american express platinum metall willkommenspaket 3
21. Mai 2026 Mark 23 Kreditkarten, Membership Rewards (Amex) Tutorial, Must Reads

American Express Platinum Erfahrungen – Acht Jahre mit Privat- und Business-Karte

Die American Express Platinum Card begleitet mich seit acht Jahren – zunächst als private American Express Platinum Card, später als American Express Business Platinum Card. In dieser Zeit hat sich nicht nur mein Reise- und Ausgabenverhalten verändert, sondern auch meine Bewertung der einzelnen Kartenleistungen. In diesem Erfahrungsbericht zeige ich, welche Vorteile sich für mich langfristig bewährt haben, bei welchen der theoretische Nennwert wenig mit dem tatsächlichen Gegenwert zu tun hat und warum ich trotz der hohen Jahresgebühr jedes Jahr mehr Wert aus der Karte ziehen konnte, als sie mich gekostet hat.

Hinweis: Dieser Erfahrungsbericht ist keine vollständige Auflistung aller Kartenleistungen. Ich konzentriere mich auf die Vorteile, die ich in den vergangenen acht Jahren selbst genutzt habe. Eine vollständige Übersicht findet ihr in unseren Artikeln zur American Express Platinum Card und zur American Express Business Platinum Card.

Erfahrung 1: Die Karte lohnt sich nur als Gesamtpaket

Meine wichtigste Erfahrung nach acht Jahren mit der American Express Platinum Card beziehungsweise der American Express Business Platinum Card lautet: Kein einzelner Vorteil rechtfertigt dauerhaft die hohe Jahresgebühr. Die Karte lohnt sich erst dann, wenn mehrere Leistungen gleichzeitig zum eigenen Reise-, Ausgaben- und Nutzungsverhalten passen.

Der persönliche Gegenwert kann sich dabei aus sehr unterschiedlichen Bausteinen zusammensetzen. Das Reiseguthaben reduziert die effektiven Kosten direkt. Weitere Guthaben können zusätzliche Ersparnisse bringen, sofern sie ohnehin geplante Ausgaben ersetzen. Membership Rewards Punkte liefern einen fortlaufenden Gegenwert für Kartenumsätze, während Amex Offers über das Jahr immer wieder kleinere oder größere Rückerstattungen ermöglichen.

Andere Vorteile lassen sich weniger genau beziffern. Der Loungezugang erhöht den Reisekomfort, ein Hotelstatus kann einzelne Aufenthalte aufwerten und ein Mietwagenstatus Zeit und Geld sparen. Versicherungen wiederum können im Schadensfall besonders wertvoll sein, lassen sich aber kaum als feste jährliche Ersparnis einplanen.

Welche Kombination den Ausschlag gibt, unterscheidet sich von Nutzer zu Nutzer. Entscheidend ist deshalb nicht der theoretische Maximalwert aller beworbenen Leistungen, sondern der persönliche Gegenwert der Vorteile, die tatsächlich regelmäßig genutzt werden.

Tipp: Berechnet vor dem Abschluss, welche wiederkehrenden Vorteile ihr realistisch nutzen werdet. Reicht deren konservativ angesetzter Gegenwert nicht aus, um die Jahresgebühr zu rechtfertigen, ist die Platinum Card wahrscheinlich nicht die richtige Karte.

Gebühr: 60€/Monat

  • Rekord: Bis zu 85.000 Membership Rewards Punkte Willkommensbonus – Mindestumsatz von 10.000 Euro in den ersten 6 Monaten erforderlich
  • Aktion: +1.000 Membership Rewards Punkte für den Abschluss der 1. kostenlosen Zusatzkarte (bis 31.07.2026)
  • 650 Euro Guthaben jährlich (Restaurant: 150 €, Reise: 200 €, Sixt-Ride: 200 €, Shopping: 100 €)
  • Zusätzliche Punkte und Rabatte dank Amex Offers
  • Bei 13 Vielfliegerprogrammen und 4 Hotelprogrammen gleichzeitig Meilen/Punkte sammeln (inkl. Miles & More)
  • 1 Punkt je 1 Euro Umsatz (1,5 Punkte/Euro mit dem Membership Rewards Turbo) – entspricht bis zu 1,2 Meilen je 1 Euro
  • Kostenloser Loungezugang (2× Priority Pass, Centurion, Plaza Premium, etc.)
  • Zahlreiche Vorteile und Rabatte bei Condor
  • Statusvorteile bei zahlreichen Hotelprogrammen
  • Umfangreiche Reise- und Mietwagen-Versicherungsleistungen
  • Kostenlose Teilnahme am Membership Rewards Programm
  • Zusatzkarte: 1 Platinum Zusatzkarte und bis zu 4 weitere Zusatzkarten (American Express Card, Gold Card) inklusive

Gebühr: 850€/Jahr

  • Rekord: 200.000 Membership Rewards Punkte Willkommensbonus – 15.000 Euro Mindestumsatz in den ersten 6 Monaten erforderlich
  • 1.400+ Euro Guthaben jährlich (Reise: 200 €, Sixt-Ride: 200 €, Sixt+ Auto Abo: 240 €, Dell: 200 €, eBuero: 300 €, Office Club: 300 €)
  • Zusätzliche Punkte und Rabatte dank Amex Offers
  • Bei 13 Vielfliegerprogrammen und 4 Hotelprogrammen gleichzeitig Meilen/Punkte sammeln (inkl. Miles & More)
  • 1 Punkt je 1 Euro Umsatz (1,5 Punkte/Euro mit dem Membership Rewards Turbo) – entspricht bis zu 1,2 Meilen je 1 Euro
  • Kostenloser Loungezugang (2× Priority Pass, Centurion, Plaza Premium, etc.)
  • Zahlreiche Vorteile und Rabatte bei Condor
  • Statusvorteile bei zahlreichen Hotelprogrammen
  • Umfangreiche Reise- und Mietwagen-Versicherungsleistungen
  • Bis zu 101 kostenlose (!) Zusatzkarten
  • Mit den Zusatzkarten gesammelte Punkte werden dem Hauptkonto gutgeschrieben

Erfahrung 2: Der Gegenwert entsteht nicht automatisch

Auch wenn die Leistungen der American Express Platinum Card grundsätzlich zum eigenen Nutzungsverhalten passen, entsteht ihr Gegenwert nicht von selbst. Die Karte erfordert mehr Organisation als eine klassische Kreditkarte.

Viele Vorteile müssen zunächst aktiviert oder beantragt werden. Dazu gehören unter anderem Guthaben, Amex Offers, Hotel- und Mietwagenstatus sowie der Priority Pass. Hinzu kommen unterschiedliche Einlösefristen und vorgegebene Buchungswege. Wer diese Bedingungen nicht im Blick behält, lässt schnell einen Teil des möglichen Gegenwerts ungenutzt.

Besonders deutlich zeigt sich das bei den Guthaben. Reiseguthaben, Restaurantguthaben und weitere Leistungen haben unterschiedliche Gültigkeitszeiträume. Werden sie nicht rechtzeitig eingesetzt, können innerhalb eines Jahres mehrere hundert Euro an potenziellem Wert verfallen.

Auch weniger sichtbare Vorteile erfordern Vorbereitung. Versicherungen setzen je nach Leistung bestimmte Zahlungsbedingungen, Fristen und Nachweise voraus. Membership Rewards Punkte erzielen nur bei einer gezielten Einlösung einen hohen Gegenwert.

Die Platinum Card ist daher keine Karte für Nutzer, die sie lediglich zum Bezahlen verwenden möchten. Ihr Wert entsteht erst dann, wenn die Leistungen aktiv eingerichtet, regelmäßig geprüft und bewusst genutzt werden.

5 To-dos für neue American Express Platinum Card Inhaber

Tipp: Richtet direkt nach Erhalt der Karte alle relevanten Vorteile ein und hinterlegt Kalendererinnerungen für Aktivierungs- und Einlösefristen. Wer diesen Verwaltungsaufwand nicht übernehmen möchte, ist mit einer einfacheren und günstigeren Kreditkarte vermutlich besser beraten.

Erfahrung 3: Das Reiseguthaben lässt sich nahezu vollständig anrechnen

Das jährliche Reiseguthaben gehört für mich zu den verlässlichsten Vorteilen der American Express Platinum Card und der American Express Business Platinum Card. Im Gegensatz zu vielen anderen Guthaben ist es flexibel genug, um im Laufe eines Jahres fast immer sinnvoll eingesetzt zu werden.

Das Guthaben kann für Flüge, Hotels oder Mietwagen genutzt werden. Damit ersetzt es in meinem Fall meist eine Ausgabe, die ohnehin angefallen wäre. Mit 200 Euro reduziert es die effektiven Kosten der Karte unmittelbar.

In meiner persönlichen Kosten-Nutzen-Rechnung setze ich das Reiseguthaben daher nahezu vollständig an. Es ist einer der wenigen Vorteile, bei denen Nennwert und tatsächlicher Nutzen meist eng beieinanderliegen.

So funktioniert das American Express Platinum Card Reiseguthaben (200€/Jahr)

Tipp: Nutzt das Reiseguthaben möglichst früh im Kartenjahr und vergleicht vor der Buchung immer die Preise. Ist das American Express® Reiseportal nicht oder nur geringfügig teurer, könnt ihr das Guthaben nahezu vollständig auf die Jahresgebühr anrechnen.

Erfahrung 4: Viele Guthaben sind weniger wert als ihr Nennwert

Neben dem Reiseguthaben bieten die American Express Platinum Card und die American Express Business Platinum Card weitere Guthaben, deren Gesamtnennwert auf den ersten Blick sehr attraktiv wirkt. Dazu gehören unter anderem Guthaben für Restaurants, Shopping, SIXT ride, SIXT+, Dell Technologies, ebuero oder Office Club.

In der Praxis entspricht der tatsächliche Nutzen jedoch häufig nicht dem ausgewiesenen Betrag. Ein Guthaben entspricht nur dann seinem vollen Nennwert, wenn es eine Ausgabe ersetzt, die ohnehin angefallen wäre. Nutzt man einen Anbieter dagegen nur wegen des Guthabens oder entscheidet sich gegen eine günstigere Alternative, fällt der reale Gegenwert entsprechend niedriger aus.

In meinem Fall hat sich neben dem Reiseguthaben vor allem das Restaurantguthaben bewährt. Der Betrag ist hoch genug, um einen spürbaren Nutzen zu bieten, und die Auswahl der teilnehmenden Restaurants ist groß genug, um im Laufe eines Jahres eine passende Einlösemöglichkeit zu finden.

Die Guthaben der American Express Platinum Card in der Übersicht – Bis zu 650 € Gegenwert?

Andere Guthaben habe ich dagegen nur sporadisch genutzt. Teilweise passen die jeweiligen Anbieter nicht zu meinen tatsächlichen Ausgaben, teilweise habe ich die Einlösung schlicht vergessen. Das SIXT ride Fahrtguthaben habe ich anfangs noch häufiger eingesetzt. Mittlerweile nutze ich aus Bequemlichkeit meist Uber oder Grab, da diese Dienste auf meinen Strecken oft günstiger oder praktischer sind.

Die Guthaben der American Express Business Platinum Card in der Übersicht

Tipp: Bewertet jedes Guthaben danach, welchen Betrag ihr ohne die Karte beim jeweiligen Anbieter ausgegeben hättet. Nur diesen Betrag solltet ihr in eure Kosten-Nutzen-Rechnung aufnehmen.

Erfahrung 5: Amex Offers sind wertvoller als viele Guthaben

Ein Vorteil, den ich lange unterschätzt habe, sind die Amex Offers. Sie gehören zu den weniger auffälligen Leistungen der American Express Platinum Card, haben mir in der Praxis aber regelmäßig größere Ersparnisse eingebracht als viele der fest beworbenen Guthaben.

Besonders interessant sind für mich Offers großer Hotelketten wie Hilton, Hyatt oder Marriott. In der Vergangenheit gab es mehrfach pro Jahr Aktionen mit Rückerstattungen von etwa 50 bis 100 Euro, häufig bei einem erforderlichen Umsatz von 200 bis 300 Euro. Da diese Ausgaben bei mir ohnehin anfallen, gelingt es mir meist, mehrere Offers pro Jahr zu nutzen. Daraus ergibt sich regelmäßig eine Ersparnis im niedrigen dreistelligen Bereich.

Amex Offers Ersparnis Januar 2023

Die Amex Offers sind kein eigenständiger Grund, die Platinum Card abzuschließen. Sie stehen grundsätzlich auch bei anderen American Express Kreditkarten zur Verfügung. Sie helfen mir aber dabei, die effektiven Kartenkosten über das Jahr weiter zu reduzieren.

Das ist auch der Grund, warum ich parallel noch eine grüne American Express Card halte. Auf dieser Karte werden mir eigene Offers angezeigt, deren Ersparnisse die reguläre Jahresgebühr von 60 Euro bei mir regelmäßig ausgleichen. Zuletzt waren es 100 Euro Gutschrift für einen Aufenthalt im Park Hyatt London River Thames.

Der Nachteil: Offers müssen vor der Zahlung aktiviert werden und gelten nur innerhalb bestimmter Fristen, bei ausgewählten Anbietern und bis zu festgelegten Höchstbeträgen. Für jedes genutzte Offer habe ich vermutlich ein weiteres ungenutzt verfallen lassen.

Tipp: Prüft eure Amex Offers regelmäßig und aktiviert interessante Aktionen vorsorglich. Rechnet aber nur Rückerstattungen als Gegenwert an, die sich aus ohnehin geplanten Ausgaben ergeben.

Erfahrung 6: Membership Rewards Punkte sind langfristig wertvoller als viele Einzelvorteile

Als Meilensammler sind die Membership Rewards Punkte für mich der wichtigste Grund, eine American Express Kreditkarte zu nutzen. Ohne das Punkteprogramm würde ich vermutlich auf eine andere Kreditkarte wechseln.

Da ich den Wert eines Membership Rewards Punktes mit etwa 1 bis 2 Cent ansetze und für Umsätze von bis zu 40.000 Euro innerhalb von zwölf Monaten den Membership Rewards Turbo nutze, ergibt sich für mich eine persönliche Rückvergütung von etwa 1,5 bis 3 Prozent auf diese Kartenumsätze. Bei einem Jahresumsatz von 10.000 Euro entspricht das einem indirekten Gegenwert von etwa 150 bis 300 Euro. Bei 20.000 Euro Umsatz sind es entsprechend 300 bis 600 Euro.

Gleichzeitig habe ich im Laufe der Jahre gelernt, dass laufende Kartenumsätze – zumindest im privaten Bereich – nicht immer der größte Hebel sind. Ein hoher Willkommensbonus oder eine Prämie aus der Freundschaftswerbung kann auf einen Schlag so viele Punkte bringen wie Kartenumsätze in Höhe von mehreren Zehntausend Euro.

Mit dem Wechsel zur American Express Business Platinum Card sind die laufenden Umsätze für mich wieder wichtiger geworden. Als Selbstständiger kann ich deutlich höhere Ausgaben über die Karte bündeln als im privaten Alltag. Dadurch wächst das Punktekonto kontinuierlicher und der Gegenwert der Karte wird besser planbar.

Der tatsächliche Wert der Punkte hängt jedoch vollständig von ihrer Einlösung ab. Wer Membership Rewards Punkte mit niedrigem Gegenwert einsetzt, erreicht nicht die genannten Werte.

Was sind American Express Membership Rewards Punkte wert?

Tipp: Bestimmt für euch selbst einen realistischen Wert pro Membership Rewards Punkt und rechnet mit diesem. Betrachtet laufende Umsätze, Willkommensbonus und Freundschaftswerbung getrennt, da sie unterschiedlich planbar und wiederholbar sind.

Erfahrung 7: Loungezugang ist vor allem zu zweit wertvoll

Der Loungezugang ist einer der bekanntesten Vorteile der American Express Platinum Card und der American Express Business Platinum Card. Sein tatsächlicher Wert hängt jedoch stark davon ab, wie häufig man Lounges nutzt, wie gut das Angebot an den eigenen Abflughäfen ist und ob man allein oder mit Begleitung reist.

Für mich ist dieser Vorteil im Laufe der Jahre weniger wichtig geworden. Auf Langstrecken fliege ich nach Möglichkeit mit einem Prämienticket in der Business Class, bei dem in der Regel Loungezugang enthalten ist. Auf Kurzstrecken hat sich der Reiz dagegen etwas abgenutzt. Am Flughafen Hannover komme ich zum Beispiel lieber erst kurz vor Abflug an, als noch die dortige Priority Pass Lounge zu besuchen.

Hinzu kommt, dass ich viele Lounges inzwischen als stark ausgelastet erlebe. Bei einem meiner letzten Flüge im Juni 2026 betrug die Wartezeit für die American Express Centurion Lounge in London beispielsweise 45 Minuten. Unter solchen Bedingungen verliert der Loungezugang für mich deutlich an Wert.

Trotzdem schätze ich den Vorteil weiterhin, insbesondere wenn ich mit Begleitung reise. Je nach Loungeprogramm kann ich einen Gast kostenlos mitnehmen. Ein gemeinsamer Loungebesuch mit Familie oder Freunden ist für mich deutlich wertvoller als ein Besuch allein.

Loungezugang mit der American Express Platinum Card – Neue Regeln für Centurion Lounges

Erfahrung 8: Zusatzkarten erhöhen den Wert deutlich

Zusatzkarten gehören für mich zu den am meisten unterschätzten Vorteilen der American Express Platinum Card und der American Express Business Platinum Card. Ihr Nutzen geht deutlich über das gemeinsame Bezahlen und Sammeln von Membership Rewards Punkten hinaus.

Besonders wertvoll ist der eigenständige Loungezugang. Hauptkarteninhaber und berechtigte Platinum-Zusatzkarteninhaber können jeweils einen eigenen Priority Pass erhalten und bei teilnehmenden Lounges eine Begleitperson mitnehmen. Bei der privaten Platinum Card können dadurch bei gemeinsamen Reisen bis zu vier Personen vom Loungezugang profitieren. Bei der Business Platinum Card sind für die Hauptkarte und die Platinum-Zusatzkarte aus Metall jeweils bis zu 50 Lounge-Zugänge pro Jahr vorgesehen; ein Besuch mit Begleitperson zählt als zwei Zugänge.

Die Zusatzkarte lässt sich aber auch unabhängig von der Hauptkarte nutzen. So kann beispielsweise mein Vater auf seinen eigenen Reisen Lounges besuchen, ohne dass ich ihn begleiten muss. Für mich erhöht das den praktischen Wert der Karte stärker als ein Vorteil, den ausschließlich der Hauptkarteninhaber nutzen kann.

Im Vergleich zu vielen anderen Meilenkreditkarten ist das ungewöhnlich. Zusatzkarten dienen dort häufig vor allem dazu, weitere Umsätze zu bündeln und gemeinsam Meilen zu sammeln. Dass zusätzliche Karteninhaber eigenständige Premium-Reisevorteile wie eine Lounge-Mitgliedschaft erhalten, ist deutlich seltener.

American Express Zusatzkarten – Vorteile, Kosten & Strategien

Bei der American Express Business Platinum Card kommt für mich ein organisatorischer Nutzen hinzu. Über Zusatzkarten lassen sich Mitarbeiterausgaben einzelnen Personen zuordnen und zentral abrechnen. Gleichzeitig fließen die gesammelten Membership Rewards Punkte auf mein Punktekonto.

Zusatzkarten erweitern damit nicht nur den Kreis der Nutzer, sondern vervielfachen teilweise auch den praktischen Gegenwert der Platinum Card – privat durch zusätzliche Reisevorteile und geschäftlich durch eine einfachere Abrechnung.

American Express Business Zusatzkarten – Mehr Punkte sammeln und Vorteile teilen

Tipp: Berücksichtigt bei der Bewertung der Platinum Card nicht nur eure eigene Nutzung. Zusatzkarten können den Gegenwert insbesondere für Paare, Familien und Unternehmen deutlich erhöhen.

Erfahrung 9: Hotelstatus ist schwer planbar, kann einzelne Reisen aber deutlich aufwerten

Die American Express Platinum Card und die American Express Business Platinum Card bieten Statusvorteile bei mehreren Hotelprogrammen. Dazu gehören unter anderem Hilton Honors Gold, Marriott Bonvoy Gold Elite, Radisson Rewards Premium und MeliáRewards Gold.

Auch nach mehreren Jahren fällt es mir schwer, diesen Vorteilen einen festen jährlichen Gegenwert zuzuordnen. Leistungen wie Zimmerupgrades, ein früher Check-in oder ein später Check-out sind selten garantiert und werden längst nicht immer gewährt. Zudem unterscheiden sich die Erfahrungen stark nach Hotel, Reiseland und Auslastung.

Nach meiner Erfahrung ist die Zahl der Statusinhaber in den USA häufig hoch; entsprechend geringer sind die Chancen auf ein echtes Upgrade. In vielen asiatischen Ländern habe ich dagegen deutlich bessere Erfahrungen gemacht.

Einzelne Aufenthalte können durch den Status dennoch erheblich aufgewertet werden. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Upgrade auf eine Beach Villa im Hilton Seychelles Labriz Resort & Spa. Ein solches Upgrade kann einen sehr hohen persönlichen Gegenwert haben, bleibt aber eine Ausnahme, mit der sich nicht verlässlich planen lässt.

In den ersten Jahren habe ich aufgrund des Hilton Honors Gold Status noch gezielt Hotels der Hilton-Gruppe gebucht. Das je nach Region angebotene kostenlose Frühstück beziehungsweise Verzehrguthaben, die erhöhte Punktesammelrate und der 5th Night Free Award waren zusammen mit den Sweetspots des Hilton Honors Programms überzeugende Argumente. Mittlerweile richte ich meine Hotelwahl weniger an einer einzelnen Kette aus. Stattdessen suche ich stärker nach dem Hotel, das am jeweiligen Reiseziel insgesamt am besten zu meinen Anforderungen passt.

Diese Statusvorteile bietet die American Express Platinum Card

Ein Hotelstatus liefert im Alltag häufig nur kleine oder schwer messbare Vorteile. Bei einzelnen Reisen kann er jedoch einen erheblichen Unterschied machen. Ich würde den Wert eines Hotelstatus daher weder künstlich hochrechnen noch vollständig unterschätzen.

Erfahrung 10: Versicherungen sind schwer zu bewerten – die Mietwagenversicherung ist die Ausnahme

Versicherungen lassen sich nur schwer in die jährliche Gegenwertrechnung der American Express Platinum Card und der American Express Business Platinum Card einbeziehen. Niemand weiß im Voraus, ob es zu einem Unfall, Schaden, Gepäckverlust oder einer Reiseverzögerung kommt.

Eine Ausnahme ist für mich die Mietwagen-Vollkaskoversicherung. Sie kann auch ohne Schadensfall einen konkreten finanziellen Vorteil bieten, da ich bei vielen Anmietungen auf teure Zusatzversicherungen des Vermieters verzichten kann. Diese können je nach Anbieter, Fahrzeugklasse und Reiseland 20 bis 50 Euro pro Tag kosten. Da ich regelmäßig Mietwagen nutze, spart mir die enthaltene Versicherung vermutlich mehrere hundert Euro pro Jahr.

Auch die übrigen Versicherungen sind für mich mehr als ein theoretischer Vorteil. Bei uns im Team sind in den vergangenen Jahren drei nicht planbare Versicherungsfälle aufgetreten: ein Mietwagenschaden, der Diebstahl von Gepäck aus einem Mietwagen und verspätetes Gepäck auf einem Prämienflug. In allen drei Fällen hat die Versicherung zumindest einen Teil des Schadens übernommen.

Der Wert der Versicherungen besteht für mich deshalb aus zwei Komponenten: Die Mietwagenversicherung liefert einen vergleichsweise planbaren Gegenwert, während die übrigen Versicherungen vor seltenen, aber potenziell teuren Ereignissen schützen.

Die besten Meilen-Kreditkarten mit Mietwagenversicherung im Vergleich

Tipp: Bewertet die Mietwagenversicherung anhand der Zusatzversicherungen, auf die ihr bei euren tatsächlichen Anmietungen verzichten könnt. Andere Versicherungen solltet ihr nicht mit einem festen Jahreswert ansetzen, sondern als Absicherung für den Schadensfall betrachten.

Erfahrung 11: Die Platinum Card ersetzt nicht jede andere Kreditkarte

Auch wenn sich die Akzeptanz von American Express in den vergangenen Jahren verbessert hat, ersetzt die American Express Platinum Card für mich nicht jede andere Kreditkarte. Visa und Mastercard werden weiterhin breiter akzeptiert, weshalb ich privat eine Revolut-Karte und geschäftlich die Miles & More Gold Kreditkarte Business als Backup nutze.

Akzeptanzprobleme erlebe ich vor allem in Deutschland. Kleinere Händler, Restaurants und Dienstleister akzeptieren American Express noch immer nicht flächendeckend. Bei größeren Hotels, Airlines, Mietwagenanbietern und internationalen Händlern kann ich die Karte dagegen meist problemlos einsetzen.

Auch auf meinen Reisen ist die Akzeptanz nur selten ein Problem. Das gilt insbesondere für Länder wie Großbritannien, Australien und die USA, in denen ich die Platinum Card bei meinen typischen Reiseausgaben fast immer nutzen kann.

Im geschäftlichen Alltag sind die Einschränkungen für mich ebenfalls gering. Viele meiner Ausgaben entstehen bei internationalen Softwareanbietern, Werbeplattformen und anderen Onlinediensten, die American Express nahezu immer akzeptieren. Nur bei einem kleinen Teil unregelmäßiger Ausgaben muss ich auf eine andere Karte ausweichen.

Die Platinum Card ist für mich deshalb zwar die wichtigste, aber nicht die einzige Karte. Eine zusätzliche Visa- oder Mastercard-Kreditkarte bleibt als Backup sinnvoll.

Tipp: Plant die Platinum Card nicht als alleinige Kreditkarte ein. Eine zusätzliche Visa- oder Mastercard-Kreditkarte mit breiter Akzeptanz ist vor allem in Deutschland und auf Reisen eine sinnvolle Ergänzung.

Erfahrung 12: Für mich überwiegen die Vorteile der Business Platinum Card

Nach mehreren Jahren mit der privaten American Express Platinum Card bin ich zur American Express Business Platinum Card gewechselt. Ausschlaggebend waren für mich nicht die zusätzlichen Guthaben, sondern einige geschäftliche Funktionen, die besser zu meinem heutigen Nutzungsprofil passen.

Besonders wichtig ist die Mietwagen-Vollkaskoversicherung. Sie kann sowohl bei privaten als auch bei geschäftlichen Anmietungen greifen. Voraussetzung ist insbesondere, dass der Mietwagen mit der Karte bezahlt wird; zusätzlich gelten die jeweiligen Versicherungsbedingungen und Ausschlüsse. Da ich regelmäßig Mietwagen nutze, bietet mir dieser Vorteil einen konkreten und vergleichsweise gut planbaren Gegenwert.

Hinzu kommen die steuerliche Berücksichtigung der betrieblich veranlassten Kartenkosten und die einfachere Abrechnung von Mitarbeiterausgaben. Über Zusatzkarten lassen sich Zahlungen einzelnen Mitarbeitern zuordnen und zentral abrechnen. Gleichzeitig kann ich höhere geschäftliche Ausgaben über die Karte bündeln und dadurch kontinuierlich Membership Rewards Punkte sammeln.

Weniger attraktiv finde ich dagegen die Guthaben der Business Platinum Card. Viele davon sind auf bestimmte Anbieter oder spezielle Dienstleistungen zugeschnitten und passen nur eingeschränkt zu meinen regelmäßigen Ausgaben. Persönlich würde ich mir eine stärkere Angleichung an die private Platinum Card wünschen, deren Guthaben für mich breiter und einfacher nutzbar sind.

Die Business Platinum Card ist für mich deshalb nicht wegen ihres theoretisch höheren Gesamtwerts die bessere Karte. Entscheidend sind die Mietwagenversicherung, die Abrechnung von Mitarbeiterkosten und die Einbindung meiner geschäftlichen Ausgaben. Diese Vorteile wiegen die weniger attraktiven Guthaben für mich deutlich auf.

Vergleich der American Express Platinum Card (Business oder Privat) – Die wichtigsten Unterschiede

Tipp: Vergleicht die private Platinum Card und die Business Platinum Card nicht nur anhand der beworbenen Guthaben. Die Business Platinum Card lohnt sich vor allem dann, wenn ihre geschäftlichen Funktionen bestehende Abläufe vereinfachen und regelmäßig anfallende Kosten reduzieren.

American Express Platinum Card – Erfahrungen und Fazit

Meine Erfahrungen mit der American Express Platinum Card beziehungsweise American Express Business Platinum Card fallen nach acht Jahren insgesamt positiv aus. Die Karte ist für mich über viele Jahre zu einem treuen Begleiter geworden. Dabei haben sich die Gründe, warum ich die Karte nutze, im Laufe der Zeit deutlich verändert.

Anfangs standen vor allem der Willkommensbonus, das Sammeln von Membership Rewards Punkten, der Loungezugang und der Hotelstatus im Vordergrund. Später wurden Amex Offers, Versicherungen und die tatsächlich nutzbaren Guthaben wichtiger. Mit dem Wechsel zur American Express Business Platinum Card kamen schließlich die bessere Abrechnung geschäftlicher Ausgaben, Zusatzkarten und die für mein Nutzungsprofil passendere Mietwagenversicherung hinzu.

Nicht jeder Vorteil hat sich dabei als so wertvoll erwiesen, wie es der beworbene Nennwert vermuten lässt. Einige Guthaben habe ich nur selten genutzt oder schlicht vergessen. Gleichzeitig gab es immer wieder einzelne Vorteile, die mir besonders positiv in Erinnerung geblieben sind – von außergewöhnlichen Hotelupgrades bis hin zu Versicherungsfällen, in denen die Karte einen konkreten finanziellen Nutzen geboten hat.

Auch wenn sich der Gegenwert nicht in jedem Jahr exakt beziffern lässt, habe ich es bislang stets geschafft, einen höheren persönlichen Gegenwert aus den Kartenleistungen zu ziehen, als die jeweilige Jahresgebühr betrug. Die Zusammensetzung dieses Gegenwerts war jedoch von Jahr zu Jahr unterschiedlich.

Das könnte euch auch interessieren: