Lohnt sich Miles & More? | Miles & More Tutorial Teil 2

Lohnt sich Miles & More? Eine Frage, die sich insbesondere viele Einsteiger zu Anfang stellen. Doch auch unter bestehenden Teilnehmern ist diese Frage vor kurzem wieder aufgeflammt, als Miles & More verkündete Prämienmeilen zukünftig umsatzbasiert zu vergeben. Ebenso sah sich das Vielfliegerprogramm in der Vergangenheit aufgrund negativer Entwicklungen immer wieder starker Kritik ausgesetzt. Das ging sogar soweit, dass als Lufthansa 2011 die Kosten für Prämienflüge 2011 kurzfristig und ohne Vorwarnung starkerhöhte, ein ganzer Blog dem Thema widmete – samt Gerichtsprozess (mehr Infos dazu auf meilenschwund.de). Dieser Artikel stellt deshalb die Stärken, Schwächen und Risiken des Programms einander gegenüber und soll insbesondere Einsteigern helfen einzuschätzen, ob sich eine Anmeldung bei Miles & More lohnt…


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Dieser Artikel ist Teil unseres umfangreichen Miles & More Tutorials. Neben den Grundlagen und Besonderheiten des Programms erfahrt ihr wie man auf einfache Weise Miles & More Meilen sammelt und auf der anderen Seite möglichst gewinnbringend und effizient einlöst. So werdet ihr im Handumdrehen zum Miles & More Experten.

Wie jedes Vielfliegerprogramm hat auch Miles & More Stärken und Schwächen. Abhängig vom eigenen Flugverhalten und vielen anderen Faktoren wirken sich diese Mal mehr, mal weniger stark aus. Lässt man sich als Einstieger zu Beginn oft von den negativen Kritikpunkten abschrecken oder verunsichern, stellt man mit zunehmender Kenntis des Programms schnell fest, dass sich viele negative Punkte vermeiden lassen. Je mehr man sich mit Miles & More auseinander setzt, desto eher kann man das Programm gewinnbringend für sich nutzen. Genau dieses Ziel verfolgen wir mit unserem Miles & More Tutorial. Doch nun zu den Pros und Contras des Programms…

Lohnt sich Miles & More? Die Contras…

Lohnt sich  Miles & More? Contra #1: Risiko der Entwertung

Zunächst ein allgemeiner Nachteil, dem man sich als Meilensammler bewusst sein sollte: Meilen sind keine stabile “Währung”, die man über Jahre oder Jahrzehnte ansammeln sollte, da sie einem ständigen und vergleichsweise hohen Risiko der Abwertung unterliegen. Denn es gibt nur geringe Hürden, die ein Vielfliegerprogramm davon abhalten morgen mehr Meilen für einen Prämienflug zu verlangen als heute. Je mehr Meilen ein Vielfliegerprogramm ausgibt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass mittelfristig auch Änderungen an den Möglichkeiten Meilen einzulösen vorgenommen werden. Dies lässt sich mit großer Regelmäßigkeit beobachten und gilt nicht nur für Miles & More, sondern alle Vielfliegerprogramme. Die eigentliche Frage ist also nicht, ob sondern wann ein Vielfliegerprogramm Änderungen vornimmt und in welcher Form diese angekündigt werden. Kundenfreundliche Vielfliegerprogramme kommunizieren Änderungen mit einer Vorlauffrist, die es Teilnehmern des Programms erlaubt ggf. zu reagieren und gesammelte Meilen vor dem Inkrafttreten der Änderungen einzulösen. Diese Strategie wird auch von Miles & More verfolgt. Anfang Dezember 2017 kommunizierte man beispielsweise, dass ab dem 12.03.2018 Prämienmeilen nach einem umsatzbasierten System vergeben werden.

Dieser generellen Problematik sollte man sich als Meilensammler also bewusst sein. Im Idealfall sollten Meilen schnell gesammelt und auch schnell wieder eingelöst werden. Miles & More Meilen über Jahre oder sogar Jahrzehnte zu sammeln macht dagegen wenig Sinn.

Lohnt sich  Miles & More? Contra #2: Hohe “Treibstoffzuschläge” auf Prämienflügen

Dass man mit Meilen keine echten Freiflüge buchen kann, dürfte den allermeisten bewusst sein. Auch bei einem mit Meilen gebuchten Ticket müssen noch Flughafen- und Sicherheitsgebühren, sowie vom Staat erhobene Steuern gezahlt werden. Doch darüberhinaus erheben einige Vielfliegerprogramme, darunter Miles & More, noch weitere künstliche Zuzahlungen. Umgangssprachlich werden diese häufig als Treibstoffzuschläge bezeichnet, bei Miles & More wird der Begriff nationaler oder internationaler Zuschlag verwendet. Dieser Zuschlag hat im Gegensatz zu den anderen Posten nichts mit echten Steuern zu tun, wird weder an Flughäfen noch den Staat abgeführt und bleibt schlussendlich bei Miles & More bzw. Lufthansa.

Je nach Airline, Flugstrecke und Reiseklasse kann dieser künstliche Zuschlag mehrere hundert Euro betragen. Bestes Beispiel hierfür sind Economy Flüge mit Lufthansa auf der Langstrecke. Ein Prämienflug Frankfurt – New York – Frankfurt wird zum Beispiel mit 60.000 Miles & More Meilen und 415 Euro Steuern und Gebühren veranschlagt, wie ihr folgender Probebuchung von der Miles & More Webseite entnehmen könnt:

Preis für eine Miles & More Prämienticket mit Lufthansa von Frankfurt nach New York
Miles & More Prämienticket in der Economy mit 415€ Steuern und Gebühren…

Wer sich die Steuern und Gebühren im nächsten Buchungsschritt weiter aufschlüsseln lässt, stellt fest, dass 282 Euro der insgesamt 415 Euro Zuzahlungen bei dieser Buchung auf den sogenannten Internationalen Zuschlag entfallen.

Aufschlüsselung der Steuern und Gebühren für ein Miles & More Prämienticket mit Lufthansa von Frankfurt nach New York

In Summe sind die Zuschläge bei dem Prämienticket so hoch, dass man das Ticket auch einfach kaufen kann. Eine Probebuchung bei Lufthansa zeigt. Der gleiche Flug ist für 445 Euro buchbar. Das Prämienticket ist mit Zuzahlungen von 415 Euro trotz des Einsatzes von 60.000 Miles & More Meilen nur unwesentlich günstiger.

Preis für einen Lufthansa Flug von Frankfurt nach New York

Dass es keinen Sinn macht auf solch einem Flug Miles & More Meilen einzulösen dürfte jedem sofort klar sein. Der Wert der eingelösten Miles & More Meilen tendiert gegen Null. In extremen Fällen kann dieser sogar negativ sein, d.h. die Steuern und Gebühren für ein Meilenticket können höher sein als der Preis eines regulären Tickets. Im Allgemeinen macht das Einsetzen von Miles & More Meilen für Lufthansa Prämienflüge in der Economy Class aufgrund der Steuern und Gebühren als wenig Freude…

Die hohen Zuschläge fallen natürlich nicht nur bei Economy Flügen mit Lufthansa an. Lufthansa Business und First Class Flüge sind natürlich ebenso davon betroffen. Allerdings fallen die hohen Zuzahlungen hier weniger ins Gewicht, da solche Flüge auch bei der regulären Buchung ohne Meilen sehr teuer sind. Wer nachrechnet wird feststellen, dass Business und First Class Flüge sogar zu den besten Möglichkeiten gehören Miles & More Meilen einzulösen. Bei kaum einer anderen Möglichkeit ist der implizite Wert eine Miles & More Meile so hoch (Miles & More Tutorial Teil 19 | Welchen Wert hat eine Miles & More Meile?).

Doch auch wenn die hohen Zuzahlungen für Prämienflüge mit Lufthansa ein klarer Minuspunkt für Miles & More sind, sie sind keines Falls unvermeidbar. Wer hohe Zuzahlungen komplett vermeiden möchte, sollte einen Blick auf die Partnerairlines von Miles & More werfen. Bei einigen Airlines, wie Thai Airways oder Singapore Airlines sind die Zuschläge minimal, da keine oder nur sehr niedrige Treibstoffzuschläge erhoben werden. Um nicht zu weit abzuschweifen – Die vollen Details gibt es hier:

Lohnt sich  Miles & More? Contra #3: Hohe Hürden für den Statuserwerb

Kaum ein Vielfliegerprogramm innerhalb der Star Alliance legt die Hürde für den Statuserwerb so hoch wie Miles & More. Um den Senator Status, welcher dem Star Alliance Gold Status entspricht, zu erhalten, müssen mindestens 100.000 Statusmeilen innerhalb eines Kalenderjahres gesammelt werden. Im Gegensatz zum Miles & More Frequent Traveller Status, gibt es nicht die alternative Möglichkeit den Senator Status über Segmente zu erfliegen. Bedingt durch die geringe Meilenvergabe auf innereuropäischen Flügen in den niedrigen Buchungsklassen, ist es daher auch für viele Geschäftsflieger nicht gerade einfach den Senator Status zu erfliegen.

Wer wirklich nur auf einen Status aus ist und von Vorteilen, wie kostenlosem Loungezugang und Priority Boarding profitieren möchte, sollte deshalb eventuell von Miles & More Abstand nehmen und ein anderes Vielfliegerprogramm aus der Star Alliance ins Auge fassen. Insgesamt stehen etwa 20 Vielfliegerprogramme mit zum Teil massiv unterschiedlichen Qualifikationsbedingungen für den Star Alliance Gold Status zur Auswahl. Besonders beliebt sind zum Beispiel Miles+Bonus, das Vielfliegerprogramm der griechischen Airline Aegean, oder EuroBonus, welches zu SAS gehört. Detaillierte Infos dazu gibt es hier:

Lohnt sich  Miles & More? Contra #4: Umständliche, wenig kundenfreundliche Meilenverfallsregelung

Eine Regelung, die insbesondere Wenigflieger und Wenigsammler betrifft, ist die Meilenverfallsregelung bei Miles & More. Meilen verfallen generell 36 Monate nachdem sie gesammelt wurden. Im Gegensatz zu vielen anderen Vielfliegerprogrammen, verlängert sich diese Frist nicht durch neue Sammelaktivitäten was dazu führt, dass Meilen in der Reihenfolge in der sie gesammelt wurden verfallen – ein Posten nach dem anderen. So ist nur schwer ein Überblick über die anstehenden Verfallstermine zu behalten. Insbesondere ist die Verfallsregelung ärgerlich für all diejenigen, die langsam über einen längeren Zeitraum Meilen sammeln möchten um die Meilen am Ende für eine “große” Flugprämie einzulösen.

Die einzige Möglichkeit den Meilenverfall zu stoppen ist der Erwerb eines Vielfliegerstatus (Frequent Traveller, Senator oder HON Circle Status) oder der Erwerb einer der Miles & More Kreditkarten. Diese stoppt den Verfall und die Meilen bleiben unbegrenzt gültig. Kündigt man die Karte, werden jedoch die ursprünglichen Verfallsdaten “reaktiviert”. Um wirklich vor dem Verfall geschützt zu sein, muss man als “Statusloser” also dauerhaft eine der Miles & More Kreditkarten besitzen, was mit Kosten durch die Kreditkarten-Jahresgebühr und je nach Karte mit einem Mindestumsatz verbunden ist. Mehr Infos findet ihr in diesem Post: Miles & More Turotial | Miles & More Meilen vor dem Verfall schützen

Lohnt sich  Miles & More? Contra #5: Zunehmend komplexes Programm

Im Vergleich zu den großen amerikanischen Vielfliegerprogrammen, wie United MileagePlus und American Airlines AAdvantage, ist Miles & More eigentlich ein recht übersichtliches Vielfliegerprogramm. Zwar gibt es bei Miles & More viele Möglichkeiten Meilen zu sammeln und einzulösen, doch die Regeln und Konditionen in welcher Form dies möglich ist sind kompakt, weitestgehend klar und übersichtlich formuliert und meist auch gut in schriftlicher Form gut auf der Miles & More Webseite auffindbar.

Doch zukünftig wird auch bei Miles & More das Sammeln von Prämienmeilen deutlich komplexer. Miles & More hat verkündet für Flugbuchungen ab dem 12.03.2018 Prämienmeilen nach einem umsatzbasierten System zu vergeben. Künftig ist nicht mehr die Länge des Fluges und die Buchungsklasse des Tickets relevant für die Meilenvergabe, sondern der Preis des Tickets (Miles & More wird zu einem umsatzbasierten Vielfliegerprogramm). In der Theorie scheint dieses Konzept nicht besonders kompliziert und vielleicht sogar fairer als das bisherige System zu sein. In der Praxis ergeben sich aber sehr viele Ausnahmen und Sonderfälle, die es dem durchschnittlichen Teilnehmer deutlich schwerer machen das System der Meilenvergabe zu verstehen bzw. zuverlässig zu überblicken.

Liste der wichtigsten Änderungen bei Miles & More zum 12.03.2018
Miles & More wird ab dem 12.03.2018 zu einem umsatzbasierten Vielfliegerprogramm

Da sich die umsatzbasierte System (vorerst?) nur auf die Vergabe von Prämien- aber nicht Statusmeilen auswirkt, erhält man in Zukunft unterschiedlich viele Prämien- und Statusmeilen für einen Flug. Bisher galt hier das gleiche System, ein Flug für den 1.000 Prämienmeilen gutgeschrieben wurden, führte auch zu einer Gutschrift von 1.000 Statusmeilen. Auch der Buchungsweg wird zukünftig eine Rolle spielen. Bucht man einen Flug über die Lufthansa Webseite, kennt Miles & More den Ticketpreis und kann diesen als Grundlage für die Meilenvergabe verwenden. Bucht man den gleichen Flug über einen Reiseveranstalter o.Ä. ist der Ticketpreis für Miles & More nicht sichtbar, Meilen müssen deshalb bei diesen Buchungen nach dem alten System vergeben werden. Ähnliches gilt für Flüge mit Partnerairlines, deren Tickets man nicht über die Lufthansa Webseite gebucht hat. Miles & More fehlen schlicht die technischen Möglichkeiten den Ticketpreis für die Meilenvergabe zugrunde zu legen. Ein klares und sauber definiertes umsatzbasiertes Vielfliegerprogramm kann es aus diesen Gründen also nicht geben. Die Hürde die Regelungen als Teilnehmer des Programms zu verstehen liegt dafür umso höher…

Lohnt sich Miles & More? Die Pros…

Lohnt sich  Miles & More? Pro #1: Nichts zu verlieren

Zunächst ein vielleicht offensichtlicher doch nicht unwichtiger Vorteil von Vielfliegerprogrammen: Die Teilnahme kostet nichts und man hat mit einer Teilnahme nichts zu verlieren. Viele Meilensammler und Vielflieger ärgern sich im Nachhinein darüber nicht früher mit dem Meilen sammeln angefangen zu haben. Manch einer hinterlegt über Jahre für zahlreiche Flüge einfach gar keine Vielfliegernummer, in dem Glauben, dass sich dies ohnehin nicht lohnt. Erst mit fortschreitendem Wissen wird dann klar, dass vermutlich doch der ein oder andere Prämienflug dabei verloren gegangen ist. Zwar ist es am Anfang schwer zu durchblicken, welches Vielfliegerprogramm am besten zum eigenen Flugverhalten passt, doch auch wer sich willkürlich für ein Vielfliegerprogramm entscheidet hat nichts zu verlieren. Im schlimmsten Fall lässt man die Meilen ungenutzt verfallen. Im besten Fall lernt man mit der Zeit, wie man Meilen sammeln und einlösen sollte und freut sich früh damit begonnen zu haben…

Lohnt sich  Miles & More? Pro #2: Prämienflüge in der Lufthansa First Class

Die Lufthansa First Class gehört zweifelsohne zu den besten First Class Produkten weltweit. Dürfte der reguläre Kauf eines Tickets für die meisten unerschwinglich sein, ist es mit Meilen dann doch deutlich einfacher und günstiger.

Wer es in die Lufthansa First Class schafft, beantwortet die Frage "Lohnt sich Miles & More" meist mit einem Ja
Wer es in die Lufthansa First Class schafft, beantwortet die Frage “Lohnt sich Miles & More” meist mit einem Ja

Prinzipiell kann man Lufthansa First Class Flüge zwar auch über andere Star Alliance Vielfliegerprogramme, wie Singapore Airlines KrisFlyer buchen, doch nur bei Buchung über Miles & More erhält man die maximale Flexibilität bei der Buchung. Denn nur Miles & More Teilnehmer können Lufthansa First Class Prämienflüge mit einer längeren Vorausbuchungsfrist buchen. Teilnehmer andere Vielfliegerprogramme müssen spontan sein und sind auf Flüge in den jeweils kommenden zwei Wochen eingeschränkt. Mehr Infos zur Lufthansa First Class erhaltet ihr in den folgenden Artikeln:

Lohnt sich  Miles & More? Pro #3: Miles & More Meilen sind einfach zu sammeln

Miles & More ist wie kaum ein anderes Vielfliegerprogramm mit zahlreichen Partnerunternehmen vernetzt. Miles & More Meilen sammelt man deshalb längst nicht mehr nur mit Flügen. In der Tat ist es oft sogar einfacher am Boden schnell und günstig Meilen zu sammeln. Zu den zahlreichen Möglichkeiten gehören Kreditkarten, Kontos, Mietwagen, Hotels, Internetverträgen, Zeitschriften und viele mehr.

Oft ist die Gutschrift bei den Partnern am Boden deutlich höher und attraktiver als bei einem Flug. Um nur eines von vielen möglichen Beispielen zu nennen: Statt zum Beispiel 125 Miles & More Meilen für einen Inlandsflug mit Lufthansa zu sammeln, kann man auch ein Jahresabonnement der Fernsehzeitschrift der Hörzu abschließen. Dieses kostet derzeit 109,20 Euro und gibt 9.560 Payback Punkte (im Verhältnis 1 zu 1 umwandelbar in Miles & More Meilen) als Bonus an Neukunden. Mit einem Abo sammelt man also soviele Meilen wie mit über 70 Lufthansa Flügen innerhalb Deutschlands. Das ist ohne Frage ein Extrembeispiel, doch sollte gut verdeutlichen, wie “verzerrt” aber auch nutzbar das System mittlerweile ist.

Meilenabos

Ein Blick auf die Miles & More Webseite verdeutlicht, wie umfangreich das Angebot an Partnern mittlerweile ist. Zu jedem Zeitpunkt werden hunderte Aktionen und Angebote, mit denen sich Meilen sammeln oder erwerben lassen, aufgeführt. Auch auf meilenoptimieren.com findet ihr in der Kategorie Meilen sammeln viele dieser Aktionen. Darunter sind stets auch Angebote zu finden, die keine Kosten verursachen, sodass man gratis Meilen erhalten kann. Nutzt man all diese Aktionen konsequent aus, lassen sich ohne Weiteres mehrere tausend Miles & More Meilen sammeln ohne je ein Flugzeug betreten zu müssen (Miles & More Tutorial | Miles & More “Starterpaket”: 100.000+ Meilen für unter 500€)

Lohnt sich  Miles & More? Pro #4: Buchung von Prämienflügen weltweit durch Zugriff auf das Streckennetz der Star Alliance

Die Star Alliance als größte Luftfahrtallianz der Welt bietet mit 28 Mitgliedsgesellschaften viele tausend Flüge pro Tag in fast allen Ländern der Welt an. Es gibt damit eine riesengroße Vielfalt an möglichen Flugprämien. Es lohnt sich also einen Blick über den Tellerand zu werfen und nicht nur unbedingt Flüge mit Lufthansa selbst ins Auge zu fassen. Als Star Alliance Vielfliegerprogramm erlaubt Miles & More das Sammeln und Einlösen von Meilen auf allen Star Alliance Airlines.

Singapore Airlines Business Class an Bord des A350
Auch Flüge mit Singapore Airlines lassen sich mit Miles & More Meilen buchen

Neben Lufthansa und SWISS sind dies zum Beispiel Air New Zealand, Asiana Airlines, Singapore Airlines und Thai Airways.Einige der besten Flugprämien weltweit findet ihr in Teil 1 unseres Miles and More Tutorials: Miles & More Tutorial | Miles & More Meilen einlösen – Die Sweetspots

Lohnt sich  Miles & More? Pro #5: (Fast) vollständige Onlinebuchungsmöglichkeit für Prämienflüge

Was lange eine Schwäche von Miles & More war, hat sich mittlerweile zur Stärke gewandelt. Bis Ende 2017 war es nur möglich Prämientickets für die folgenden Airlines online über die Miles & More Webseite zu buchen. Die restlichen Airlines mussten telefonisch über das Miles & More Service Center gebucht werden. Dies ist oft umständlicher und man ist zu einem gewissen Grad den Fähigkeiten des Mitarbeiters am anderen Ende der Leitung ausgeliefert.

Logos der Miles & More Partnerairlines
Flugprämie online buchen funktioniert nur für wenige der Star Alliance Airlines

Mittlerweile hat Miles & More aber fast alle Airlines in die Onlinesuche integriert (Nochmals 5 weitere Star Alliance Airlines über die Miles & More Webseite online buchbar). Derzeit sind dies die folgenden:

Logos der Miles & More PartnerairlinesEs ist davon auszugehen, dass auch die restlichen Airlines (derzeit: Air Astana, Air Dolomiti, Air India, Air Malta, Asiana Airlines, Cathay Pacific, Copa Airlines, TAM und United) in den kommenden Wochen integriert werden. Eine genaue Auflistung aller Partnerairlines von Miles & More findet ihr hier: Miles & More Tutorial | Alle Miles & More Partnerairlines

Lohnt sich  Miles & More? Pro #6: Grosszügige Stopover-  und Open Jaw Regelungen

Miles & More hat im Allgemeinen großzügige Regelungen für Stopover und Open Jaws auf Prämienflugbuchungen. Statt also eure Meilen einzusetzen um von A nach B und zurück zu fliegen, könnt ihr euch unterwegs noch weitere Ziele anschauen und müsst auch nicht am gleichen Flughafen wieder ankommen und zahlt am Ende trotzdem die gleiche Anzahl an Meilen. Nicht jedes Vielfliegerprogramm bietet diese Möglichkeiten. Der British Airways Executive Club (Hier gehts zum Executive Club Tutorial…) ist zum Beispiel eines davon. Bei Miles and More dagegen erfordern zum Beispiel die folgenden zwei Buchungen die gleiche Anzahl an Meilen:

  • Frankfurt – Los Angeles – Frankfurt
  • Frankfurt – New York – San Francisco – [eigener Transfer] – Los Angeles – Miami – München

Für alle, die viel sehen möchten, ist Variante zwei natürlich das deutlich interessantere Routing! Der Wert der eingesetzten Meilen lässt sich bei Miles & More auf diese Weise also um einiges steigern. Die Stopover- und Open Jaw Regelungen von Miles & More sind komplex. Im Detail behandelt werden sie hier: Miles & More Tutorial | Miles & More Stopover, Segmente und Open Jaws

Lohnt sich Miles & More? Fazit

Miles & More hat einige klare Schwäche aber mindestens ebenso viele Stärken. Es ist wichtig sich dieser bewusst zu sein um effizient Meilen zu sammeln und einzulösen. Erst dann lässt sich die Frage “Lohnt sich Miles & More?” zuverlässig beantworten. Ich bin der festen Überzeugung, dass sich das Programm für jeden lohnen kann. Man muss nur wissen, worauf man achten sollte, um dann gezielt die Stärken des Programms zu nutzen und die üblichen Stolperfallen zu vermeiden. Was Miles & More schlussendlich zur ersten Wahl für fast alle deutschen Vielflieger machen dürfte, ist die starke Vernetzung mit zahlreichen Partnerunternehmen am Boden. Fehlende Meilen für einen Prämienflug lassen sich so günstig auch abseits des Fliegens sammeln.

Was sagt ihr zum größten deutschen Vielfliegerprogramm? Lohnt sich Miles & More für euch?

Zum weiterlesen:

Alle Artikel im Miles & More Tutorial...

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2 Comments

  1. Hallo Mark,

    generell ein super Tutorial!

    Leider sind die Kreditkartenpreise nicht mehr korrekt.

    Die Preisspanne ist 55 bis 110 Euro. Unbegrenzte Meilengültigkeit haben nur die Gold Karten, also die für 100 und 110 Euro.
    Bei den anderen beiden muss man im Jahr mind. 3000 Prämienmeilen mit der Karte sammeln um diese vor Verfall zu schützen (verstehe ich zumindest so…).

    Siehe Quelle: https://www.miles-and-more-kreditkarte.com/kreditkarten/kartenberater/

    Viel Grüße

    • Hallo Michael,
      vielen Dank für den Hinweis. Du hast Recht; die Angabe war mittlerweile veraltet. Ich habe stattdessen mal einen Verweis auf den Hauptartikel zu dem Thema gesetzt ;)
      Mark

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