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23. August 2020 Mark 4 Coronavirus, Sonstiges

Welche First Class Produkte haben eine Zukunft?

Die Corona-Pandemie und der damit einhergehende Rückgang im Passagierverkehr zwingt Airlines weltweit dazu ihre Flotten zu überdenken. Flottengrößen werden verringert und zum Teil verabschieden sich Airlines sogar vollständig von einzelnen Flugzeugtypen. Besonders kritisch beäugt werden unwirtschaftliche Flugzeuge und damit insbesondere Vierstrahler, wie Boeing 747 und A380. Dabei ist es gerade der A380, welcher bei vielen Airlines über das spektakulärste Bordprodukt verfügt. Mit dem Abschied dieser Flugzeuge droht nicht zuletzt auch das Verschwinden einiger exzellenter First Class Produkte. Wir haben uns angeschaut wie es um die Zukunft einiger der beliebtesten First Class Produkte steht.

Lufthansa First Class – Bald nur noch in der 747-8?

Bereits vor der Corona-Krise unterlag die Anzahl der Lufthansa First Class Sitzplätze einem negativen Trend. Nicht nur verschwand die First Class aus Flugzeugtypen, wie dem A330 oder der Boeing 747-400, auch Neuzugänge der Flotte, wie der Airbus A350 oder die Lufthansa Boeing 777-9, wurden bzw. werden ohne First Class Kabine ausgeliefert. Die Lufthansa First Class fand sich daher bereits vor der Krise nur noch in drei Flugzeugtypen: Dem A380, der Boeing 747-8 oder dem A340-600. In Summe bestand die Lufthansa First Class Flotte damit aus 50 Flugzeugen (14 Airbus A380, 19 Boeing 747-8 und 17 Airbus A340-600) mit jeweils 8 First Class Sitzplätzen.

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Lufthansa First Class in der Boeing 747-8

Die Vorkrisen-Kapazität von 400 First Class Sitzplätzen ist während der Krise deutlich zusammengeschrumpft und dürfte sich auf absehbare Zeit auch nicht erholen. So verabschiedete sich Lufthansa bereits vorzeitig und dauerhaft von sechs der vierzehn A380, und legte die gesamte A340-600 Flotte still– ob vorübergehend oder dauerhaft ist derzeit noch unklar. Einzig die Zukunft der 747-8 scheint nicht unmittelbar bedroht. Als Vierstrahler wird es die 747-8 im Vergleich mit den effizienteren Boeing 787, Boeing 777-9 und Airbus A350 auf lange Sicht dennoch schwer haben und blickt damit ebenfalls in eine unsichere Zukunft. Es gilt als unwahrscheinlich, dass die Boeing 747-8 ähnlich lange im Dienst bleiben wird wie ihre Vorgänger der Baureihe 747-200 und 747-400. Boeing wird die Produktion der 747-8 im Jahr 2022 einstellen.

Der Lufthansa Vorstand will in den kommenden Wochen über die endgültige Stilllegung einzelner Flugzeugtypen und Teilflotten entscheiden und könnte die Lufthansa Langstreckenflotte deutlich verkleinern. Dabei könnte neben dem A340-600 auch sämtliche A380 dem finalen Rotstift zum Opfer fallen. Im schlimmsten Fall wäre die Boeing 747-8 der einzige verbleibende Lufthansa Flugzeugtyp mit einer First Class Kabine. First Class Fans müssten dann darauf hoffen, dass die 747-8 möglichst lange im Dienst bleibt und Zweistrahler, wie die Boeing 787, Boeing 777-9 und Airbus A350 in Zukunft vielleicht doch noch mit einer First Class Kabine ausgestattet werden.

Swiss First Class – Überleben gesichert?

Swiss bekennt sich wie kaum eine andere Airline zur First Class. Grundsätzlich wird jedes Swiss Langstreckenziel mit einer First Class Kabine angeflogen. Denn alle Langstreckenmaschinen, das heißt sämtliche Boeing 777-300ER, Airbus A330-300 und Airbus A340-300 verfügen über eine First Class Kabine. Die insgesamt fünf A340 wurden erst 2019 einer Modernisierung unterzogen und verfügen seitdem über das neueste First Class Produkt (Review: Swiss First Class Airbus A340-300 Zürich – Shanghai). Die Kabine ähnelt jener der Lufthansa, jeweils 8 Passagiere können in der First Class Platz nehmen. Bei einer Flottengröße von 12 Boeing 777-300ER, 14 Airbus A330-300 und 5 Airbus A340-300 ergibt sich eine First Class Kapazität von 248 First Class Sitzplätzen.

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Swiss First Class im A340

Laut Planespotters.net sind derzeit 10 von 12 Boeing 777-300ER, 3 von 14 Airbus A330-300 und 5 von 5 Airbus A340-300 im aktiven Einsatz. Die restlichen Flugzeugen parken in Zürich oder lagern im Falle des A330 in Amman, Jordanien.

Während Lufthansa ihre gesamte A340 Flotte stillgelegt hat, ist der A340-300 bei Swiss also weiter im Einsatz. Dies soll vorerst auch so bleiben – so will etwa SWISS in der anstehenden Erholungsphase vermehrt auf die Vierstrahler zurückgreifen, da die hohe Reichweite gepaart mit mittlerer Kapazität genau in das für diesen Zeitraum benötigte Profil passt – entgegen der derzeit zu großen Boeing 777-300ER. Doch über kurz oder lang werden auch die verbleibenden Airbus A340 ersetzt werden. Swiss plante – zumindest vor der Krise – die Ausflottung der verbleibenden A340-300 bis zum Jahr 2025. Im weltweiten Vergleich ist der A340 ein Nischenprodukt (Vierstrahler im Portrait: Der Airbus A340).

Auch die Boeing 777 Flotte von Swiss ist zu großen Teilen wieder im Einsatz. So waren die Flieger in den vergangenen Tagen unter Anderem in New York, Singapur, Mumbai, Tokio, Bangkok, Toronto und Johannesburg zu sehen. Zum Teil handelt es sich dabei um Frachtflüge. Im Frühjahr baute Swiss drei Boeing 777 für den Frachttransport um.

Da sich die Swiss First Class in allen Langstrecken-Fliegern der Airline findet ist deren Bestand nicht unmittelbar bedroht. Swiss First Class Flüge sind unter Berücksichtigung des ausgedünnten Flugplanes weiterhin buchbar.

Emirates First Class – Der A380 bleibt

Emirates hat bisher eine der einheitlichsten Langstreckenflotten am Himmel. Die Airline aus den Emiraten setzt für ihre Flüge ausschließlich den Airbus A380 und die Boeing 777 ein. Von beiden Typen betreibt Emirates mehr als 100 Exemplare. Beide Flugzeugtypen werden in einer Zwei- oder Drei-Klassen-Bestuhlung betrieben. Eine First Class ist damit nicht zwangsläufig in jedem Flugzeug der Airline zu finden (Review: Emirates First Class A380 Tokio Narita nach Dubai).

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Emirates First Class im A380

Während derzeit fast alle Airlines den A380 gegroundet oder stillgelegt haben, betreibt Emirates diesen bereits seit einigen Wochen wieder, wenn auch in kleiner Anzahl und nur auf wenigen Strecken (London, Amsterdam, Kairo, Paris, Guangzhou und Toronto). Dusche und Bar an Bord sind dabei derzeit nicht nutzbar. Mit ansteigender Nachfrage soll der A380 auf weitere Strecken geschickt werden. Emirates hofft auf die vollständige Rückkehr des A380 bis April 2022.

Aufgrund der Flottenstruktur von Emirates besteht keine Gefahr, dass sich die Airline auf Dauer von einem Flugzeugtyp verabschiedet. Die Airline geht davon aus, weiterhin ihre Boeing 777 und A380 einsetzen zu können. Emirates First Class Fans müssen sich also keine Sorgen um den Erhalt ihres Lieblingsproduktes machen.

Etihad First Class Apartment – Rückkehr geplant

Die Etihad Langstreckenflotte bestand vor der Krise aus 10 Airbus A380, 19 Boeing 777, und 38 Boeing 787 Dreamlinern. Alle drei Flugzeugtypen verfügen über eine First Class Kabine, wenn auch nicht in allen Flugzeugen, da unterschiedliche Kabinen-Konfigurationen zum Einsatz kommen. Der First Class Garant und gleichzeitig das Flugzeug mit der besten Etihad First Class sind die zehn A380 der Airline. An Bord dieser befindet sich mit dem Etihad First Class Apartment eines der besten First Class Produkte weltweit. Auch die ultra-luxuriöse Etihad Residence ist nur im A380 zu finden.

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Etihad First Class Apartments im A380

Etihad plant eine Rückkehr des A380 wenn es die Nachfrage zulässt. Erst vor wenigen Tagen trat Etihad Airways VP Americas, Vincent Frascogna, in einem Interview mit dem Airways Magazine Gerüchten über ein dauerhaftes Grounding des A380 entgegen. Etihad Airways habe das klare Ziel, die zehn Airbus A380 wieder abheben zu lassen und nicht stillzulegen. Die Rückkehr des Superjumbos hänge aber von der Nachfrage und den Reisebeschränkungen der einzelnen Länder ab. Daher kann es durchaus passieren, dass die ersten Flüge des A380 nach dem Grounding auf den indischen Subkontinent gehen und das Flugzeug dann später auf den ursprünglichen Routen (London, Paris, New York, Sydney, Seoul) wieder eingesetzt wird.

Das Etihad First Class Apartment ist also nicht unmittelbar von einer Einstellung bedroht, auch wenn derzeit noch unklar ist, ab wann die A380 der Airline wieder abheben werden. Meilensammler, die die Unsicherheit nicht scheuen, können das Etihad First Class Apartment dank des Etihad Guest Award Sales derzeit mit 30% Rabatt und damit bspw. ab ca. 55.000 Etihad Guest Meilen auf der Strecke Paris – Abu Dhabi buchen.

Qatar Airways First Class – Zukunft ungewiss

Eine Qatar Airways First Class gibt es nur in den insgesamt zehn A380 der Airline. Die restlichen Langstreckenfieger, darunter der Airbus A350, sowie die Boeing 777 und 787 verfügen dagegen maximal über eine Business Class. Da die A380 der Airline mit jeweils 8 First Class Sitzen bestückt sind (Review: Qatar Airways First Class A380 Frankfurt nach Doha) verfügt Qatar Airways über insgesamt 80 Sitzplätze in der First Class (regionale First Class ausgenommen).

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Die Qatar Airways First Class steht und fällt also mit dem A380. Bisher gibt es keine finale Entscheidung zu dessen Zukunft, jedoch hat man sich wiederholt kritisch zum Superjumbo geäußert. Zuletzt machte der Qatar Airways Vorstandsvorsitzende, Akbar Al Baker, mit einem Kommentar auf sich aufmerksam, der als Seitenhieb gegen Konkurrent Emirates gewertet werden kann. So wolle man während der aktuellen Situation nur Flugzeuge mit angemessenen Kapazitäten einsetzen. Der Einsatz des großen A380 sei weder wirtschaftlich noch ökologisch vertretbar. Die Superjumbos wolle man erst wieder in Betrieb nehmen, wenn die Nachfrage wieder ein angemessenes Niveau erreicht hat. Für den Moment geht man bei Qatar Airways davon aus, dass die A380 ein bis anderthalb Jahre stillgelegt bleiben werden.

Qatar Airways Fans dürfen sich allerdings Hoffnung auf eine neue und First-Class in der Boeing 777X machen. Wie Executive Traveller im Juni 2020 berichtete könnte die neue Suite als Ersatz für die First Class im A380 dienen. Eingesetzt werden würde die neue Suite wohl primär auf Flügen nach Paris und London, welche sich bei betuchten Qataris besonders hoher Nachfrage erfreuen. Das neue Produkt werde daher nur in einer Handvoll 777-9 verbaut werden.

“We are studying the possibility of having a very exclusive first class cabin of just four seats, for example.” [Qatar Airways Group CEO Akbar Al Baker]

Qatar Airways hat insgesamt 50 Boeing 777-9 und 10 Boeing 777-8 bestellt, welche die Boeing 777-300ER und Boeing 777-200LR der Airline ablösen sollen. Auf eine baldige Einführung der neuen Suite braucht man dennoch nicht zu hoffen. Wie ET berichtet könnte das Produkt erst 2028 eingeführt werden, was zeitlich mit dem Abschied des letzten A380 zusammen fallen könnte.

“It will not be on the initial 777X because we want to have a product that is really very unique, so we need time to develop it.”

Singapore Airlines First Class & Suite – Was passiert mit dem A380?

Die neuen Singapore Airlines Suiten im A380 (Review: Singapore Airlines Suites Airbus A380-800 Singapur – Zürich) liefert sich mit der Emirates Suite ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das beste First Class Produkt der Welt. Die sechs Suiten auf dem Upperdeck des Singapore Airlines A380 versprechen den ultimativen Luxus über den Wolken. Die Suiten sind groß genug, um gleichzeitig Platz für ein Bett und Sitz zu bieten. Doch auch die alten Singapore Airlines Suiten (Review: Singapore Airlines Suites Class A380 Sydney nach Singapur) gehören nach wie vor zu den besten First Class Produkten der Welt. Vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie war Singapore im Begriff ihre A380 von den alten auf die neuen Suiten umzurüsten. Aktuell ist jedoch keiner der insgesamt 19 A380 im Einsatz. Die Superjumbos parken entweder in Singapur oder warten in Alice Springs auf bessere Zeiten.

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Die neue Singapore Airlines Suite im A380

Neben dem A380 betreibt Singapore Airlines noch weitere Langstrecken-Flugzeuge, wie den Airbus A350, die Boeing 787 und die Boeing 777. Die Boeing 777-300ER ist dabei der einzige Flugzeugtyp, der neben dem A380 über ein First Class Produkt verfügt (Review: Singapore Airlines First Class Boeing 777-300ER Hongkong – Singapur). In Summe haben etwa 50 von 120+ Singapore Airlines Flugzeugen eine First oder Suite Class an Bord. Auch die Singapore Airlines First Class ist derzeit nicht buchbar. Die 777 wird nun primär im Frachtverkehr eingesetzt. Laut Planespotters.net sind derzeit außerdem nur 3 von 34 Boeing 777 im aktiven Einsatz, der Rest parkt in Singapur.

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Das größte Sorgenkind ist auch bei Singapore Airlines der A380. Alle 19 Doppeldecker befinden sich seit März am Boden, entweder in Singapur oder in Alice Springs. Da die Passagierzahlen am Changi Airport in Singapur auch im Juli noch 98,5% unter denen des Vorjahres (2020: 86.000 Passagiere vs. 2019: 5.910.000 Passagiere) lagen, ist Singapore Airlines weiterhin weit davon entfernt ein Flugzeug wie den A380 füllen zu können. Eine unmittelbare Erholung ist nicht in Aussicht. Selbst die Buchung eines Singapore Airlines First oder Suites Class Fluges vor dem 01. Februar 2021 ist derzeit nicht möglich. Singapore Airlines hat sämtliche Verfügbarkeiten bis zu diesem Zeitpunkt gestrichen. Das gilt für Meilentickets aber auch für regulär gekaufte Tickets.

Eine finale offizielle Entscheidung zur Zukunft des A380 bei Singapore Airlines gibt es noch nicht. Noch darf man sich Hoffnungen über dessen Erhalt machen, doch mit jedem weiteren Tag ohne nennenswerte Erholungen im Passagierverkehr über Singapur werden die Zukunftsaussichten etwas düsterer.

Die Corona-Krise bedroht zudem auch ein zukünftiges First Class Produkt von Singapore Airlines. Denn Singapore Airlines gehört zu den Airlines, welche die neue Boeing 777X bestellt haben. Mit der Einführung dieser ist auch eine neue Business und First Class geplant. Zwar sind noch keine neuen Details zum neuen Produkt bekannt, doch die Einführung einer Suite mit schließbaren Türen gilt als wahrscheinlich. Die erste Boeing 777X soll aufgrund von Verzögerungen seitens Boeing frühestens 2022 an die Erstkunden Lufthansa und Emirates ausgeliefert werden. In Anbetracht der aktuellen Situation dürfte Singapore Airlines keine großen Probleme mit einer Verzögerung ihrer 20 Boeing 777X umfassenden Bestellung haben. Im Gegenteil, Singapore Airlines verhandelt mit Boeing und Airbus über eine späterere Übernahme. Von einer Stornierung der Order ist dagegen bisher keine Rede, sodass Singapore Airlines Fans weiter auf die Einführung einer neuen First Class hoffen dürfen, wenn auch vielleicht ein paar Jahre später.

Cathay Pacific First Class – Boeing 777-9 als Lichtblick?

Cathay Pacifics Flotte besteht ausschließlich aus Langstrecken-Flugzeugen des Typs Airbus A330, Airbus A350 und Boeing 777. Eine First Class Kabine findet man ausschließlich in der Boeing 777-300ER (Review: Cathay Pacific First Class Boeing 777-300 Hongkong nach Taipeh), allerdings gibt es für diesen Flugzeugtyp auch Konfigurationen ohne First Class.

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Die einheitliche Cathay Pacific Flotte bedeutet, dass auch alle Kurz- und Mittelstrecken-Ziele der Airline mit Langstreckenmaschinen angeflogen werden. Diese führte in der Vergangenheit dazu, dass eine First Class auch auf vielen kurzen Strecken buchbar war, darunter zum Beispiel Taipeh, Manila, Bangkok, Singapur, Jakarta und Shanghai. 2019 entschloss sich Cathay Pacific dann dazu den Verkauf von First Class Tickets auf diesen regionalen Strecken einzustellen. Seitdem verkauft Cathay First Class Tickets innerhalb Asiens nur noch auf Flügen nach Peking und Tokio. Zwar werden viele der kurzen Strecken weiterhin mit den gleichen Flugzeugen und damit zum Teil auch mit einer First Class Kabine angeflogen, allerdings steht diese nicht mehr zum Verkauf oder zur Buchung mit Meilen zur Verfügung. Stattdessen dürfen sich bis zu sechs Business Class Passagiere über einen First Class Sitz im vorderen Bereich der Kabine freuen.

In der aktuellen Situation gibt Cathay Pacific klar dem A350 den Vorzug. Während fast alle Boeing 777 der Airline in Hongkong oder Alice Springs parken, befinden sich laut Planespotters.net immerhin 22 von 36 A350 im aktiven Einsatz. Wie auch Singapore Changi konnte sich der Hong Kong International Airport bisher nicht vom durch die Corona-Pandemie bedingten Einbruch erholen. Im Juli 2020 wurden nur 96.000 Passagierbewegungen verzeichnet. Im Vorjahresmonat waren es dagegen 6.729.000 Passagierbewegungen. Hong Kong Airport bewegt sich beim Passagierverkehr also weiterhin nicht einmal auf 2 Prozent des Vorjahresniveaus. Der einzige Lichtblick sind Cargo-Flugbewegungen, die im Vergleich zum Vorjahr um ca. 20 Prozent zugenommen haben. Sollte es nicht zu einer dramatischen Erholung des Passagierverkehrs in Hongkong kommen, steht es also schlecht um die Cathay Pacific First Class.

Ein Lichtblick für Cathay Pacific Fans ist die Boeing 777-9. Cathay Pacific hat insgesamt 21 Exemplare der neuesten Generation der Boeing 777 bestellt und wollte diese ursprünglich in den Jahren 2021 bis 2024 in Empfang nehmen. Die Boeing 777-9 soll das neue Flaggschiff der Airline werden und neben einer neuen Business Class auch eine neue First Class erhalten. Wie andere Airlines auch verhandelt Cathay Pacific über eine Verschiebung der Liefertermine. Eine Stornierung der Bestellungen wurde von Cathay Pacific zuletzt ausgeschlossen. Cathay Pacific Fans dürfen also weiterhin auf eine neue First Class Kabine hoffen, die das bisherige Produkt, welches aus dem Jahr 2013 stammt, ergänzt.

Welche First Class Produkte haben eine Zukunft? – Fazit

Auch wenn die Corona-Pandemie zahlreiche Flugzeugtypen in ihrer Existenz bedroht, dürfte sie nicht zum großen “First Class Killer” werden. Bei den meisten Airlines bleibt die First Class in der ein oder anderen Form erhalten oder könnte in Kombination mit der Premiere der Boeing 777X wieder einen Einzug finden. Häufig ist zudem noch keine finale Entscheidung getroffen. Die meisten Airlines warten ab und hoffen mit einer Besserung der Lage auf eine Reaktivierung ihrer eingelagerten Flugzeuge.

Welcher First Class räumt ihr die geringsten oder höchsten Überlebenschancen ein? Hinterlasst einen Kommentar!