Vietnam Airlines Business Class A350 900 Sitz Von Der Seite
26. Januar 2023 Sebastian 6 Business Class Review

Review: Vietnam Airlines Business Class Airbus A350-900 Paris via Ho-Chi-Minh-Stadt nach Sydney

Jeder der sich mit dem Thema Meilen beschäftigt und in letzter Zeit versucht hat einen Prämienflug zu buchen, hat gemerkt wie schwer die sein kann. Für viele Airlines bestehen deutlich weniger Prämienflugverfügbarkeiten als zuvor üblich. Der Flug, der uns Richtung Downunder bringen sollte, war deshalb ein Flug in der Vietnam Airlines Business Class Airbus A350-900 von Paris über Ho-Chi-Minh-Stadt nach Sydney

Ich werde in diesem Review überwiegend auf unseren ersten Flug von Paris (CDG) nach Ho-Chi-Minh (SGN) eingehen, da es sich um den längeren der zwei Flüge handelte und der zweite Flug überwiegend über Nacht stattgefunden hat. Am Ende gehe ich außerdem auf die Unterschiede der beiden Flüge ein.

Vietnam Airlines Business Class Airbus A350-900 – Die wichtigsten Daten

  • Airline: Vietnam Airlines
  • Flugzeugtyp: Airbus A350-900
  • Registrierung: VN-A897/VN-A896
  • Flugnummer: VN10/VN773
  • Flugzeit: 11:40 Std. / 08:10 Std.
  • Tag/Nacht: Tag-/Nachtflug
  • Reiseklasse: Business Class
  • Kabinen-Konfiguration: 1 – 2 – 1
  • Kabinen-Größe: 29 Cirrus Seats by Zodiac in 8 Reihen
  • Sitzbreite: 26 Zoll / 66 cm
  • Bettlänge: 79 Zoll / 200 cm
  • Recline: 180 Grad
  • Bildschirmgröße: 15,4 Zoll / 39 cm
Vietnam Airlines Business Class A350 900 Flugzeug
Landung einer Vietnam Airlines A350-900 am Flughafen Sydney

Vietnam Airlines Business Class Airbus A350-900 – Buchung

Mit dem Ziel ein möglichst gutes Business oder First Class Routing von Zürich nach Sydney zu finden schaute ich zunächst nach Verfügbarkeiten bei Miles & More und im British Airways Executive Club, wobei ich mir schon denken konnte, dass es bei beiden fast unmöglich sein sollte Verfügbarkeiten in Richtung Australien zu finden. Danach warf ich einen Blick auf die anderen Transferpartner von American Express an und probierte mein Glück beim der dem SkyTeam zugehörigen Delta SkyMiles Programm. Tatsächlich gab es bei Delta SkyMiles Verfügbarkeiten mit China Airlines.

Zu gern hätte ich nach meinen positiven Erfahrungen mit EVA Air (Review: EVA Air Business Class Boeing 787-10 Wien nach Bangkok) die andere große taiwanesische Airline, China Airlines, getestet. Allerdings war zu unserem Zeitpunkt der Buchung Taiwan für Reisende ohne PCR-Test bei Abflug noch nicht wieder geöffnet. Auf einen PCR-Test und die damit entstehenden Zusatzkosten hatten wir keine Lust, nachdem so viele Länder keine Tests vor oder nach dem Flug mehr verlangten. Somit suchten wir ein wenig weiter und fanden die Verbindung mit Vietnam Airlines von Paris über Ho-Chi-Minh nach Sydney.

Leider war es mir aber nicht möglich die Verbindung online zu buchen. Nachdem ich meine Kreditkarten-Details eingegeben hatte, kam es immer wieder zu einer Fehlermeldung. Somit musste ich meine Buchung telefonisch vornehmen, was problemlos funktionierte. Ich habe mittlerweile mehrfach mit der amerikanischen Hotline gesprochen und kann sagen, dass die Mitarbeiter alle einen kompetenten und freundlichen Eindruck machen. Ich hatte noch nie jemanden am Telefon der irgendwie überfordert schien, oder mir etwas erzählt hat, was am Ende doch nicht stimmte, dafür Daumen nach oben!

Die Punkte für diesen Flug transferierte ich im Verhältnis 3:2 von meinem American Express Membership Rewards Konto zu meinem Delta SkyMiles Account (Meilen sammeln mit den American Express Kreditkarten – Alle Infos, Tipps und Tricks). Der Punktetransfer ging zügig und war innerhalb von ein paar Minuten abgeschlossen. Insgesamt kostete uns die Verbindung 90.000 Delta SkyMiles und 81 CHF an Steuern und Gebühren pro Person.

Vietnam Airlines Business Class Airbus A350 900 Buchung Delta
Vietnam Airlines Business Class Buchung Delta SkyMiles

Es ist ein echt fairer Preis, wenn man bedenkt, was diese Verbindung teilweise bei anderen Airlines kostet. So zahlt ihr bei Singapore Airlines KrisFlyer zum Beispiel 130.500 (Saver Tarif) bzw. 154.000 Meilen (Advantage Tarif) plus 65 CHF. Bei Emirates Skywards sind es aktuell sogar 142.500 Meilen plus exorbitante 1.130 CHF.

Vietnam Airlines Business Class Airbus A350-900 – Boarding/Kabine

Nach unserem längeren Aufenthalt in der Air France Lounge in Paris Charles de Gaulle Terminal 2E Halle M machten wir uns pünktlich auf den Weg Richtung Gate. Am Gate angekommen ging die Crew gerade an Bord des Airbus A350. Aus diesem Grund sollte sich das Boarding um ein paar Minuten verzögern. Da ich für Fotos einer leeren Kabine das Flugzeug als erstes boarden wollte, startete ich direkt eine Schlange für Business Class Passagiere, die bis dahin nicht existierte. Das Boarding begann, ich scannte mein Ticket, doch das Licht am Ticketscanner leuchtete rot auf. Leider passte etwas mit den ausgewählten Sitzplätzen nicht und die Dame am Schalter musste dies manuell korrigieren. Bis ich das Flugzeug über die erste Tür links boarden konnte, war die Business Class bereits gefüllt und Bilder von einer leeren Kabine waren nicht mehr möglich.

Auf beiden Flügen wurden wir beim Betreten des Flugzeugs freundlich von der Stewardess begrüßt. Sie überprüfte unser Ticket und deutete auf den entsprechenden Gang. Ich hatte auf beiden Flügen den gleichen Platz ausgewählt, 4A.

Vietnam Airlines hat eine relative junge Flotte und besitzt insgesamt 13 Airbus A350 mit einem Durchschnittsalter von 5,8 Jahren. Hinzu kommen 14 Boeing 787-9 mit einem Durchschnittsalter von 5,9 Jahren und 57 Airbus A321 mit einem Durchschnittsalter von 8,8 Jahren. Damit hat die gesamte Flotte gerade einmal ein Durchschnittsalter von 7,9 Jahren. Da können nicht viele große Airlines mithalten und die A350, mit denen wir geflogen sind, hatten wenig auffällige Gebrauchsspuren an den Sitzschalen.

Der Vietnam Airlines A350-900 hat insgesamt 29 Business Class Sitze, 45 Premium Economy und 231 Economy-Class Sitze. In der Business Class ist eine 1 – 2 – 1 Konfiguration mit Heringbone Seats verbaut, die ihr auch bei zahlreichen anderen Airlines findet. Die Seatmap von Seatguru zeigt versetzt eine Ablagefläche abwechselnd zum Gang hin und am Fenster. An dieser Stelle kann ich schon sagen, dass sich die Ablage durchweg auf der Fensterseite befindet, bzw. bei den Mittelsitzen zur Mitte hin.

Vietnam Airlines Business Class Airbus A350 900 Sitzplan Copyright Seatguru.com
Vietnam Airlines Airbus A350-900 Seatmap © Seatguru

In der Mitte der Kabine hat man bei Vietnam Airlines im A350-900 auf Overhead Bins verzichtet, was die Kabine größer erscheinen lässt. Die Kabine ist in einem schlichten grau gehalten und die Polsterung an den Sitzen in Militär-grün. Definitiv kein Design, das mir in Erinnerung bleiben wird. An der vorderen Wand der Kabine, über dem Fernseher, hatte man einen Adventskranz aufgehangen, um ein bisschen Weihnachtsstimmung zu verbreiten.

Insgesamt befinden sich zwei Toiletten im vorderen Bereich des Airbus A350, nicht auf dem Bild von Seatguru zu sehen. Die Toiletten wurden auch regelmäßig von der Cabin Crew gesäubert und es hing ein Duftspender mit Zitronengeruch in der Toilettenkabine. Dazu gab es noch ein bisschen Deko in Form eines grünen Zweiges. Zu den Amenities uf der Toilette gehörten Rasierer, Zahnbürste und Gesichtscreme.

Ansonsten gab es in der Kabine keine besonderen Verzierungen an den Wänden, kein Logo oder traditionelle Bilder von/aus Vietnam. Hier hat Vietnam Airlines definitiv noch Potenzial nach oben, gerade wenn man die Kabine mit anderen asiatischen Airlines vergleicht. Dennoch hat dies keinen Einfluss auf das Erlebnis, denn das Entscheidende ist ein komfortabler Sitz und guter Service, worauf ich in den nächsten Abschnitten eingehen werde.

Vietnam Airlines Business Class Airbus A350-900 – Sitz/Bett

Ich hatte in den letzten Jahren das Privileg mehrere Airlines mit einem Herringbone Seat in der Business Class zu fliegen. Das Sitz- und Schlafgefühl ist jedes Mal anders, obwohl die Sitzschalen oftmals identisch aussehen. Die Unterschiede im Sitz- oder Schlafgefühl hängen mit der Polsterung der Sitze  und der Breite der Sitzschalen zusammen. Mit einer Breite von 66cm und einer Bettlänge von 205cm habe ich mich in diesem Herringbone Seat durchaus wohl gefühlt und konnte während des Fluges ein paar Stunden schlafen. In der Embryostellung allerdings nur in eine Richtung, weil ich nach rechts gedreht, mit meinen Knien an die Sitzschale gestoßen bin. Vietnam Airlines hat auf einen Dreipunktegurt verzichtet, was beim Schlafen durchaus positiv zu sehen ist. Oftmals empfinde ich die Halterung beim Dreipunktgurt an der Kopfstütze als störend.

Jeder Sitz in der Kabine hat direkten Zugang zum Gang und die Ablageflächen befinden sich alle auf der Fensterseite, beziehungsweise bei den Mittelsitzen zur Mitte hin. Unter diesen Ablageflächen befindet sich der Tisch, der sich leider nicht zu mir hinziehen ließ. Sobald dieser ausgefahren ist, war dieser in der Position fix und nicht mehr verstellbar. Das ist auch mein einziger Kritikpunkt an dem Sitz, da ich beim Essen immer das Gefühl hatte etwas zu weit vom Tisch weg zu sitzen.

Seitlich am Sitz befinden sich eine Leselampe, der Controller für den Monitor, ein USB-Anschluss und die Funktionsschalter für die Sitzposition. Links daneben befand sich eine Halterung für die Kopfhörer. Abgesehen von der Ablagefläche am Fenster waren die Verstaumöglichkeiten für die eigenen Kopfhörer, Ipad, Laptop oder Buch doch eher überschaubar. Vorne unter der Ablagefläche befand sich die Steckdose und eine Halterung für die Wasserflasche. Unter der Fußstütze konnte ich meinen Rucksack oder die Schuhe verstauen, ansonsten war rechts von mir, vor der höhenverstellbaren Armlehne, noch ein kleines Fach, aber dort konnte ich lediglich mein Smartphone oder die Wasserflasche verstauen.

Alleinreisenden oder denjenigen, die gerne aus dem Fenster gucken, empfehle ich die Sitze 2A/K bis 6A/K. Bei den Plätzen in den Reihen 1, 7 und 8 könnten die Geräusche aus der Galley als störend empfunden werden. Die Mittelsitze sind für Paare eher semi-geeignet. Da sich die Ablagefläche bei den Mittelsitzen in der Mitte befindet, sind die ganzen Anschlüsse ebenfalls in der Mitte und ihr könnt euch zurückgelehnt nicht mit eurem Partner unterhalten und euch dabei gegenseitig anschauen. Wer sich unterhalten möchte, muss sich ein wenig nach vorne beugen, um den Sitznachbarn dabei ins Gesicht zu schauen. Für Mittelsitze finde ich eine einfache Trennwand, die sich auf- oder zuziehen lässt besser. Für mich machte die Fuß-Ablage bei den Mittelsitzen einen schmaleren Eindruck als bei den Sitzen am Fenster, was beim Schlafen durchaus störend sein könnte.

Die Sitzpolsterung empfand ich als optimal zum Schlafen, nicht zu hart und nicht zu weich. Der Sitz hat mit 205cm eine optimale Länge und es ist kein Gurt am Sitz befestigt, der irgendwie stören würde. Selten konnte ich so gut in einem Herringbone Seat schlafen wie bei Vietnam Airlines.

Vietnam Airlines Business Class Airbus A350-900 – Service/Essen

Selten habe ich einen Business Class Flug mit so wenig Erwartungen angetreten wie diesen Flug mit Vietnam Airlines. Normalerweise habe ich vorher den ein oder anderen Erfahrungsbericht über den Service der jeweiligen Airline gelesen oder Freunde und Kollegen habe mir ihre persönlichen Erfahrungen in einem Gespräch mitgeteilt. Dieses Mal wollte ich mich überraschen lassen was das Soft-Produkt bei Vietnam Airlines betrifft und ich sollte nicht enttäuscht werden.

Nachdem ich mein Handgepäck in den Overhead Bins verstaut und auf meinem Sitz Platz genommen hatte, reichte mir die Stewardess in Paris eine Schale mit einem heißen Tuch. Beeindruckt hat mich, dass es später in Ho-Chi-Minh aufgrund der feuchtwarmen Temperaturen zum Start ein kaltes Tuch gab! Hut ab, dass bei Vietnam Airlines auf solche Kleinigkeiten geachtet wird.

Anschließend gab es auf beiden Flügen ein Getränk zur Begrüßung. Die Auswahl beschränkte sich bei unserem ersten Flug auf Sekt und Wasser. Säfte wurden nicht angeboten. Bei unserem Flug von Paris fragte mich der Steward noch nach einem zweiten Glas, nachdem er gesehen hatte, dass das erste Glas bereits leer war und wir nach wie vor am Gate standen. Wenn vor dem Start bereits das leere Glas noch einmal nachgefüllt wird, dann kann ich mir eigentlich sicher sein, dass der Flug mit dieser Crew vom Service mich nicht enttäuschen wird. Oftmals wird das leere Glas abgeräumt und der Flieger steht trotzdem noch 20 Minuten am Gate.

Während wird auf den Pushback vom Gate warteten ging der Steward durch die Kabine und fragte die Gäste, ob sie eine Zeitung zum lesen haben möchten. Die Cabin Crew notierte vor dem Start noch die Menüauswahl der Gäste. Mit 25 Minuten Verspätung wurden wir in Paris vom Gate geschoben.

Ich finde es immer wieder spannend, wie unterhaltsam die asiatischen Airlines ihre Sicherheitsvideos gestalten. Ich hatte dies schon auf unserem Flug mit EVA Air und Malaysia Airlines festgestellt. Bei Vietnam Airlines verbindet man die Sicherheitsanweisungen mit traditionellem Tanz und Kampfsportarten. Nach zwei, dreimal schauen sind die Sicherheitsvideos sicherlich nicht mehr spannend, aber nur so geht es heutzutage, um zumindest die Aufmerksamkeit von ein paar Passagieren zu bekommen. Da könnte sich die Kreativabteilung so mancher europäischer Airline definitiv was abgucken.

Nachdem die Anschnallzeichen erloschen waren, gab es ein zweites heißes Tuch. Als Getränk vor dem Abendessen hatte ich mir einen der Signature Cocktails bestellt, den Red River. Dieser wurde mir mit einer Schale Nüssen, ein Mix aus Wasabi, Macadamia und Cashews, serviert. Der Red River Cocktail traf nicht mein Geschmack und war mir persönlich etwas zu bitter.

Insgesamt sollte es zwei Mahlzeiten auf dem Flug nach Ho-Chi-Minh geben. Ein Abendessen nach dem Start und kurz vor der Landung noch ein kleines Frühstück. Bei der Vorspeise entschied ich mich für das getrocknete Rind und meine Partnerin nahm die Springrolls mit Lachs. Dazu gab es eine Auswahl an Brot. Ich entschied mich für das leicht angewärmte Knoblauchbrot. Zum Hauptgang hatten wir beide die Ente gewählt. Von der Qualität her gibt es an den Speisen nicht auszusetzen, allerdings war die chinesische Ente nicht nach meinem Geschmack. Ich hatte mir unter der Ente etwas anderes vorgestellt. Zum Nachtisch gab es eine Kugel Eis mit Nüssen, Käse und Früchten.

Während der gesamten Zeit beim Essen kamen die Stewards von allein und haben gefragt, ob ich noch etwas zu trinken oder ein Brot haben möchte. Über den gesamten Flug war das Kabinenpersonal sehr aufmerksam und auch nach dem Essen, ist jemand in regelmäßigen Abständen durch die Kabine gelaufen und hat geschaut, ob einer der Gäste noch einen Wunsch hat.

Nach dem Abendessen hat die Crew mir meinen Sitz zu einem Bett umgewandelt und ein Bettlaken über den Sitz gezogen. Nach gut fünf Stunden Schlaf bin ich kurz vor Bangladesch aufgewacht. Rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf unserer Seite des Flugzeuges. Über Thailand wurde das Frühstück serviert. In diesem Fall entschieden wir uns beide für die Crêpes.

Während des gesamten Fluges gab es in der Galley eine Auswahl an Snacks und Getränken.

Insgesamt war ich mit der Crew über den gesamten Flug sehr zufrieden und hab mich an Bord sehr wohl gefühlt. Auf meiner persönlichen Liste würde ich den Flug unter den Top 3 für das Jahr 2022 platzieren.

Vietnam Airlines Business Class Airbus A350-900 – Amenity Kit

Das Amenity Kit sowie eine Decke und Slipper lagen bereits am Platz. Das Amenity Kit war von Cerruti 1881. Inhalt des Amenity Kits waren die üblichen Goodies, eine Zahnbürste, eine Augenmaske, ein Kamm, Socken, Ohrenstöpsel und Gesichtscreme. Die Tasche war nicht besonders schick, aber sollte sich als nützliches Etui für kleinere Kabel auf diesem Trip herausstellen. Ein Pyjama wurde auf dem Flug nicht angeboten.

Vietnam Airlines Business Class Airbus A350-900 – Entertainment

Das Inflight Entertainment bei Vietnam Airlines trägt den Namen LotuStar. LotuStar bietet den Gästen unterschiedliche Menüsprachen, unteranderem stand Deutsch zur Auswahl. Wie bei anderen Airlines auch findet ihr eine Auswahl an Filmen, auch mit deutscher Tonspur, Dokumentation, Serien und Spiele. Mir geht es mittlerweile so, dass ich kaum noch Filme auf Flügen schaue und meistens auf mein Tablet ausweiche. Die Zeiten, in denen ich gehofft habe, dass ein neuer Film, den ich unbedingt sehen wollte, bereits auf einem Flug zur Verfügung steht, sind vorbei. Nebenher lasse ich ganz gerne das Flugrouting laufen, welche wie bei vielen Airlines heutzutage, die 3D Maps von GeoFusion sind.

Da ich keinen Film geschaut habe, kann ich auch leider nichts zu den ausgehändigten Over-Ear-Kopfhörern sagen. WiFi wurde an Bord des Airbus A350-900 nicht angeboten. Mehr zum aktuellen Inflight-Entertainment Programm findet ihr auf der offiziellen Homepage von Vietnam Airlines.

Vietnam Airlines Business Class Airbus A350-900 – Weiterflug nach Sydney

Bei unserem Weiterflug von Ho-Chi-Minh nach Sydney verzögerte sich das Boarding um 40 Minuten und am Gate warteten bereits alle Passagiere ungeduldig auf den Beginn des Boardings. Daher war es auf dem zweiten Flug ebenfalls nicht möglich euch an dieser Stelle eine leere Kabine zu zeigen. Unser Gate befand sich auf der unteren Ebene des Terminals und wir mussten die Treppe nehmen, um nach unten zu kommen. Da Australien strenge Regeln hat was das Einführen von Früchten, Fleisch oder sonstigem Essen betrifft, wurde oben an der Treppe von allen Reisenden noch einmal jede Tasche und Koffer auf zuvor genanntes kontrolliert. Lange Schlangen bildeten sich aufgrund dieser Kontrolle jedoch nicht und der ganze Prozess dauerte weniger als 5 Minuten.

Der Service war ähnlich gut wie auf dem ersten Flug. Beim Betreten der Kabine und am Platz angekommen fragte der Steward direkt, ob er den Bettbezug aufziehen sollte und ob ich auf mein Essen verzichten möchte und direkt schlafen wolle. Ich verneinte seine Frage und warte mit dem Überzug bis nach dem Essen.

Im Unterschied zum ersten Flug gab es als Welcome Drink neben Wasser und Sekt auch Wassermelonensaft. Das Amenity Kit, welches auf diesem Flug ebenfalls am Platz auslag, war in den Farben blau und gelb und hatte dieses Mal ein schickeres Design. Der Inhalt war identisch, allerdings war der Anbieter der Gesichtscreme ein anderer.

Obwohl das Boarding mit 40 Minuten Verspätung begann, dauerte es dann nur noch 15 Minuten, bis alle Passagiere an Bord waren und wir vom Gate gepusht wurden. Vor dem Start verbeugte sich ein Teil der Crew noch vor den Passagieren. Ich war überrascht, denn ich dachte das machen nur die Japaner. Nach dem Start gab es eine zehnminutige Ansprache über all die Dinge, welche nicht in Australien eingeführt werden dürfen. Ich dachte die Durchsage nimmt kein Ende mehr.

Im Anschluss wurde das Abendessen serviert. Als Vorspeise wählte ich das Cajun Chicken und zur Hauptspeise das Rind in Zitronengrass. Meine Partnerin entschied sich für das Coq au Vin. An der Qualität gab es auch auf diesen Flug nichts auszusetzen. Trotz einer langen Transit-Zeit von 12 Stunden, haben wir viele Passagiere gesehen, die bereits auf dem ersten Flug aus Paris in der Business Class saßen.

Kurz vor der Ankunft wurde ein Frühstück serviert. Ich habe die vietnamesische Nudelsuppe gewählt und für meine Partnerin gab es das Frittata. Wie auf unserem ersten Flug ist die Crew des Öfteren durch die Kabine gelaufen und hat geschaut, ob ein Gast noch einen Wunsch hat. Leider ist die proaktive Vorgehensweise der Crew nicht bei jeder Airline Gang und Gäbe und oftmals sucht man ein Mitglied der Crew vergebens, nachdem die Hauptmahlzeit serviert wurde.

Vietnam Airlines Business Class Airbus A350-900 – Fazit

Wie ich bereits oben erwähnt hatte, habe ich diese Flüge ohne große Erwartungen angetreten und habe beide Flüge am Ende mit einem Lächeln verlassen. Vietnam Airlines braucht sich keinesfalls hinter den anderen großen asiatischen Airlines verstecken. Für die Strecke nach Australien oder Asien ist Vietnam Airlines definitiv eine gute Wahl, gerade bei den günstigen Meilenpreisen und Steuern und Gebühren. Nach dieser positiven Erfahrung war es vermutlich nicht das letzte Mal, dass wir mit Vietnam Airlines geflogen sind.

Was sind eure Erfahrungen zur Vietnam Airlines Business Class? Schreibt es in die Kommentare!

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