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25. Juli 2026 Mark 3 Flying Blue Tutorial, Meilen & Punkte einlösen, News

Flying Blue Stopover – Regeln, Kosten und Buchung erklärt

Flying Blue bietet eine der großzügigsten Stopover-Regelungen unter den Vielfliegerprogrammen. Auf Oneway-Prämienflügen mit Air France, KLM und zahlreichen Partnerairlines lassen sich Zwischenstopps von 24 Stunden oder mehr einbauen – theoretisch sogar mehrere auf einer Buchung. Ganz ohne Einschränkungen funktioniert das jedoch nicht: Ob ein Stopover tatsächlich ohne zusätzliche Meilen möglich ist, hängt unter anderem vom Routing, der ausführenden Airline und der verfügbaren Buchungsklasse ab. In diesem Artikel erklären wir die wichtigsten Regeln, zeigen konkrete Beispiele und erläutern, wie sich ein Flying Blue Stopover telefonisch buchen lässt.

Flying Blue Stopover – Terminologie

Zunächst etwas Terminologie: Ein Stopover ist ein Aufenthalt an einem Zwischenziel auf einer Reiseroute, der mindestens 24 Stunden dauert. Aufenthalte von weniger als 24 Stunden werden dagegen als Layover bezeichnet. Ist ein Stopover erlaubt, könnt ihr ein Zwischenziel auf dem Weg zum eigentlichen Reiseziel für mehrere Tage oder sogar länger besuchen. Das letzte Flugsegment muss innerhalb des jeweils verfügbaren Buchungszeitraums liegen und kann laut Flying Blue bis zu 365 Tage im Voraus gebucht werden. Ein Stopover kann daher theoretisch fast ein Jahr dauern.

Flying Blue Stopover – Die Regeln

Obwohl Stopover bei Flying Blue bereits Ende 2022 angekündigt und wenig später eingeführt wurden, gibt es bis heute nur wenige öffentlich zugängliche Informationen zu diesem Programmbestandteil. In einem Air France/KLM Live Webinar (ab etwa Minute 17:30) von Ende 2022 ging Benjamin Lipsey, Senior Vice President of Flying Blue, erstmals auf die Stopover-Regelung ein. Im Mai 2023 folgte eine Infoseite von Flying Blue, die einige wenige Informationen enthält. Die ausführlichste Quelle ist die FAQ-Sektion auf einer Flying Blue Infoseite zum Einlösen von Meilen (Link). Auf Grundlage dieser Quellen und von Erfahrungsberichten gelten folgende Regeln:

  • Stopover bei Flying Blue sind mit allen Flying Blue Partnerairlines möglich.
  • Stopover bei Flying Blue sind an allen Flughäfen möglich.
  • Die Flugabschnitte vor und nach einem Stopover werden nur dann als eine durchgehende Prämie bepreist, wenn sie von derselben Airline durchgeführt werden. Die niedrigste Buchungsklasse muss auf allen Flügen verfügbar sein, damit der Einstiegspreis/Mindestpreis gilt.
  • Stopover bei Flying Blue können bis zu 365 Tage dauern. Das letzte Flugsegment muss innerhalb von 365 Tagen nach der Buchung stattfinden.
  • Flying Blue erlaubt eine unbegrenzte Anzahl an Stopovern.
  • Stopover bei Flying Blue sind bei Oneway-Prämienflügen möglich.
  • Backtracking führt grundsätzlich zu einer getrennten Bepreisung der Flugabschnitte; eine Ausnahme gilt für Routings innerhalb Europas. Beispiel: Ein Prämienflug von Miami über Paris nach New York wäre grundsätzlich buchbar, würde aber wegen des Richtungswechsels getrennt bepreist.
  • Stopover können nur telefonisch über den Kundenservice gebucht werden.

Flying Blue Stopover – Was heißt kostenlos?

Das Programm Flying Blue nutzt dynamische Preise für Prämienflüge. Die Meilenpreise variieren je nach Strecke, Reiseklasse, Reisedatum und Verfügbarkeit. Der zuvor gültige zonenbasierte Flying Blue Award Chart mit festen Preisen wurde mit der Umstellung abgeschafft und durch einen Meilenplaner (Link) ersetzt, der nach Eingabe von Abflug- und Zielort die Mindestanzahl der erforderlichen Meilen anzeigt. Eine feste Obergrenze gibt es aufgrund der dynamischen Preisstruktur jedoch nicht.

Was also bedeutet „kostenloser Stopover“ in diesem Zusammenhang? Die Flying Blue Dokumentation legt fest, dass der Meilenpreis für die Gesamtstrecke nur dann dem Einstiegspreis entspricht, wenn auf allen Teilstrecken die niedrigste Buchungsklasse verfügbar ist. Ein Routing mit Stopover muss dennoch nicht genauso viele Meilen wie ein Nonstopflug kosten, etwa wenn sich bei Partnerairlines die geflogene Gesamtdistanz erhöht. Auch Steuern und Zuschläge können steigen. Den Mindestpreis für die jeweilige Strecke könnt ihr mit dem Meilenplaner (Link) ermitteln. Gebt dazu auf der verlinkten Seite den Abflug- und Zielort ein.

Tipp: Mit der Flying Blue Kalendersuche lassen sich mit wenigen Klicks die günstigsten Preise für nahezu ein ganzes Jahr ermitteln. Die günstigsten Saver-Preise werden in der Regel grün hervorgehoben.

Beispiel: Der Mindestpreis für einen Prämienflug in der Air France Business Class von Deutschland nach Paris beträgt 25.000 Meilen oneway. Für einen Prämienflug in der Air France Business Class von Paris nach Nordamerika liegt der Mindestpreis bei 60.000 Meilen. Ein Business Class Prämienflug von Deutschland über Paris nach Nordamerika kostet ebenfalls mindestens 60.000 Meilen oneway. Die Nutzung eines Stopovers, also das Zusammenlegen beider Flüge in einer Buchung, spart somit 25.000 Meilen.

Flying Blue Stopover – Buchung nur telefonisch

Bisher lassen sich Stopover bei Flying Blue nur telefonisch buchen, wie der Flying Blue Webseite zu entnehmen ist.

„Simply log in and contact our customer service using the phone number available in the ‘Contact us’ section of the website. We will be happy to make all the arrangements for you.“

Am besten informiert ihr euch vor eurer Buchung selbst über die Verfügbarkeiten auf den Teilstrecken eures Routings. Dabei hilft die Flying Blue Kalendersuche.

Flying Blue Stopover – Theoretisch möglich, aber nicht zwingend günstig

Das Regelwerk von Flying Blue erlaubt eine unbegrenzte Anzahl an Stopovern. Eine durchgehende Bepreisung setzt jedoch voraus, dass die Flüge vor und nach jedem Stopover von derselben Airline durchgeführt werden; außerdem kann Backtracking zu einer getrennten Bepreisung führen. Bei Air France und KLM ist man in der Praxis daher häufig auf zwei oder drei Segmente und damit auf maximal einen oder zwei Stopover beschränkt, da beide Airlines den Großteil ihres Streckennetzes jeweils an einem zentralen Hub bündeln.

Ein Routing wie beispielsweise New York – Amsterdam – Miami wäre grundsätzlich buchbar, würde wegen des Backtrackings jedoch getrennt bepreist. Ob ein wiederholtes Routing über Amsterdam als durchgehende Prämie bepreist wird, ist öffentlich nicht eindeutig dokumentiert.

Deutlich mehr Möglichkeiten, die Stopover-Regelung zu maximieren, bieten Airlines mit mehreren Hubs. Ein Beispiel ist Delta. Wie Frequent Miler in einem Test zeigen konnte, lassen sich mehrere US-Inlandsflüge aneinanderreihen und jeweils durch einen Stopover unterbrechen. Das Routing New York (JFK) – Cincinnati (CVG) – Salt Lake City (SLC) – Portland (PDX) – Seattle (SEA) ermöglichte im Test Stopover in drei Städten.

Great Circle Mapper New York Cincinatti Salt Lake City Portland Seattle
© gcmap.com

Frequent Miler beobachtete dabei jedoch eine Preiserhöhung gegenüber dem Nonstopflug. Zum Testzeitpunkt war New York – Seattle als Nonstopflug für 20.000 Meilen buchbar, während das genannte Routing mit drei Stopovern 29.000 Meilen erforderte – immer noch eine deutliche Ersparnis gegenüber der Einzelbuchung aller Segmente.

Flying Blue Stopover – Fazit

Flying Blue Stopover können den Gegenwert eingesetzter Meilen deutlich erhöhen. Besonders attraktiv sind einfache Routings mit Air France über Paris oder mit KLM über Amsterdam, da sich auf diese Weise zwei Reiseziele in einem Oneway-Prämienflug verbinden lassen. „Kostenlos“ bedeutet allerdings nicht, dass jeder zusätzliche Stopp automatisch ohne Mehrkosten bleibt. Entscheidend sind das konkrete Routing, die ausführende Airline, die verfügbare Buchungsklasse sowie mögliche zusätzliche Steuern und Zuschläge. Mehrere Stopover sind zwar grundsätzlich möglich, können den Meilenpreis aber erhöhen.

Wer einen Flying Blue Stopover buchen möchte, sollte deshalb zunächst die Verfügbarkeit aller Teilstrecken prüfen und den erwarteten Meilenpreis mit einer getrennten Buchung vergleichen. Stimmen Preis und Routing, gehört die Stopover-Regelung von Flying Blue zu den interessantesten Möglichkeiten, mit einer Prämie mehrere Ziele zu besuchen.

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