Emirates sorgt mit einer neuen, familienunfreundlichen Regelung für Aufsehen. Kinder bis einschließlich 8 Jahre dürfen keine Emirates First Class Flüge mehr antreten, wenn diese mit Skywards Meilen gebucht oder geupgradet wurden. Bei regulär bezahlten Buchungen sind Kinder hingegen weiterhin willkommen.
Update vom 18.12.2025: Die Altersregel gilt offenbar nicht mehr nur bei Emirates Skywards. Auch das Air Canada Aeroplan Programm weist bei Emirates Einlösungen inzwischen explizit darauf hin, dass Kinder unter 9 Jahren nicht mit einem Prämienticket in der Emirates First Class reisen dürfen. Ebenso können Emirates First Class Prämienflüge nur noch mit einem Aeroplan Vielfliegerstatus gebucht werden – analog zur Skywards Statusregel. Mehr Infos weiter unten.
Details zur neuen Emirates Skywards Regel
Bereits im Frühjahr 2025 hatte Emirates die Hürden für First Class Prämien erhöht. Seit Mai 2025 dürfen nur noch Skywards Mitglieder mit Status (mindestens Silver) First Class Awards buchen. Nun folgt der nächste Schritt der Zugangskontrolle: Familien mit jungen Kindern bleiben außen vor – zumindest auf dem Meilen-Weg. Eingeführt wurde das Verbot zum 15. August 2025. Zu diesem Datum aktualisierte Emirates still und leise die Emirates Skywards Programmbedingungen. Dort heißt es nun wörtlich:
“Please note that passengers aged 8 years old and below are ineligible for First Class Emirates Classic Rewards and Upgrade Rewards.”
Die Einschränkung gilt ausschließlich für mit Meilen gebuchte First Class Flüge – sei es ein Award Ticket oder ein mit Meilen vorgenommnes Upgrade von der Economy/Business Class in die First Class. Regulär bezahlte First Class Tickets sind von der Regel nicht betroffen. Eine klare öffentliche Begründung hat Emirates bisher nicht geliefert. Die Regeländerung wurde ohne Ankündigung in die Skywards-Bedingungen eingefügt.
Emirates First Class Prämienflüge nur noch mit Skywards Status buchbar
Partnerprogramme: Aeroplan übernimmt Alters- und Statushürde
Monatelang sah es so aus, als würde Emirates die Altersregel nur bei Skywards durchsetzen. In den Partnerhinweisen von Air Canada Aeroplan zu Emirates (Link) findet sich inzwischen jedoch ein klarer Hinweis, dass Kinder unter 9 Jahren nicht für Emirates First Class Prämientickets zugelassen sind. Zusätzlich soll Emirates First Class über Aeroplan nur noch buchbar sein, wenn das einlösende Mitglied mindestens den Aeroplan 35K Status hat.
“Infants and children under the age of 9 are not eligible to travel in the First Class cabin on a redemption ticket and, accordingly, such redemptions are not permitted. Redemption for travel in the First Class cabin is only available to those members who are at least Aeroplan 35K Members or higher tier status. Members below this tier are not eligible to redeem for First Class travel.”
Emirates zieht die Daumenschrauben also nicht nur bei Skywards an. Wenn auch Partnerprogramme wie Aeroplan Alters- und Statushürden bei Emirates First Class Prämienflügen übernehmen, ist das ein deutliches Signal: Die Emirates First Class als Prämienflug soll für immer weniger Leute erreichbar sein. Wer Emirates First Class weiterhin über ein Partnerprogramm buchen will, landet aktuell fast zwangsläufig bei Qantas Frequent Flyer. Zumindest die Skywards-Statushürde scheint Qantas nicht 1 zu 1 zu übernehmen.
Emirates First Class Prämienflüge über Qantas Frequent Flyer sind allerdings selten und tauchen aktuell am ehesten auf ausgewählten Langstrecken auf – besonders häufig in Richtung Australien und Neuseeland. Ein Emirates First Class Flug von Dubai nach Perth lässt sich zum Beispiel für 147.700 Qantas Points und 1.199 AUD (ca. 676 EUR) Steuern und Gebühren buchen.

Andere Airlines: Verbote und Einschränkungen für Kinder?
Emirates bewegt sich mit dieser neuen Policy auf ungewöhnlichem Terrain. Gibt es überhaupt Airlines, die ähnlich vorgehen? Nahezu keine große Fluggesellschaft weltweit verbietet Kindern das Reisen in First oder Business Class – weder gegen Cash noch Meilen. Kinder in Premiumkabinen sind zwar immer wieder Gegenstand von Debatten unter Vielfliegern, offizielle Restriktionen sind jedoch die absolute Ausnahme.
Ein vergleichbarer Fall stammt aus dem Jahr 2011. Malaysia Airlines führte damals ein Baby-Verbot in der First Class ein. Kinder unter 2 Jahren (also Säuglinge auf dem Schoß) durften auf bestimmten Maschinen nicht mehr in der First mitfliegen. Der damalige Malaysia-CEO begründete den Schritt offen mit Beschwerden zahlender Gäste über schreiende Babys. Also entschied man, in den neuen Airbus A380 und einigen Boeing 747 keine Bassinets in First Class einzubauen und damit faktisch keine Babys mehr zuzulassen.
Andere große Netzwerk-Airlines wie Lufthansa, British Airways, Air France, Singapore Airlines, Qatar Airways oder Etihad haben keinerlei Altersbeschränkungen in First oder Business. Kinder jeder Altersstufe dürfen dort mitreisen, sofern sie ein Ticket haben.
Der günstigste Abflugort für Lufthansa First Class Prämienflüge in Europa
Emirates verbietet Kindern First Class Prämienflüge – Fazit
Man könnte fast meinen, Emirates habe es auf Meilensammler abgesehen. Das jüngste “Kinder-Verbot” ist nur eine von mehreren neuen Restriktionen und Abwertungen bei Emirates Skywards. So lassen sich Emirates First Class Prämienflüge seit Mai 2025 ausschließlich von Skywards Statusinhabern buchen. Im August wurden zudem die Zuzahlungen für Prämienflüge auf Emirates 5th Freedom Routen angehoben. Und auch in den Verhandlungen mit American Express trat Emirates offenbar so hart auf, dass das Transferverhältnis von Membership Rewards Punkten zu Skywards Meilen inzwischen das schlechteste unter allen Amex-Transferpartnern ist.
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