british airways business class boeing 747 sitz 62k
27. Februar 2020 Sebastian 1 Business Class Review

Review: British Airways Business Class Boeing 747-400 London nach Chicago

Nachdem ich meinen ersten Langstreckenflug in der British Airways First Class von Sydney nach Singapore absolviert hatte, stand eine Woche später direkt der nächste Langstreckenflug mit British Airways an. Dieses Mal jedoch in der British Airways Business Class Boeing 747-400. An Bord befand sich die alte und nicht mehr wirklich zeitgemäße BA Business Class. Die neue Business Class, welche zusammen mit dem A350-1000 eingeführt wurde, sollte ich erst auf meinem Rückflug testen dürfen.

British Airways Business Class Boeing 747-400 – Die wichtigsten Daten

  • Airline: British Airways
  • Flugzeugtyp: Boeing 747-400
  • Flugnummer: BA295
  • Flugzeit: 08:50 Stunden
  • Tag/Nacht: Tagflug
  • Reiseklasse: Business Class
  • Kabinen-Konfiguration: 2 – 2 Upper Deck / 2 – 4 – 2 Lower Deck
  • Kabinen-Größe: 20 Sitze in 5 Reihen Upper Deck / 32 Sitze in 4 Reihen Lower Deck
  • Sitzbreite: 20 Zoll / 50,8 cm
  • Pitch/Sitzabstand: 72 Zoll / 183 cm
  • Recline: 180 Grad

British Airways Business Class Boeing 747 Flugzeug

British Airways Business Class Boeing 747-400 – Boarding/Kabine

Nach meinem Besuch in der British Airways Galleries Lounge bei den B Gates machte ich mich ca. 20 Minuten vor dem Boarding auf den Weg zum Gate. Die Schilder für die jeweiligen Boarding Gruppen waren bereits aufgestellt. Bei Abflügen aus Frankfurt oder Zürich in die USA wird man in der Regel vor dem Gate von Mitarbeitern der Airlines abgefangen und befragt. Was ist der Grund für die Reise in die USA? Wurde der Koffer selbst gepackt? Bei British Airways wurden dagegen vereinzelt Fluggäste aufgerufen und befragt. Ich hatte Glück und konnte ohne zusätzliche Befragung das Flugzeug betreten. Ich gehörte zur Boarding Gruppe 2 und das Boarding erfolgte über Tür 2L, hinter welcher sich die Treppe auf das Upper Deck der 747 befindet.

Im vorderen Bereich des Lower Decks ist die First Class mit 14 Sitzen verbaut. Dahinter folgt die Premium Economy Class (World Traveller Plus) mit 36 Sitzen in einer 2 – 4 – 2 Konfiguration. Erst hinter der Premium Economy schließt sich die Business Class an, ebenfalls in einer 2 – 4 – 2 Konfiguration und mit 32 Sitzen in lediglich 4 Reihen. Daher war ich durchaus zufrieden, dass ich mit Platz 62K im Upper Deck einen der besseren Plätze abbekommen hatte. Im Upper Deck befinden sich 20 Business Class Sitze in 5 Reihen.

British Airways Business Class Boeing 747 Seatmap Seatugur
British Airways Business Class Boeing 747 Seat Map ©Seatguru

Wählt ihr einen Platz auf dem Upper Deck, reserviert nach Möglichkeit einen der grünen Plätze auf der abgebildeten Seat Map. Bei diesen habt ihr direkten Zugang zum Gang ohne über euren Nachbarn hinüber steigen zu müssen. Im Upper Deck gibt es jeweils eine Toilette im vorderen und eine im hinteren Teil. Da die Flugzeuge des Typs 747-400 schon etwas in die Jahre gekommen sind, sind auch die Toiletten relativ eng und man hat nicht viel Platz um sich zu bewegen. Über den Sitzreihen befinden sich Overhead Bins zum Verstauen von Gepäck. Das Boarding lief ohne größere Probleme ab, so dass wir pünktlich vom Pushback-Schlepper zurückgeschoben wurden.

British Airways Business Class Boeing 747-400 – Sitz/Bett

Die Sitze der alten British Airways Business Class sind alles andere als zeitgemäß, aber das ist sicherlich den meisten bewusst, die sich etwas mehr mit der Business Class von British Airways beschäftigt haben. Wenn ihr in der Boeing 747 von British Airways unterwegs seid, dann solltet ihr auf jeden Fall versuchen euch die Plätze 62A oder 62K zu sichern. Diese liegen direkt am Notausgang und bieten somit vom Fensterplatz direkten Zugang zum Gang, ohne über die Beine des Sitznachbarn steigen zu müssen. Als Alternative bieten sich noch 64A und 64K. Wer gerne im Gang sitzt, dem empfehle ich die Plätze 63B und 63J, wo kein Nachbar über euch hinübersteigen muss. Allerdings sitzt man auf diesen Plätzen gefühlt mitten in der Kabine. Der Sitz ist mit 51cm relativ schmal und man fühlt sich schnell etwas eingeengt.

Was bei der British Airways Club World absolut gewöhnungsbedürftig ist, ist die unmittelbare Nähe zum Sitznachbarn. Sollte es sich bei der Person nicht um Partner oder Bekannten handeln, ist es schon ein komisches Gefühl einer fremden Person so Nahe gegenüber zu sitzen. Es gibt zwar eine Trennwand, die nach oben gefahren werden kann, doch zum Start und zur Landung muss diese unten bleiben. Sobald die Anschnallzeichen erloschen sind stellt sich dann die Frage, wer als ersten auf den Knopf drückt und die Trennwand nach oben fährt, weil er/sie vom Anblick seines gegenüber genug hat. Bei uns löste dieses Problem der Steward, der beim Servieren des ersten Getränks den Knopf drückte.

Der Monitor ist mit 12 Zoll der Konkurrenz natürlich weit überlegen. Nein, Quatsch, der Monitor ist wahrscheinlich der kleinste, den ich bisher in einer Business Class gesehen habe. Dieser ist vorne an der Sitzschale angebracht und muss zum Start und zur Landung eingeklappt werden. Der Tisch befindet sich direkt unter dem Monitor, wird umgeklappt und lässt sich dann zu einem heranziehen. Der Tisch war ein bisschen wackelig und leicht nach links gebogen, so dass ich schon bedenken hatte, ob das Glas darauf stehen bleiben würde. Es ging aber während des gesamten Fluges gut und das Glas blieb auf dem Tischen stehen und machte keinen eigenen Abflug.

Unter der Trennwand befinden sich die Knöpfe zum Einstellen der Sitzposition. Der Sitz lässt sich natürlich in einer Lie-Flat Postion bringen. Positiv zu erwähnen sind die Verstauchfächer, die sich vor den Fenstern befinden. Diese bieten genug Platz um dort einen Rucksack, Handtasche, Notebook, oder ähnliches zu verstauen. Bei den Gangplätzen muss man seine Sachen dagegen im Overhead Bin verstauen.

Die Fußablage wird zu Start und zur Landung fest gemacht und lässt sich während des Fluges herunterklappen. Meiner Meinung nach bietet dieser auch nicht genug Platz für die Füße, wenn man seine Position einmal ändern möchte. Seitlich des Sitzes befindet sich der Controller für den Monitor und ein USB Anschluss. Eine Steckdose findet man unten an der Sitzschale. Ebenfalls an gleicher Stelle befindet sich noch eine Staufach für die Schuhe.

Da es sich um einen Tagflug handelte, habe ich den Sitz nicht komplett zu einem Bett umgewandelt, sondern nur ein wenig in die Schräglage gebracht. Wirklich bequem war der Sitz auf Dauer nicht. Der kleine Ottoman trug sein Übriges dazu bei. Negativ zu erwähnen ist ebenfalls, dass die Sitzschalen so miteinander verbunden sind, dass dieser teilweise wackelt, bzw. man es spürt, wenn der Sitznachbar den Sitz verstellt.

British Airways Business Class Boeing 747-400 – Entertainment

Ich hatte mich bereits bei meinem British Airways First Class Flug über die kleine Größe des Monitors (15 Zoll) gewundert, aber wie bereits oben geschrieben, wurde das mit 12 Zoll in der Business Class nochmal getoppt. Immerhin hatte dieser aber schon eine Touchscreen Funktion. Die Menüsprache gab es in Englisch, Spanisch und Mandarin. Das Entertainment Angebot entsprach dem meines First Class Fluges. Neben Filmen gibt es Serien, allerdings keine kompletten Box Sets, Spiele und ein Routensystem von GeoFusion. Die Over Ear Kopfhörer hatten eine Noise Cancelling Funktion. Jedoch taten die Kopfhörer mir nach ein paar Stunden an den Ohren weh und ich wechselte zu Serien auf meinem Tablet. Eine Auswahl der Filme, die aktuell bei British Airways angeboten werden, findet ihr auf der Homepage von British Airways. WiFi wurde auf unserem Flug nicht angeboten. Das heißt nicht, dass es in allen Maschinen des Typs Boeing 747 so ist. In manchen Maschinen ist eine WiFi Funktion verbaut.

Live TV, wie es zum Beispiel Lufthansa in einigen Flugzeugtypen anbietet, gibt es bei British Airways nicht. Lediglich eine Zusammenfassung der Nachrichten des Tages und des Premier League Spieltages des letzten Wochenendes.

British Airways Business Class Boeing 747-400 – Essen/Service/Amenity Kit

Im Gegensatz zu meinem First Class Flug, wo die Crew noch relativ jung war, hatte ich bei dem Business Class Flug eine ältere Crew erwischt. Im Upper Deck waren zwei Crewmitglieder für die 20 Gäste zugeteilt. Die Galley befindet sich im hinteren Teil der Kabine und bietet der Crew meiner Meinung nach genug Platz das Essen vorzubereiten. Ich wurde beim Eintritt in das Flugzeug freundlich begrüßt und man sagte mir, dass sich mein Sitz im Upper Deck befinden würde. Dort Platz genommen wurde mir nach einiger Zeit ein Glas Champagner, Orangensaft oder ein Glas Wasser angeboten. Ich entschied mich für den Champagner. Kurz darauf wurde mir das Amenity Kit, welches von The White Company ist, gereicht. Dieses beinhaltet Socken, Zahnbürste, einen Kugelschreiber, Feuchtigkeitscreme, Ohrstöpsel und eine sehr weiche, angenehm sitzende Augenmaske.

Noch vor dem Start wurde den Gästen das etwas dünne Menü ausgehändigt. Bei British Airways druckt man das Wesentliche auf ein paar wenige Seiten. Allerdings benötigt man bei einem Flug in die USA das Menü in keiner zweiten Sprache.

Nachdem Start wurde mir der erste Drink mit ein paar Nüssen serviert. Das Kristallglas, in dem mein Drink serviert wurde, hat mir sehr gut gefallen. Nachdem mein Drink leer war, fragte mich der Steward freundlicherweise, ob ich noch einen weiteren Drink möchte. Insgesamt fand ich den Steward, der unsere Seite betreut hat sehr freundlich und aufmerksam.

British Airways Business Class Boeing 747 Gin Tonic Nuesse

Beim Essen entschied ich mich für das Chicken Tikka Masala, das eine ordentliche Portionsgröße hatte. Zur Vorspeise wurde geräucherter Lachs serviert. Als Nachtisch gab es eine Käseplatte, die bei vielen Airlines angeboten wird. Etwas enttäuschend ist die Präsentation des Essens. Es wird alles auf einem kleinen Tablet serviert, was sicherlich auch den Sitzen geschuldet ist. Für die Crew ist der Sitz schwer zu erreichen und so ist das Tablet natürlich eine gute Hilfestellung. Hinzu kommt, dass das Hauptgericht aus der Alufolie auf den Teller gekippt wird. Es würde schon ein bisschen netter aussehen, wenn man die Soße am Rand wegwischen würde. So sieht es immer wie raufgeklatscht aus.

Vor der Ankunft verzichtete ich auf den Afternoon Tea, da ich noch gesättigt war von der Hauptspeise. So blieb es bei ein paar Getränken, bevor wir nach knapp acht Stunden Chicago erreicht hatten. Kurz vor Landung verabschiedete sich der Steward noch mit Händedruck bei jedem einzelnen Gast. Eine nette Geste des Stewards, aber ich bin kein Fan davon, dass man jedem einen Händedruck geben muss, sei es im Flugzeug, oder morgens auf der Arbeit.

British Airways Business Class Boeing 747-400 – Fazit

Mein Ding ist die alte Business Class von British Airways nicht. Ich finde es etwas unangenehm, wenn man einer fremden Person so nahe gegenübersitzt und dieser die ganze Zeit direkt ins Gesicht starren kann oder muss. Da ist mir die 2 – 2 – 2 Konfiguration bei Lufthansa doch etwas lieber, wo man lediglich nebeneinandersitzt. Hinzu kommt noch, dass der Sitz mir zu persönlich zu eng war und ich nach einiger Zeit nicht mehr wusste, wie ich sitzen sollte. Am Service hatte ich dagegen nichts auszusetzen. Klar geht es bei der Präsentation besser, aber geschmacklich war es ok und unser Steward war sehr aufmerksam und sehr freundlich.

Seit ihr schon in der British Airways Business Class geflogen? Welche Erfahrung habt ihr gemacht?

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