Bei mindestens 15 Airbus A350 von Cathay Pacific sind Probleme bei Triebwerkkomponenten aufgetaucht. Die Fluglinie hat alle Flugzeuge dieses Typs untersucht, weil ein Flugzeug kurz nach dem Start aus Sicherheitsgründen zurückkehren musste. Weitere asiatische Fluggesellschaften haben ebenfalls eine Inspektion ihrer A350-Flotte angekündigt.
Der Zwischenfall bei CX383
Am 02. September startete ein Airbus A350-1000 von Cathay Pacific in Hongkong in Richtung Zürich. Doch die Maschine, mit dem Kennzeichen B-LXI, landete 75 Minuten später wieder in Hongkong. Die Piloten entschieden, sicherheitshalber umzukehren, weil eine Triebwerkskomponente des A350-100 ausgefallen war. Die Fehlerquelle im Bereich der Treibstoffzufuhr des Triebwerks konnte schnell gefunden werden. Wahrscheinlich handelt es sich um verformte oder beschädigte Treibstoffschläuche. Der Airbus A350 wird ausschließlich mit Triebwerken vom Typ Trent XWB von Rolls-Royce betrieben. Das Triebwerk XWB-84 kommt beim A350-900 zum Einsatz und das XWB-97 beim A350-1000.
Cathay Pacific entschied sich vorsorglich dazu, alle 48 Airbus A350 in ihrer Flotte dahingehend zu inspizieren. Und die Untersuchung ergab Probleme bei Triebwerkskomponenten von 15 weiteren Airbus 350, wie die Nachrichtenagentur „Reuters“ erfahren hat. Vermutlich wird die A350-Flotte von Cathay Pacific erst ab 07. September wieder einsatzbereit sein.
Weitere Airlines veranlassen eine Inspektion
Die Inspektion von Cathay Pacific ruft auch andere Fluggesellschaften auf den Plan, die ebenfalls Airbus A350-900 und/oder A350-1000 in der Flotte haben. Singapore Airlines und Japan Airlines kündigten an, die Triebwerke ihrer A350-Flotten ebenfalls zu überprüfen. Andere A350-Betreiber, wie Qatar Airways oder die Lufthansa, beobachten die Situation und stehen in Kontakt mit Airbus und Rolls-Royce. Der Triebwerkhersteller teilte per Pressemeldung mit, dass die zuständigen Behörden in Hongkong bereits eine Untersuchung gemäß des ICAO Annex 13 eingeleitet haben.
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