Malediven Wasserflugzeug Unsplash
23. April 2026 Florian 5 Flugrecht, Sonstiges

Welche Länder haben die höchste Luftverkehrsteuer?

Wer mit Meilen einen Prämienflug bucht, freut sich über den vermeintlich kostenlosen Flug. Doch Steuern und Gebühren müssen weiterhin bezahlt werden – und die fallen je nach Abflugland sehr unterschiedlich aus. In einigen Ländern summieren sich staatlich erhobene Flugabgaben auf mehrere Hundert Euro pro Passagier. In diesem Beitrag analysieren wir die weltweit höchsten Luftverkehrsteuern, erklären die Unterschiede zwischen Steuerarten und zeigen auf, wie sich das alles auf Vielflieger und Meilensammler auswirkt.

Update (21.04.2026): Die Niederlande reformieren ihre Luftverkehrsteuer ab dem 1. Januar 2027 grundlegend. Statt eines einheitlichen Satzes von derzeit 30,25 Euro wird die sogenannte Vliegbelasting künftig nach Flugdistanz gestaffelt erhoben. Vorgesehen sind bis zu 70,86 Euro auf Langstrecken – jeweils noch zzgl. Inflationsanpassung. Mehr Infos weiter unten im Artikel.

Was ist eine Luftverkehrsteuer?

Unter einer Luftverkehrsteuer versteht man eine staatlich erhobene Abgabe, die unabhängig vom Ticketpreis bei einem Abflug zu entrichten ist. Sie wird im Gegensatz zu übrigen Flughafenentgelten – beispielsweise Sicherheitsgebühren oder Passagiergebühren – direkt vom Staat festgesetzt und dient meist fiskalischen oder umweltpolitischen Zielen.

Im Gegensatz zu Airline-eigenen Zuschlägen wie Treibstoffzuschlägen – die von einigen Ländern sogar untersagt oder begrenzt werden – ist die Luftverkehrsteuer eine gesetzlich verankerte Pflichtabgabe. Sie wird meist entweder pauschal oder gestaffelt nach Flugdistanz und Buchungsklasse berechnet. Die Airlines ziehen sie beim Ticketkauf ein und leiten sie an die zuständigen Behörden weiter. Gerade bei Prämienflügen mit Meilen kann die Luftverkehrsteuer einen erheblichen Teil der Zuzahlung ausmachen – und je nach Abflugland stark variieren. Während sie in vielen Ländern nur wenige Euro beträgt, summiert sie sich in manchen Staaten auf dreistellige Beträge.

Hinweis: Die in diesem Artikel vorgestellten Länder stellen die aktuell teuersten uns bekannten Abflugstandorte dar – ohne Anspruch auf vollständige und globale Erfassung. Die Rangliste bezieht sich auf reguläre Passagierflüge bzw. typische Prämienflüge mit Airlines. Sondertarife für Privatjets, Business Aviation oder sehr kleine Flugzeuge bleiben unberücksichtigt.

Die höchsten Luftverkehrsteuern – Platz 1: Malediven

  • bis zu 480 USD (ca. 408 EUR) in der First Class

Die Malediven sind nicht nur für exklusive Inselresorts bekannt, sondern seit Ende 2024 auch für die weltweit höchsten staatlich festgelegten Flugabgaben. Bis Ende 2021 zahlten alle internationalen Passagiere einheitlich 50 USD in Form einer Airport Service Charge und Airport Development Fee. Anfang 2022 wurde die Airport Service Charge abgeschafft, dafür aber die Airport Development Fee erhöht und die Departure Tax neu eingeführt. Im Dezember 2024 wurden dann beide Abgaben drastisch erhöht. Die Steuer wird bei jedem internationalen Abflug von Malé (MLE) fällig, unabhängig davon, in welches Zielland ihr fliegt. Die Steuerhöhe richtet sich nach der gebuchten Reiseklasse:

  • First Class: 480 USD (~408 EUR)
  • Business Class: 240 USD (~204 EUR)
  • Economy Class: 100 USD (~85 EUR)

Beispiel: Für einen Oneway Business Class Flug mit Emirates – gebucht über das Emirates Skywards Vielfliegerprogramm – von Malé nach Dubai werden 240 USD fällig (je zur Hälfte aufgeteilt in Airport Development Fee und Departure Tax). Hinzu kommen 1,40 USD für die sogenannte Advance Passenger Information Fee. Die restlichen Zuzahlungen sind auf von der Airline erhobene Zuschläge zurückzuführen.

Emirates Male Dubai Flugsteuern Beispiel Business Class

In der First Class verdoppeln sich die Kosten sogar auf 480 USD – also in etwa 408 Euro. Im Vergleich dazu betragen die steuerlichen Abgaben auf der Gegenrichtung von Dubai nach Malé lediglich rund 30 Euro.

Emirates Male Dubai Flugsteuern Beispiel First Class

Der Flug wird übrigens mit der neuen Emirates Boeing 777-300ER mit der modernisierten Business Class durchgeführt (Alle Emirates Boeing 777-300ER Strecken & Ziele mit neuer Business Class).

Die höchsten Luftverkehrsteuern – Platz 2: Vereinigtes Königreich

  • bis zu 253 GBP (ca. 291 EUR) in der Business Class oder höher

Das Vereinigte Königreich erhebt seit 1994 die Air Passenger Duty (APD), eine der ältesten und höchsten Flugsteuern weltweit. Die APD ist politisch wie wirtschaftlich seit Jahren umstritten. Airlines kritisieren die Steuer als Standortnachteil für britische Flughäfen. In jedem Fall ist die APD der Hauptgrund, warum Prämienflüge mit Abflug ab Großbritannien regelmäßig deutlich höhere Zuzahlungen verursachen als vergleichbare Einlösungen ab Kontinentaleuropa. Für Vielflieger und Meilensammler ist dies daher auch ein triftiger Grund, ihre Reise nicht in Großbritannien zu starten. Ab April 2027 ist bereits eine weitere Erhöhung geplant.

Die APD wird nach Flugdistanz und Reiseklasse berechnet und gilt für Abflüge aus dem Vereinigten Königreich. Transitpassagiere sind ausgenommen. Das britische Finanzministerium unterscheidet vier Kategorien: Band A umfasst alle Flüge mit einer Distanz von bis 2.000 Meilen, Band B betrifft Verbindungen zwischen 2.001 und 5.500 Meilen, Band C alle Flüge über 5.500 Meilen. Zusätzlich gelten gesonderte Sätze für Inlandsflüge innerhalb des Vereinigten Königreichs. Bei verbundenen Flügen ist für die APD die Endbestimmung maßgeblich. Wird auf einer verbundenen Reise in mehr als einer Reiseklasse geflogen, fällt der höhere Rate für die gesamte Reise an. Seit dem 01.04.2026 gelten folgende APD-Sätze:

  • Inland: 16 GBP (~18 EUR) Business Class und höher | 8 GBP (~9 EUR) Economy Class
  • Band A: 32 GBP (~37 EUR) Business Class und höher |15 GBP (~17 EUR) Economy Class
  • Band B: 244 GBP (~280 EUR) Business Class und höher | 102 GBP (~117 EUR) Economy Class
  • Band C: 253 GBP (~291 EUR) Business Class und höher | 106 GBP (~122 EUR) Economy Class

Beispiel: Bei einem über Miles & More gebuchten Lufthansa Business Class Flug von London nach Singapur fällt die volle britische Air Passenger Duty (APD) an. Allein durch den Abflug ab London werden in diesem Fall 253 GBP Luftpassagierabgabe fällig.

Miles And More Swiss Business Class London Singapur Beispiel Flugsteuern 2026

Weiterführende Informationen zur APD und deren Berechnung findest du in unseren ausführlichen Artikeln:

Die höchsten Luftverkehrsteuern – Platz 3: Frankreich

  • bis zu 120 Euro in der Business Class oder höher

​Frankreich erhebt seit der letzten Erhöhung am 1. März 2025 eine der umfangreichsten und differenziertesten Luftverkehrsteuern Europas. Die sogenannte Taxe de solidarité sur les billets d’avion (TSBA), auch bekannt als Solidaritätssteuer, wurde im Rahmen des Haushaltsgesetzes 2025 deutlich erhöht und soll zur Finanzierung von Infrastruktur und Klimaprojekten beitragen. Die Erhöhung der TSBA hat zu Kritik geführt, sodass die höheren Kosten die Wettbewerbsfähigkeit französischer Flughäfen beeinträchtigen könnten.

Frankreich staffelt seine Flugticketsteuer nach Flugdistanz und Buchungsklasse und diese gilt bei Abflügen aus Frankreich. Transitpassagiere sind ausgenommen. Dabei gilt als Kurzstrecke jede Verbindung innerhalb der EU, des Europäischen Wirtschaftsraums sowie in Länder, deren Hauptstadtflughafen weniger als 1.000 Kilometer von Paris (CDG) entfernt liegt. Mittelstreckenflüge decken alle Ziele zwischen 1.000 und 5.500 Kilometern Entfernung ab. Als Langstrecke gelten schließlich alle Flüge, bei denen die Distanz zum Zielflughafen mehr als 5.500 Kilometer beträgt – etwa nach Singapur, New York oder Johannesburg. Die folgenden Beträge beziehen sich auf die seit 1. März 2025 erhöhte Solidaritätskomponente der französischen Luftverkehrsbesteuerung.

  • Kurzstrecke: 30 EUR Business und höher | 7,40 EUR Economy Class
  • Mittelstrecke: 80 EUR Business und höher | 15 EUR Economy Class
  • Langstrecke: 120 EUR Business Class und höher | 40 EUR Economy Class

Ein konkretes Beispiel für die tatsächliche Steuerbelastung zeigt ein Business Class Prämienflug mit Air France von Paris-Charles de Gaulle nach Singapur – gebucht über das Flying Blue Vielfliegerprogramm. Für den Abflug ab Frankreich werden 120 Euro TSBA-Steuern berechnet.

Air France Paris Singapur Business Class Flugsteuern Beispiel April 2026

Spannend ist der direkte Vergleich mit demselben Interkontinental-Flug, jedoch mit Zubringer ab Amsterdam. Durch dieses Routing werden nicht die vollen französischen Abgaben fällig. Hier fällt im Jahr 2026 vor allem die niederländische staatliche Flugsteuer in Höhe von 30,25 Euro an. Ab 2027 ändert sich die Systematik jedoch: Dann ist bei Abflug aus den Niederlanden die Endbestimmung laut Buchung maßgeblich. Ein Routing wie Amsterdam–Paris–Singapur würde damit voraussichtlich dem niederländischen Langstreckensatz unterliegen.

Air France Business Class Amsterdam Singapur Business Class Flugsteuern Beispiel April 2026jpg

Die höchsten Luftverkehrsteuern – Platz 4: Barbados

  • bis zu 98 USD (ca. 83 EUR) – unabhängig der Reiseklasse

Barbados zählt zu den teuersten Abflugländern der Karibik. Bei internationalen Flügen erhebt die Insel gleich zwei staatlich festgelegte Abgaben: eine klassische Departure Tax – in Barbados getarnt als Airport Service Charge – sowie eine zusätzlich eingeführte Passenger Service Charge. Die Abgaben gelten für alle Passagiere ab zwei Jahren. Die Steuern fallen bei jedem internationalen Abflug vom Grantley Adams International Airport (BGI) an und werden pauschal, je nach Zielregion berechnet. Die folgenden Sätze basieren auf den nennenswerten Mehrkosten, die bei internationalen Abflügen mit Ziel außerhalb der Karibik entstehen:

  • Departure Tax bzw. Airport Service Charge: 70 USD (~60 EUR)
  • Passenger Service Charge: 27,50 USD (~24 EUR)

Beispiel: Ein Business Class Prämienflug mit American Airlines – gebucht über das AAdvantage Vielfliegerprogramm – von Barbados nach Miami kostet 25.000 Meilen plus 118,61 USD an Steuern und Gebühren. Davon entfallen 97,50 USD auf die staatlichen Flugabgaben in Barbados.

American Air Aadvantage Business Class Barbados Newyork Beispiel Flugsteuern

Barbados ist über Direktverbindungen unter anderem mit Condor, British Airways, Delta, Air Canada, American Airlines, Copa Airlines und weiteren Airlines erreichbar. Für Meilensammler bedeutet das: Wer einen Prämienflug ab Barbados plant – etwa mit Avios, Aeroplan oder AAdvantage Meilen – muss mit Zusatzkosten durch die staatlichen Abgaben rechnen.

Die höchsten Luftverkehrsteuern – Platz 5: Fidschi

  • 200 FJD (ca. 77 EUR) – unabhängig der Reiseklasse

Fidschi erhebt eine der höchsten staatlich regulierten Abflugsteuern im südpazifischen Raum. Die wichtigste Komponente ist die sogenannte Departure Tax, ergänzt durch weitere Pflichtabgaben wie eine Sicherheits- und Infrastrukturgebühr. Die Abgaben gelten pauschal pro Passagier. Nur Transitpassagiere, die nicht einreisen, sind ausgenommen. Der Hauptbestandteil ist die Departure Tax in Höhe von 200 FJD (~90 USD). Die Steuern sind bei jedem internationalen Abflug ab Nadi (NAN) fällig – unabhängig von der Reiseklasse oder dem Reiseziel.

Beispiel: Ein AAdvantage Meilenticket in der Main Cabin (Economy) mit Fiji Airways von Nadi nach Los Angeles kostet 40.000 Meilen plus 104 USD an Zuzahlungen. Davon entfallen über 90 USD auf staatliche Abgaben von Fidschi.

American Air Aadvantage Economy Class Fiji Losangeles Beispiel Flugsteuern April 2026

Die höchsten Luftverkehrsteuern – Platz 6: Niederlande (ab 2027)

  • bis zu 70,86 Euro zzgl. Inflationsanpassung ab 2027 – unabhängig der Reiseklasse

Die Niederlande gehören ab 2027 zu den teuersten europäischen Abflugländern. Aktuell wird bei Abflügen ab niederländischen Flughäfen eine einheitliche “Vliegbelasting” in Höhe von 30,25 Euro pro Passagier erhoben. Zum 1. Januar 2027 stellen die Niederlande jedoch von einem einheitlichen Satz auf ein distanzabhängiges Modell um. Künftig entscheidet das Endziel der Reise über die Höhe der Steuer – auch dann, wenn unterwegs umgestiegen wird. Damit wird nicht mehr nur der erste Flugabschnitt betrachtet, sondern das Ziel laut Beförderungsvertrag. Die Zuordnung erfolgt über Länder- und Gebietelisten in den Anhängen zur neuen Regelung und orientiert sich vereinfacht an der Luftlinienentfernung von Amsterdam: Kurzstrecke bis ca. 2.000 Kilometer, Mittelstrecke über ca. 2.000 bis 5.500 Kilometer und Langstrecke über ca. 5.500 Kilometer.

Ab 01.01.2027

  • Kurzstrecke: 29,40 EUR
  • Mittelstrecke: 47,24 EUR
  • Langstrecke: 70,86 EUR

Die genannten Beträge werden 2027 noch um die Inflation korrigiert (Link). Der tatsächlich fällige Langstreckensatz dürfte daher oberhalb von 70,86 Euro liegen. Damit rücken die Niederlande bei Langstreckenflügen in die Nähe der deutschen Luftverkehrsteuer vor deren geplanter Senkung und liegen künftig deutlich über vielen anderen europäischen Abflugländern. Transferpassagiere, Crewmitglieder und Kinder unter zwei Jahren sind von der Steuer ausgenommen.

Für Meilensammler ist die Änderung besonders relevant, weil Amsterdam einer der wichtigsten europäischen Umsteigeflughäfen ist. Wer eine Reise in Amsterdam startet – etwa mit Air France/KLM, Delta oder einer SkyTeam Airline – muss ab 2027 bei Langstreckenzielen mit deutlich höheren staatlichen Zuzahlungen rechnen. Ein Routing wie Amsterdam–Paris–Singapur dürfte damit nicht mehr nur wie ein kurzer Zubringer nach Paris behandelt werden, sondern anhand der Endbestimmung Singapur dem Langstreckensatz unterliegen.

Die höchsten Luftverkehrsteuern – Platz 7: Deutschland

  • bis zu 70,83 Euro aktuell (geplant ab 01.07.2026 bis zu 59,43 Euro) – unabhängig der Reiseklasse

Klassisch gestaffelt und typischerweise auf den Cent genau: Deutschland erhebt seit 2011 eine staatliche Luftverkehrsteuer, die bei jedem Abflug von einem deutschen Flughafen fällig wird. Im November 2025 beschloss die neue Bundesregierung, die Luftverkehrsteuer zum 1. Juli 2026 wieder auf das Niveau vor der letzten Erhöhung im Mai 2024 zu senken. Dies soll den Luftverkehrsstandort Deutschland entlasten und die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich verbessern. Am 1. April 2026 beschloss das Bundeskabinett den entsprechenden Gesetzentwurf. Weitere Informationen zur Entwicklung der deutschen Luftverkehrsteuer findest du in unserem ausführlichen Artikel über die deutsche Luftverkehrsteuer.

Die Steuer wird pro abfliegendem Passagier bei Abflügen von deutschen Flughäfen fällig – unabhängig vom Ticketpreis oder der Buchungsklasse. Transitpassagiere, die Deutschland innerhalb von 24 Stunden auf demselben Ticket weiter verlassen, sind von der Abgabe befreit. Die deutsche Luftverkehrsteuer ist nach drei Distanzklassen gestaffelt. Distanzklasse 1 umfasst Ziele bis 2.500 Kilometer, also vor allem Ziele innerhalb Europas und im Mittelmeerraum. Distanzklasse 2 gilt für Entfernungen zwischen 2.501 und 6.000 Kilometern. Distanzklasse 3 betrifft alle Langstreckenflüge über 6.000 Kilometer, beispielsweise nach Nordamerika oder Ostasien. Es gelten die folgenden Steuersätze:

Seit 01.05.2024

  • Distanzklasse 1: 15,53 EUR
  • Distanzklasse 2: 39,34 EUR
  • Distanzklasse 3: 70,83 EUR

Vorbehaltlich des weiteren Gesetzgebungsverfahrens sollen die niedrigeren Steuersätze zum 1. Juli 2026 in Kraft treten.

Geplant ab 01.07.2026

  • Distanzklasse 1: 13,03 EUR
  • Distanzklasse 2: 33,01 EUR
  • Distanzklasse 3: 59,43 EUR

Beispiel: Ein Lufthansa Business Class Miles & More Prämienflug von Frankfurt nach New York schlägt im Juli 2026 zum aktuellen Buchungszeitpunkt mit 54.815 Meilen und etwa 843 Euro Steuern und Gebühren zu Buche. Davon entfallen 70,83 Euro auf die Luftverkehrsteuer der Distanzklasse 3. Der Rest entfällt vor allem auf die Lufthansa Treibstoffzuschläge sowie auch der Umweltkostenzuschlag, den Miles & More auf Flügen mit Lufthansa und allen weiteren Miles & More Partnerairlines seit 2024 separat ausweist. Bei einer Buchung nach Inkrafttreten der geplanten Senkung würde sich die ausgewiesene Luftverkehrsteuer bei diesem Flug auf 59,43 Euro reduzieren.

Miles And More Praemienflug Lufthansa Business Class Frankfurt New York Juli 2026

Die höchsten Luftverkehrsteuern – Weitere Länder

Die folgenden Länder erheben staatlich festgelegte Steuern oder steuerähnliche Pflichtabgaben bei Ausreise oder Abflug, die teils fest, teils einheitlich oder nach Strecke gestaffelt sind – häufig mit dem Ziel, Kurzstreckenflüge zu verteuern oder Umweltkosten besser abzubilden.

  • Mexiko: ca. 1.030 MXN (~51 EUR) TUA je nach Airport unterschiedlich
  • Libanon: 65 USD First Class | 50 USD Business Class | 35 USD Economy Class Departure Tax
  • Seychellen: 50 USD Passenger Service Fee + 15 USD Einreiseabgabe (Transit ohne Einreise befreit)
  • Australien: 70 AUD (~43 EUR) Passenger Movement Charge bei internationalen Abflügen
  • Norwegen: 61 NOK (~6 EUR) Europa | 350 NOK (~32 EUR) Fernziele im Jahr 2026 (Transitpassagiere <24h sind befreit)
  • Dänemark: 30 DKK (~4 EUR) Europa | 260 DKK (~35 EUR) Mittelstrecke | 320 DKK (~43 EUR) Langstrecke im Jahr 2026; schrittweise Anhebung bis 2030 auf 50/310/410 DKK. Transit-/Transferpassagiere mit Weiterflug innerhalb von 24 Stunden sind ausgenommen.
  • Österreich: 30 EUR Flugabgabe für Ultrakurzstrecken unter 350 km | 12 EUR bei allen übrigen Flügen
  • Niederlande: 30,25 EUR Vliegbelasting im Jahr 2026; ab 2027 distanzabhängig mit bis zu 70,86 EUR zzgl. Inflationsanpassung – siehe eigener Abschnitt oben
  • Belgien: 10 EUR für Ziele bis 500 km ab Brüsseler Referenzpunkt | 5 EUR für Ziele über 500 km
  • China: 70 CNY (~9 EUR) internationale Abflüge | 50 CNY (~6 EUR) Inlandsflüge – Civil Aviation Development Fund (Transit <24 h befreit)
  • Japan: 1.000 JPY International Tourist Tax bis 30.06.2026; ab 01.07.2026 grundsätzlich 3.000 JPY (~16 EUR) bei Ausreise. Transitpassagiere innerhalb von 24 Stunden und Kinder unter zwei Jahren sind ausgenommen.
  • Hong Kong: 200 HKD (~22 EUR) Air Passenger Departure Tax. Ausgenommen sind u.a. direkte Transit-/Airside-Transferpassagiere sowie Passagiere, die per Flugzeug ankommen und am selben oder folgenden Kalendertag weiterfliegen. Zusätzlich fallen eine Passenger Security Charge sowie die Airport Construction Fee an.
  • Singapur: bis zu 41,60 SGD (~28 EUR) SAF-Abgabe je nach Entfernung und Reiseklasse; nach Verschiebung relevant für Tickets bzw. Flugdokumente ab 01.10.2026 und Abflüge ab 01.01.2027. Transitpassagiere sind ausgenommen.

Update: Hongkong erhöht zum 1. Oktober 2025 die Air Passenger Departure Tax von 120 HKD auf 200 HKD (etwa 22 Euro) pro Passagier, wie sich der Webseite des Civil Aviation Departments entnehmen lässt. Die neue Steuer gilt für Tickets, die ab diesem Datum ausgestellt werden. Neu ist auch eine 48-Stunden-Befreiung für Transferpassagiere. Zusätzlich zur APDT fallen am Flughafen Hongkong eine Passenger Security Charge (65 HKD, seit 01.01.2025) sowie die Airport Construction Fee (90/160/180 HKD je nach Strecke/Reiseklasse) an. Für Prämienflüge mit Abflug ab HKG bedeutet das künftig leicht höhere Zuzahlungen. 

Diese Länder erheben keine Luftverkehrsteuer

Die folgenden Länder erheben keine spezielle nationale Luftverkehrsteuer, verlangen aber dennoch obligatorische Gebühren für Flughafen-, Sicherheits- oder Infrastrukturleistungen. Diese sind im Ticket enthalten und teils staatlich reguliert:

  • Schweiz: Keine nationale Ticketsteuer – ursprünglich geplante Flugabgabe wurde politisch nicht umgesetzt (nur Flughafengebühren)
  • Irland: Air Travel Tax 2014 abgeschafft (nur Flughafengebühren)
  • Spanien: Keine nationale Flugsteuer (aber AENA-Gebühren für Sicherheit und Infrastruktur)
  • Finnland: Keine Flugsteuer (Flughafenabgaben über Finavia)
  • Polen: Keine nationale Steuer (aber Pflichtgebühren an Flughäfen wie Warschau oder Krakau)
  • Tschechien: Keine nationale Steuer (nur staatlich genehmigte Flughafenabgaben z. B. Prag Václav Havel Airport)
  • Portugal: Keine klassische gestaffelte Luftverkehrsteuer, aber 2 EUR CO₂-Abgabe

Auswirkungen auf Vielflieger und Meilensammler

Luftverkehrsteuern sind ein oft unterschätzter Faktor bei der Planung von Prämienflügen. Besonders in Ländern mit hohen Abgaben wie den Malediven und dem Vereinigten Königreich können sie den Wert der eingelösten Meilen deutlich schmälern. Denn selbst wenn das Ticket mit Meilen bezahlt wird, bleiben die Steuern und Gebühren in voller Höhe bestehen – und das kann schnell dreistellig werden. Viele dieser Kosten lassen sich mit etwas Planung reduzieren. Der größte Hebel liegt im Abflugort. Wer statt in London, Paris oder Frankfurt von alternativen Flughäfen wie Oslo, Lissabon, Dublin, Sofia oder Madrid startet, zahlt oft deutlich weniger – und das bei identischem Routing und gleicher Kabinenklasse.

Der günstigste Abflugort für Lufthansa Business Class Prämienflüge in Europa

Neben den staatlichen Abgaben verlangen viele Airlines zusätzlich sogenannte “carrier-imposed surcharges”. Diese oft auch als Treibstoffzuschläge bezeichneten Zuschläge sind keine Steuer, wirken sich aber ähnlich stark auf die Zuzahlung aus – besonders bei Business oder First Class Tickets. Anders als staatliche Steuern können diese Zuschläge je nach Airline und Vielfliegerprogramm stark variieren oder sogar ganz entfallen.

Auch der gezielte Einsatz von Vielfliegerprogrammen, die keine Airline-Zuschläge weitergeben, hilft dabei, die Zuzahlungen niedrig zu halten. Programme wie Avianca LifeMiles und Air Canada Aeroplan verzichten weitgehend auf die umstrittenen “carrier-imposed surcharges” – selbst bei Premium-Prämientickets.

Die höchsten Luftverkehrsteuern – Fazit

Luftverkehrsteuern sind international weit verbreitet, in den meisten Ländern aber moderat und für die allermeisten Reisenden kaum spürbar. Nur eine Handvoll Staaten – allen voran die Malediven und das Vereinigte Königreich – verlangen besonders hohe Abgaben, die bei einzelnen Abflügen mehrere Hundert Euro erreichen können. Gerade wer internationale Langstrecken plant, sollte daher den Abflugort gezielt wählen. Ein Vergleich der Steuerlast lohnt sich – nicht nur bei bezahlten Tickets, sondern insbesondere bei Prämienflügen, bei denen Steuern und Gebühren separat fällig werden.

Kennt ihr noch weitere Länder mit besonders hohen Flugsteuern oder habt ihr eigene Erfahrungen gesammelt? Hinterlasst gerne einen Kommentar!

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