Flugzeug Qantas Airbus A380 Sydney Airport
02. Juli 2025 Markus 0 News

Cyberangriff auf Qantas: Sechs Millionen Kunden betroffen

Die australische Fluggesellschaft Qantas ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Hackern ist es offenbar gelungen, sich Zugriff auf ein System eines Callcenters zu verschaffen und auf persönliche Daten von Millionen Mitgliedern zuzugreifen.

Cyberangriff auf Qantas: Was bisher bekannt ist

Am 2. Juli 2025 hat Qantas darüber informiert, dass es am Montag, den 30. Juni 2025, in einem der Contact Center zu einem Cyberangriff gekommen ist. Hacker haben anscheinend Zugang zu einer externen Kundenservice-Plattform eines Drittanbieters verschafft. Die Fluggesellschaft habe daraufhin sofort Maßnahmen ergriffen und das System isoliert, heißt es in einer Pressemeldung. Alle Qantas-Systeme sind weiterhin sicher und der Cyberangriff habe keine Auswirkungen auf den Flugbetrieb oder die Sicherheit der Airline. Auch Vielfliegerkonten seien nicht betroffen.

Welche Kundendaten sind betroffen?

Auf der betroffenen externen Plattform befinden sich Daten von rund sechs Millionen Kunden. Da Qantas auch internationale Kunden betreut, ist nicht auszuschließen, dass der Vorfall auch Personen außerhalb Australiens betrifft. Eine erste Analyse ergab, dass die Hacker Zugriff auf Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten und Vielfliegernummern der Kunden hatten. Die australische Fluggesellschaft betont, dass keine Kreditkartendaten, finanzielle Informationen oder Passdaten in dem betroffenen Kundenservice-System gespeichert werden. Ebenso wenig seien Vielfliegerkonten und Login-Daten.

Was unternimmt Qantas nach dem Angriff?

Derzeit nimmt Qantas Kontakt mit betroffenen Kunden auf, um Unterstützung anzubieten. Zudem habe man eine spezielle Kunden-Hotline sowie eine Informationsseite auf der Website eingerichtet. Qantas hat zudem das Australian Cyber Security Centre und das Office of the Australian Information Commissioner über den Cyberangriff sowie die Australian Federal Police informiert. Gleichzeitig habe man zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen implementiert, um den Zugriff weiter einzuschränken und die Systemüberwachung und Angriffserkennung zu verstärken, so das Mitglied der Oneworld Alliance. Vanessa Hudson, CEO der Qantas Group, entschuldigte sich in der Pressemeldung bei ihren Kunden. „Wir entschuldigen uns aufrichtig bei unseren Kunden und verstehen die Verunsicherung, die dieser Vorfall auslöst“, so die Topmanagerin.

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