Miles And More Frequent Traveller Statuskarte
08. August 2026 Florian 0 Miles & More Tutorial, Newsletter, Status

Lohnt sich der Miles & More Frequent Traveller Status? Meine Erfahrung nach dem Downgrade vom Senator

Seit März 2026 bin ich Miles & More Frequent Traveller – nach zehn Jahren als Senator. Damit habe ich seit einigen Monaten einen Vergleich, den man selten so direkt bekommt: dasselbe Reiseprofil, dieselben Strecken, dieselbe Airline-Gruppe – nur eine Statusstufe tiefer. In diesem Artikel bekommt ihr deshalb beides: die Frequent Traveller Vorteile, die im Alltag wirklich etwas bringen – und die Lücken, die sich nach einem Downgrade vom Senator besonders deutlich zeigen.

Vom Senator zum Frequent Traveller

Nach zehn Jahren mit Senator Status ist der Wechsel zum Frequent Traveller eine echte Umgewöhnung. Viele Abläufe und Privilegien, die über Jahre selbstverständlich geworden sind, fallen plötzlich weg. Kein First Class Check-in, kein Priority Boarding, kein kostenloser Gast in der Lounge und keine Senator Warteliste für Prämienflüge. Auch der Companion Award und der Meilenvorschuss stehen nicht mehr zur Verfügung.

Trotzdem ist der Frequent Traveller Status nicht schlecht. Er trägt den Reisealltag, deckt die wichtigsten Basics ab und ist deutlich einfacher zu erreichen als der Senator Status. Der Frequent Traveller ist ein solider und für viele Reisende vollkommen ausreichender Vielfliegerstatus. Als ehemaliger Senator merkt man allerdings sehr deutlich, wo seine Grenzen liegen.

Lohnt sich der Miles & More Senator Status? Meine Erfahrung nach 10 Jahren

So funktioniert die Miles & More Statusqualifikation

Zur Einordnung kurz die Mechanik: Seit 2024 sammelt ihr im Miles & More Statusprogramm Points, Qualifying Points und HON Circle Points. Der Qualifikationszeitraum ist strikt das Kalenderjahr, der Zähler springt am 1. Januar auf null. Wer einen Status erreicht oder verlängert, behält ihn bis Ende Februar des übernächsten Jahres. Innerhalb eines Kalenderjahres benötigt ihr:

Für meine Senator-Requalifikation fehlten mir im maßgeblichen Kalenderjahr die erforderlichen Qualifying Points. Ende Februar 2026 lief mein Senator Status daher aus. Miles & More stufte mich jedoch nicht direkt auf den statuslosen Miles & More Member zurück, sondern gewährte mir im Rahmen eines Soft Landings für ein weiteres Jahr den Frequent Traveller Status. Kurz darauf erhielt ich per E-Mail zudem das Kulanzangebot “Senator for a Day“, mit dem ich auf einem einzelnen Flugsegment noch einmal vier ausgewählte Senator-Vorteile nutzen konnte.

Tipp: Wer das Timing besser im Griff hat als ich in diesem Jahr, sollte sich anschauen, wie ihr euren Miles & More Status über zwei Jahre sichern könnt. Wer die Punkte gezielt in Januar und Februar sammelt, muss sich faktisch nur alle zwei Jahre requalifizieren.

Miles & More Frequent Traveller Status – Vorteile im Überblick

Der Frequent Traveller ist der niedrigste Vielfliegerstatus bei Miles & More und entspricht gleichzeitig dem Star Alliance Silver Status. Loungezugang, zusätzliches Gepäck oder Priority Boarding sind keine allgemeinen Star Alliance Silver Vorteile. Die im Alltag interessanteren Frequent Traveller Vorteile werden direkt von Miles & More und den beteiligten Airlines gewährt:

  • Zugang zu ausgewählten Business Lounges von Lufthansa, SWISS, Austrian, Brussels Airlines und ITA Airways (plus Lufthansa Welcome Lounge Frankfurt und SWISS Arrival Lounge Zürich, LOT Business Lounge nur auf ausgewählten Flügen)
  • Check-in am Business Class Schalter, unabhängig von der gebuchten Reiseklasse
  • Unbegrenzte Gültigkeit der Prämienmeilen für die Dauer der Statuszugehörigkeit
  • Zusätzliches Freigepäck auf Flügen der Miles & More Airlines
  • Vergünstigte Miles & More Frequent Traveller Kreditkarte
  • Extra Benefits ab 700 Qualifying Points (ein eVoucher) und ab 800 Qualifying Points (Meilentausch-Funktion)
  • Executive Bonus auf Prämienmeilen
  • Dritthöchste Wartelistenpriorität auf Star Alliance Flügen
  • Exklusive Frequent Traveller Hotline

Der Frequent Traveller Status entspricht nicht dem Star Alliance Gold Status. Genau daraus ergeben sich die meisten Einschränkungen, auf die ich weiter unten eingehe.

Miles & More Frequent Traveller Status – Alle Infos & Strategien für 2026

5 Frequent Traveller Vorteile, die für mich zählen

Ich fliege überwiegend Kurzstrecke innerhalb Deutschlands und Europas, fast ausschließlich mit der Lufthansa Group, dazu regelmäßig Langstrecke – teils bezahlt, teils mit Meilen. Für dieses Profil sind es fünf Vorteile, die den Frequent Traveller Status im Alltag wirklich tragen.

Vorteil 1 – Zugang zur Business Lounge

Der Zugang zu den Lufthansa Lounges ist für die meisten Meilensammler vermutlich der wichtigste Frequent Traveller Vorteil. Besonders relevant ist er, weil er auch bei Reisen in der Economy Class greift. Voraussetzung ist allerdings ein für die jeweilige Lounge zugangsberechtigter Flug. Frequent Traveller können unter anderem ausgewählte Business Lounges von Lufthansa, Austrian Airlines und SWISS sowie Lounges von Brussels Airlines nutzen. Wichtig: Bei Eurowings ist der BASIC-Tarif ausgeschlossen bzw. für Economy-Reisende der SMART-Tarif erforderlich. Für die Lounges von LOT und ITA Airways gelten zusätzliche Einschränkungen hinsichtlich der ausführenden Airline. Einen allgemeinen Zugang zu sämtlichen Star Alliance Lounges bietet der Frequent Traveller Status nicht.

Der Unterschied zwischen einer Lufthansa Business Lounge und einer Senator Lounge wird dabei häufig überschätzt. An manchen Standorten sind beide Lounges nahezu identisch, an anderen bieten die Senator Lounges ein paar Extras. In der Lufthansa Senator Lounge in Stuttgart (Review: Lufthansa Senator Lounge Stuttgart) gibt es beispielsweise eine bediente Barista Coffee Bar sowie Cocktails an der Bar. In Hamburg zählt die Außenterrasse mit Blick auf das Vorfeld zu den Besonderheiten.

Lufthansa Senator Lounge Terrasse Flughafen Hamburg Flugzeug
Bleibt Senatoren vorbehalten: die Terrasse der Lufthansa Senator Lounge in Hamburg

Vorteil 2 – Check-in am Business Class Schalter

Als Frequent Traveller könnt ihr auf Flügen der Miles & More Partnerairlines unabhängig von der gebuchten Reiseklasse den Business Class Check-in nutzen. Das gilt unter anderem bei Lufthansa, SWISS, Austrian, Brussels Airlines, Discover Airlines, Eurowings, ITA Airways und LOT. Ehrlich muss man aber sagen: An großen Hubs zur Rushhour ist die Business Class Schlange auch nicht immer kurz.

Vorteil 3 – Zusätzliches Freigepäck

Auf Flügen mit ausgewählten Miles & More Airlines profitieren Frequent Traveller von einer erhöhten Freigepäckmenge. Besonders relevant ist das in der Economy Class. Bei Lufthansa, Austrian Airlines, Discover Airlines, Lufthansa City und SWISS sind dann beispielsweise insgesamt zwei Gepäckstücke mit jeweils bis zu 23 Kilogramm möglich. Allerdings gelten zahlreiche Ausnahmen. Im Economy Basic- und Light-Tarif gibt es unabhängig vom FTL-Status kein zusätzliches Freigepäck.

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Vorteil 4 – Kein Meilenverfall und Executive Bonus

Zwei Frequent Traveller Vorteile sind identisch mit denen des Senator Status: der Schutz vor dem Meilenverfall und der Executive Bonus. Solange ihr einen Miles & More Status habt, verfallen eure Miles & More Prämienmeilen nicht. Der Vorteil lässt sich allerdings auch über eine deutsche Miles & More Kreditkarte erreichen, sodass er nicht für jeden einen eigenständigen Mehrwert darstellt.

Zusätzlich erhalten Frequent Traveller bei ausgewählten Airlines der Lufthansa Group einen Executive Bonus von bis zu 50 Prozent auf die reguläre Prämienmeilengutschrift. Bei umsatzbasiert berechneten Flügen steigt der Faktor beispielsweise von vier auf sechs Meilen je Euro anrechenbarem Flugpreis.

Vorteil 5 – Frequent Traveller Kreditkarte

Ein Punkt, an dem der Frequent Traveller Status seinen Aufwand direkt in Euro zurückzahlt: Die Miles & More Frequent Traveller Credit Card kostet 5,41 Euro monatlich, also rund 65 Euro im Jahr. Die Miles & More Credit Card Gold, die im Wesentlichen die gleichen Leistungen bietet, schlägt dagegen mit 138 Euro Jahresgebühr zu Buche. Allein daraus ergibt sich für Kartennutzer eine Ersparnis von rund 73 Euro pro Jahr. Nach oben bleibt trotzdem Luft. Die Miles & More Senator Kreditkarte gibt es für Senatoren komplett ohne Kartenpreis. Über den Senator Status gibt es nach der Kontoverknüpfung den Marriott Bonvoy Gold Elite Status, über die Frequent Traveller Karte gibt es den Marriott Bonvoy Silver Elite Status.

Gebühr: 5,41 Euro/Monat

  • 4.000 Meilen + 40 Points Willkommensbonus (bis 31.12.2026)
  • Aktion: 2,1 % Guthabenzins (bis 30.11.2026)
  • 1 Meile je 2 Euro Umsatz sammeln
  • Meilenschutz für die Dauer der Statuszugehörigkeit
  • Reduzierter Kartenpreis von 5,41 Euro monatlich
  • Umfangreiche Reise- und Mietwagenversicherungen
  • Marriott Bonvoy Silver Elite Status
  • Prämienmeilen in Statuspunkte umwandeln
  • Avis Vorteile (Preferred Plus Status, bis 30 % Rabatt, 5 Meilen/Euro)
  • Wolt+ ohne Grundgebühr
  • FlexiRoam Datenvolumen
  • Verwaltung über die Miles & More App
  • Wunsch-PIN

Frequent Traveller vs. Senator Status: Vorteile im Vergleich

Und damit zum eigentlichen Thema, denn der Unterschied zwischen Senator und Frequent Traveller zeigt sich weniger dort, wo man ihn erwartet. Die Lounge ist selten das Problem. Spürbar wird das Downgrade vor allem bei den Werkzeugen rund um Prämienflüge – und bei den vielen kleinen Abläufen am Flughafen, die man über Jahre nicht mehr hinterfragt hat. Wie groß der Abstand zwischen Frequent Traveller und Senator tatsächlich ist, wird im direkten Vergleich deutlich.

VorteilFrequent TravellerSenator
Star Alliance StatusSilverGold
Business Lounges der Lufthansa Groupjaja
Senator Loungesneinja
Star Alliance Lounges weltweitneinja
Begleitperson in der Loungenein (gegen Gebühr)ja
Check-inBusiness Class SchalterFirst Class Schalter
Priority Boarding und Fast Laneneinja
Companion Awardneinja
Senator Wartelisteneinja
Meilenvorschussneinbis 50.000 Meilen
Kostenlose Sitzplatzreservierung (LH Group)neinja, tarifabhängig
Zusätzliches Freigepäcknur Miles & More Airlineszusätzlich Star Alliance
eVoucher bei Qualifikationnein (erst ab 700 QP)zwei eVoucher
Executive Bonusjaja (gleiche Höhe)
Schutz vor Meilenverfalljaja
Kartenpreis Miles & More Status-Kreditkarterund 65 Euro/Jahrkostenlos
Qualifikation pro Kalenderjahr650 Points + 325 QP2.000 Points + 1.000 QP
Status auf Lebenszeit30.000 QP40.000 QP

Die Angaben gelten für Flüge mit den Miles & More Airlines und können je nach Tarif, durchführender Airline und Station abweichen.

Keine kostenlose Begleitperson in der Lounge

Als Senator kann man keine Begleitperson kostenlos mit in die Lounge nehmen. Auch Kinder erhalten als Frequent Traveller nicht automatisch kostenlosen Zutritt. Wer überwiegend allein reist, wird diesen Unterschied selten bemerken. Für Paare, Familien oder Reisen mit Freunden ist die Einschränkung dagegen bemerkbar.

Kein allgemeiner Star Alliance Loungezugang

Der fehlende Zugang zu den Star Alliance Lounges ist der Punkt, der auf Reisen außerhalb der Lufthansa-Group am meisten weh tut. Als Star Alliance Gold Statusinhaber kommt man weltweit in über 1.000 Lounges, als Frequent Traveller ist man im Wesentlichen auf die Lounges der Lufthansa Group und der direkten Partner beschränkt.

Kein Companion Award

Der Companion Award, mit dem die Begleitperson bei Prämienflügen 50 Prozent weniger Meilen zahlt, war für mich der wertvollste Senator-Vorteil überhaupt – und der Grund, warum sich der Status auch privat gerechnet hat. Ohne ihn steigt der Meilenbedarf für Reisen zu zweit gegenüber dem Companion Award um ein Drittel. Bei einem interkontinentalen Business Class Prämienflug ist das je nach Strecke und Termin ein Unterschied im hohen fünfstelligen Meilenbereich – und damit die klarste, in Meilen messbare Lücke zwischen FTL und SEN.

Tipp: Wenn euch dieser Hebel fehlt, wird die Wahl des Abflughafens umso wichtiger. Wir haben ausgewertet, wo Prämienflüge in Europa am günstigsten und am besten verfügbar sind: Der günstigste Abflugort für Lufthansa Business Class Prämienflüge in Europa.

Der günstigste Abflugort für Lufthansa Business Class Prämienflüge in Europa

Keine Senator Warteliste für Prämienflüge

Die inoffizielle Senator Warteliste – also die Möglichkeit, Prämienflüge telefonisch anzufragen, obwohl online nichts verfügbar ist – steht ausschließlich Senatoren und HON Circle Membern zur Verfügung. Vorher war die Frage nach mehr Verfügbarkeiten oft ein Anruf, jetzt ist sie eine Suchanfrage. Wer flexibel ist und früh plant, kompensiert das teilweise. Wer aber kurzfristig plant, zu zweit reist oder in Ferienzeiten unterwegs ist, merkt den Unterschied sofort.

Kein Meilenvorschuss

Der Meilenvorschuss ist ausschließlich Senatoren (bis 50.000 Meilen) und HON Circle Membern (bis 100.000 Meilen) vorbehalten. Frequent Traveller können ihr Meilenkonto nicht überziehen. Das klingt möglicherweise unspektakulär, verändert in der Praxis aber die Buchungslogik. Als Senator konnte ich buchen, sobald eine Verfügbarkeit auftauchte, auch wenn ein paar Tausend Meilen fehlten. Wer diesen Fall kennt, sollte sich vorab anschauen, wie ihr kurzfristig Miles & More Meilen sammeln könnt.

Kein First Class Check-in, keine Fast Lane, kein Priority Boarding

Das sind die drei sichtbaren Statusvorteile, die man als Senator komplett verinnerlicht – und die als Frequent Traveller wegfallen. Ein genereller Anspruch auf Priority Boarding gehört beim FTL nicht zu den Standardvorteilen. Auch die Priority-Sicherheitskontrolle hängt in der Regel am Star Alliance Gold Status oder an der gebuchten Reiseklasse. Das ist einzeln betrachtet nie dramatisch, in der Summe verändert es aber, wie entspannt eine Reise beginnt.

Lufthansa First Class Checkin Schild Flughafen Muenchen Muc
Lufthansa First Class Check-in am Flughafen München

Keine eVoucher bei Statuserreichung oder Verlängerung

Senatoren erhalten bei Statuserreichung und jeder Verlängerung zwei eVoucher. Frequent Traveller erhalten bei der regulären Qualifikation keine Upgrade Voucher. Ganz ausgeschlossen sind eVoucher für Frequent Traveller allerdings nicht. Wer innerhalb eines Kalenderjahres 700 Qualifying Points sammelt, erhält derzeit im Rahmen der Extra Benefits einen eVoucher. Bei 800 Qualifying Points wird außerdem die Möglichkeit zum Tausch von 20.000 Prämienmeilen in jeweils 125 Points und Qualifying Points freigeschaltet.

Kulanz und Soft Benefits

Das ist der Punkt, den man am schlechtesten belegen und am deutlichsten spüren kann. Als Senator wurde in Grenzsituationen häufiger erst geprüft, was noch möglich ist, statt direkt abzuwinken – bei Übergepäck, bei knappen Umsteigezeiten, bei kurzfristigen Umbuchungen. Als Frequent Traveller ist dieser Spielraum kleiner. Nicht weg, aber kleiner. Und weil Soft Benefits nie ein Anspruch waren, kann man sich darüber auch schlecht beschweren. Es ist aber ein realer Teil des Unterschieds, den man erst nach dem Downgrade richtig einordnen kann.

Frequent Traveller Status – Kosten und Gegenwert

Zum Frequent Traveller Status führen inzwischen drei Wege: die reguläre Qualifikation über Statuspunkte, die Uptrip App und auch der aktuell angebotene direkte Kauf über die sogenannte Fast Lane.

Die reguläre Qualifikation über Statuspunkte

Für die reguläre Qualifikation benötigt ihr 650 Points und 325 Qualifying Points. Rechnerisch reichen beispielsweise vier interkontinentale Business Class Segmente oder 33 kontinentale Economy Class Segmente – vorausgesetzt, die Hälfte der Flüge werden von einer Airline durchgeführt, die auch Qualifying Points vergibt. Neben Flügen lassen sich mittlerweile auch am Boden Miles & More Statuspunkte sammeln. Der entscheidende Vorteil: Nur bei diesem Weg werden Points und Qualifying Points gutgeschrieben, die zugleich für die Senator-Qualifikation und den Miles & More Lifetime Status zählen. Unsere Ideen für einen Miles & More Statuspunkte Run zeigen konkrete Routings.

Uptrip – Der Umweg über Sammelkarten

Die Uptrip App ist die interessanteste Hintertür zum Frequent Traveller Status. Für die entsprechende Kollektion benötigt ihr 50 Sammelkarten, von denen mindestens 40 aus eigenen Flügen stammen müssen. Da jedes Flugsegment zwei Karten bringt, sind mindestens 20 Flugsegmente erforderlich. Wer alle 50 Karten selbst erfliegen möchte, braucht 25 Segmente. Der aktuell über die Kollektion vergebene Status gilt bis Ende Februar 2028.

Mit der Uptrip App günstiger zum Miles & More Frequent Traveller Status?

Die Fast Lane – Frequent Traveller Status kaufen

Alternativ können berechtigte Miles & More Kreditkarteninhaber ohne bestehenden Vielfliegerstatus bis zum 30.09.2026 den Frequent Traveller Status über die Fast Lane für 650 Euro oder 80.000 Meilen kaufen. Der Status gilt allerdings nur bis Ende Februar 2027 und damit je nach Kaufzeitpunkt nur etwa fünf bis sieben Monate. Zum Vergleich: Die zuletzt angebotene Verlängerung eines bestehenden FTL kostete ebenfalls 650 Euro oder 80.000 Meilen, galt aber für ein vollständiges Statusjahr.

Was ist der Frequent Traveller Status wert?

Die 650 Euro sind der beste verfügbare Anhaltspunkt dafür, was Miles & More den Status selbst wert ist – und ehrlich gesagt eine Zahl, bei der man zweimal hinschauen sollte. Wer den Loungezugang als Hauptmotiv hat, bekommt mit der American Express Platinum Card für 720 Euro Jahresgebühr und damit nur 70 Euro mehr zwei Priority Pässe, weltweiten Loungezugang, Guthaben, Versicherungen und Hotelstatusvorteile obendrauf. Der Lufthansa Loungezugang über die American Express Platinum Kreditkarte läuft allerdings Ende September 2026 aus. Wer wirklich Star Alliance Gold Vorteile benötigt, erreicht diese in anderen Programmen teilweise sogar deutlich günstiger (Star Alliance Gold Status erreichen).

Meine Einordnung: Als Nebenprodukt des ohnehin vorhandenen Flugverhaltens ist der Frequent Traveller Status klar sinnvoll. Ihn mit Umwegen und Mehrkosten künstlich zu erfliegen oder zu kaufen, lohnt sich dagegen selten – dafür ist das Vorteilspaket zu schmal.

Lohnt sich der Miles & More Frequent Traveller Status?

Der Frequent Traveller Status lohnt sich – aber nicht für jeden und nicht zu jedem Preis. Wer regelmäßig allein, überwiegend in Economy Class und hauptsächlich mit der Lufthansa Group fliegt, erhält ein rundes Paket aus Loungezugang, Business Class Check-in, zusätzlichem Gepäck, Meilenschutz und einer eigenen Servicehotline. Wird der Status mit ohnehin geplanten Flügen erreicht, gibt es wenig gegen ihn einzuwenden.

Weniger attraktiv ist der Frequent Traveller Status für Reisende, die häufig mit unterschiedlichen Star Alliance Airlines unterwegs sind. Der Star Alliance Silver Status bringt im Vergleich zum Star Alliance Gold Status nur sehr wenige allianzweite Vorteile. Auch für Familien und Paare ist der Status eingeschränkt. Die fehlende kostenlose Begleitperson macht den Loungezugang entweder unpraktisch oder teuer. Schließlich sollte der Status nicht allein deshalb angestrebt werden, weil er erreichbar ist. Wer zusätzliche, nicht benötigte Flüge bucht und viel Geld für einen Statusrun ausgibt, sollte den realistischen Gegenwert der Vorteile vorher kritisch berechnen.

Meine Erfahrung als Frequent Traveller – Fazit

Der Frequent Traveller Status ist für mich eine gute Übergangslösung, aber kein vollwertiger Ersatz für den Senator Status. Loungezugang, Business Class Check-in, zusätzliches Gepäck und Meilenschutz decken die wichtigsten Grundlagen ab. Als erster Vielfliegerstatus kann der Frequent Traveller einen großen Unterschied machen. Als Nachfolger eines langjährigen Senator Status fühlt er sich dagegen vor allem wie ein solides Sicherheitsnetz an. Passenderweise läuft meine erneute Senator-Qualifikation bereits.

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Miles & More Frequent Traveller Status? Hinterlasst gerne einen Kommentar!

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