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10. Juni 2020 Markus 0 Coronavirus, News

Staatshilfe für Cathay Pacific in Aussicht

Cathay Pacific hatte es in den letzten Monaten wahrlich nicht leicht. Erst hatten die politischen Proteste in Hongkong die Buchungen stark reduziert, dann folgte Anfang des Jahres der Ausbruch der Corona-Pandemie. Wie viele so viele andere Airlines befindet sich auch Cathay Pacific in finanziellen Schwierigkeiten und bittet um Staatshilfe von der Hongkonger Regierung.

Zu Cathay Pacific gehören auch die Tochtergesellschaften Cathay Dragon, Hong Kong Express und Air Hong Kong. Einreisebeschränkungen sind für diese Airlines besonders hart, weil es keinen Inlandsverkehr in Hongkong gibt und nur internationale Strecken angeboten werden.

Staatshilfe für Cathay Pacific – Die Details

Um die Corona-Krise zu überleben, benötigt Cathay Pacific offenbar 39 Milliarden HKD, was etwa 4,4 Milliarden Euro entspricht. Durch eine Kapitalerhöhung und einen staatlichen Kredit will die CX frisches Geld einsammeln.

Die39 Milliarden HKD Staatshilfe für Cathay Pacific teilen sich in drei Blöcke auf. Block 1: Die Hongkonger Regierung soll Aktien im Umfang von 19,5 Milliarden HKD (ca. 2,2 Milliarden Euro) erwerben. Block 2: Weitere Aktien im Wert von 11,7 Milliarden HKD (1,33 Milliarden Euro) werden an andere vorhandene Aktionäre ausgegeben. Großaktionäre bei Cathay sind die Swire Group, Air China und Qatar Airways. Zudem soll es einen Staatskredit in Höhe von 7,8 Milliarden HKD (890 Millionen Euro) geben. Der Staat hätte durch den Aktienkauf ungefähr sechs Prozent Anteile an Cathay Pacific. Jedoch müssen die aktuellen Aktionäre diesem Rettungsplan während der Hauptversammlung, die Mitte Juli stattfinden soll, noch zustimmen.

In der Pressemeldung der Airline wird erwähnt, dass Restrukturierungsmaßnahmen bereits ergriffen wurden. Bestellungen von neuen Flugzeugen wurden verschoben und ältere Modelle werden früher in Rente geschickt. Das Gehalt der Führungskräfte wurde reduziert und 80% der Belegschaft hat unbezahlten Urlaub genommen. Doch die Maßnahmen reichen nicht aus, da die Ticketerlöse völlig eingebrochen sind. Ab Oktober möchte das Management dann ein Konzept für die Cathay Pacific nach der Corona-Krise präsentieren. Wahrscheinlich wird auch sie sich verkleinern, bis sich der Markt in den kommenden Jahren erholt hat.

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