinenpersonal könnte damit um fast 4.000 Stellen und nicht um die geplanten 2.700 verringert werden. Die schlimmsten Prognosen sprechen von bis zu 42.000 Mitarbeitern, die gehen müssten.

Fest steht: Die lukrativen Langstrecken, Transatlantikrouten sowie der Geschäftsreiseverkehr sind weiterhin auf einem Minimum. Da sich das kurzfristig kaum ändern wird und die Lufthansa Group pro Monat liquide Mittel in Höhe von 500 Millionen Euro verliert, wird eine Strategie über das aktuelle Jahr und über das staatliche Rettungspaket hinaus benötigt.

Mehr Fokus auf Privatreiseverkehr?

Wenn also Langstrecken kaum durchgeführt werden können und die Geschäftsreisenden fehlen, bleibt im Umkehrschluss nur die touristische Kurz- und Mittelstrecke, um Geld zu verdienen. Bereits vor der Pandemie wollte die Lufthansa Group sich stärker auf den touristischen Flugverkehr konzentrieren, weil man hier das größte Wachstum erwartete. Hierfür wurde das Projekt „Ocean“ ins Leben gerufen, von dem wir bereits berichtet haben. Ocean soll ab Frankfurt und München touristische Ziele anfliegen. Nun sieht es so aus, als hätte Lufthansa gar keine andere Wahl, als in dieses Segment einzusteigen. Ob es Ocean mit den dort etablierten Billig- und Ferienfliegern aufnehmen kann muss sich dann recht schnell zeigen. Lufthansa-Tochter Eurowings gelang das nie komplett. Zwar betrachten die Arbeitnehmervertreter die Ocean-Pläne sehr skeptisch, weil sie befürchten, dass bestehende Tarifvereinbarungen für Ocean nicht gelten werden, doch die Konkurrenz im Privatreisesegment arbeitet mit geringen Kosten, vor allem beim Personal.

Muss sich Lufthansa noch weiter verkleinern? – Fazit

Die Lufthansa kann das Rad nicht neu erfinden und muss mit den Werkzeugen arbeiten, die ihr zur Verfügung stehen: Kostensenkung, neue Einnahmequellen oder Staatshilfe. Ein weiteres staatliches Rettungspaket kommt wohl weniger in Frage und ließe sich auch nicht mit einer drastischen Reduzierung der Belegschaft vereinbaren. Ob eine eigene Low-Cost-Ferien-Airline, die Ocean offenbar werden soll, tatsächlich eine gute Lösung für die aktuellen Probleme ist, wage ich nicht zu beurteilen.

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