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28. Dezember 2020 Markus 0 News

Lufthansa und Vereinigung Cockpit einigen sich auf Einsparmaßnahmen bis März 2022

Lufthansa und die Pilotenvertretung Vereinigung Cockpit (VC) haben sich kurz vor dem Jahreswechsel auf Einsparmaßnahmen bis Ende März 2022 einigen können. Die bestehende Vereinbarung zwischen der Fluglinie und den Piloten vom 02.04.2020 galt nur noch bis Ende des Jahres. Rund eine halbe Milliarde Euro an Gehaltskosten kann die Lufthansa bis Ende 2021 damit einsparen.

Seit Monaten wurde verhandelt

Die damals getroffenen Maßnahmen zur Reduzierung der Gehaltskosten bleiben bestehen und werden durch weitere ergänzt. Durch Kurzarbeit konnten 2020 die fälligen Gehaltskosten für Piloten um die Hälfte reduziert werden. Eine Verlängerung der Kurzarbeit für das komplette Jahr 2021 wurde beschlossen und um eine Absenkung der Arbeitszeit mit äquivalenter Gehaltsanpassung sowie eine Aussetzung von Tariferhöhungen erweitert. Die neuen Krisenbeiträge gelten – der Zustimmung der jeweiligen Gremien vorausgesetzt – nun mindestens bis zum 31.03.2022. Seit September wurde intensiv zwischen VC und Lufthansa verhandelt.

Lufthansa und Vereinigung Cockpit vereinbaren Krisenbeiträge bis 31. März 2022. Infos: https://t.co/RjzywMbRcx pic.twitter.com/24kQPcKWXn

— Lufthansa News (@lufthansaNews) December 23, 2020

Einsparmaßnahmen bringen bis zu 600 Mio. Euro

Diese Vereinbarung gilt für 5.000 Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo, Lufthansa Aviation Training sowie für einen Teil der Germanwings Piloten. Im Gegenzug verpflichtet sich die Lufthansa, von betriebsbedingten Kündigungen für die Piloten bis März 2022 abzusehen. Zudem erhalten die Piloten 24 Millionen Euro, um im Falle eines Personalabbaus sozialverträgliche Maßnahmen zu finanzieren. In Summe bringt die Einigung mit Vereinigung Cockpit der Lufthansa Group Einsparungen von rund 450 Millionen Euro, die auf bis zu 600 Millionen Euro wachsen können. Im Laufe des kommenden Jahres werden sich die Vertreter beider Parteien erneut zusammensetzen, um sich über die Zukunft nach März 2022 und damit verbundene nachhaltige Lösungen auszutauschen. Wenn man die Aussage von Markus Wahl, Präsident der VC, im Statement liest, waren die vergangenen Verhandlung sehr hart und im nächsten Jahr könnte es so weiter gehen. „Wir sind erleichtert, dass es uns trotz eines extrem unnachgiebigen Managements gelungen ist, das Cockpitpersonal mindestens bis zum 31.03.2022 gegen betriebsbedingte Kündigungen abzusichern.”

Einigung bei Krisentarifvertrag erzielt, Pilotenarbeitsplätze gegen betriebsbedingte Kündigungen gesichert. https://t.co/PessFcVEFw pic.twitter.com/QO5Oey7zV3

— Vereinigung Cockpit (@vcockpit) December 23, 2020

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